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Ausstellung in der Kommunalen Galerie: „Frauenpower“ in ihrer schönsten Form

Ob abstrakte Gemälde in schillernden Farben, expressive Landschaftsmotive oder kunstvolle Keramikskulpturen: Die Ausstellung „Frauenpower“ in der Kommunalen Galerie hat eine Menge zu bieten.
Irene Kau präsentiert in der Ausstellung ihre Bilder und Schalen, bei denen sie farblich mit den Elementen spielt. Foto: Marc Schüler Irene Kau präsentiert in der Ausstellung ihre Bilder und Schalen, bei denen sie farblich mit den Elementen spielt.
Mörfelden-Walldorf. 

„Kunst von uns“ und geballte „Frauenpower“ können derzeit in der Kommunalen Galerie in Walldorf begutachtet werden. In Person von Irmgard Beller, Edeltraud Klement, Irene Kau und Ingrid Vollrath zeigen dort vier engagierte Künstlerinnen unter diesem Motto bis Samstag, 22. Juli, ihre Werke.

Zur Vernissage sorgte die Gruppe „The Maniac Bullfrogs“ für gute musikalische Untermalung. Otto Schaffner, Leiter der Kommunalen Galerie, eröffnete die Ausstellung und freute sich über das rege Interesse der Besucher. Carsten Siebert, Naturwissenschaftler an der Universität Frankfurt mit einer Leidenschaft für Kunst und Kurator des naturwissenschaftlichen Campus Riedberg, stellte anschließend die vier Künstlerinnen vor.

Ingeborg Beller beschäftigt sich seit 2002 intensiv mit der Malerei. Dabei arbeitet die gelernte Designerin in ihrer Kunst ohne vorgegebenes Motiv, sondern eher intuitiv. „Ich erstelle mit meinen Acrylfarben meistens Geschwisterbilder, das heißt, die Bilder ähneln sich von den Farben oder vom Motiv her, sind aber dennoch unterschiedlich. Im Malfluss kommen meist so viele Ideen, dass ich daraus zwei oder drei Bilder machen könnte. Deshalb habe ich begonnen, sie in Geschwisterbildern zu verwirklichen“, schilderte Beller ihr Konzept.

Fotos als Inspiration

Dies wird auch an ihrem Lieblingsmotiv in der Ausstellung deutlich, das aus den Bildern „Ordnung“, mit eckigen Flächen strukturiert angelegt, und „Chaos“, gleiche Farben ohne konkrete Ordnung oder System, besteht. Abwechselnd arbeitet Beller an den verschiedenen Motiven, mal an beiden am selben Tag, mal nur an einem der beiden Bilder. Wobei es durchaus vorkommen kann, dass im kreativen Prozess das ganze angedachte Konzept noch einmal spontan über den Haufen geworfen wird.

Ingrid Vollrath arbeitet ebenfalls mit Acrylfarben. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit expressiven und abstrakten Landschaften aus dem Nordland. „Ich liebe Island, Norwegen oder Schottland und male gerne diese wilden ursprünglichen Landschaften“, berichtete sie. Dabei hilft ihr die Leidenschaft für die Fotografie, denn in Urlauben nimmt sie die verschiedenen Landschaften auf, die sie zu ihren Werken inspirieren.

„Ich male aber nicht diese Bilder, da könnte ich doch gleich lernen, besser zu fotografieren. Ich lasse mich von der Szenerie inspirieren, nehme dies als Vorlage und lasse sich das Bild dann entwickeln“, erklärte Vollrath. Sie fängt gerne die verschiedenen Lichtstimmungen in Nordeuropa ein, nutzt verschiedene Materialien wie Sand, Beize oder Vulkanasche, um ihren Bildern eine raue Struktur zu geben.

Gelungenes Arrangement

Irene Kau setzt hingegen auf abstrakte Bilder mit vielen verschiedenen Farben. Dabei dominieren die Farben Rot (Feuer), Blau (Wasser), Grün (Erde) und Orange (Luft), welche die Elemente symbolisieren. „Beim Mischen der Farben entstehen Tausende andere Farben. Jeder Mensch nimmt Farben anders in sich auf, und so erzeugen meine Bilder unterschiedliche Empfindungen und Eindrücke beim Betrachter“, erklärte sie ihre Werke. Kau arbeitet nicht nur gerne an der Leinwand, auch in ihren handgefertigten Schalen spiegelt sich diese Kunstform wider, die von bestehenden Elementen und Energien des Universums erzählt.

Mit Edeltraud Klement ist eine Künstlerin unter den vier „Powerfrauen“, die nicht den Pinsel in die Hand nimmt. Sie formt Skulpturen aus Keramik, die sie in verschiedenen Brennverfahren bearbeitet und Körper damit erschafft. „Als ich mit meinen Werken in die Ausstellung hier in der Kommunalen Galerie kam, fand ich den Platz hier in der Raummitte für das Ensemble perfekt. Die Bilder von Ingrid Vollrath, die sich um Wasser und Meer drehen, stehen so ganz in der Nähe der Figuren, die an Korallen erinnern und schon als meine ,versunkenen Schätze‘ bezeichnet wurden“, so die Künstlerin erfreut über das gelungene Arrangement der Werke.

Auch sie hat in ihrem kreativen Wirken keine feste Vorgabe, sondern lässt sich beim Schaffen inspirieren. „Mensch und Natur an sich inspirieren, und unsere Umwelt hat einen Einfluss auf uns und unsere Kreativität“, erläuterte sie. Wichtig ist es ihr, dass ihre Skulpturen eine Körperform aufweisen, bevor sie bei Temperaturen von 1250 Grad vollendet werden können.

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