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Betreuungsplatzmangel: Freie Wähler fordern kreative Ideen für fehlende Kitaplätze

Bei der Baustelle der Kita Heckenborn gibt es Verzögerungen. Doch in der Stadt Dreieich fehlen mehr als 100 Kitaplätze. Die Freien Wähler bringen daher Kita-Container ins Spiel.
Die Kita Heckenborn sollte schon im April fertig sein – jetzt werden die U 3-Kinder voraussichtlich ab Juni in dem Neubau betreut. Die Kita Heckenborn sollte schon im April fertig sein – jetzt werden die U 3-Kinder voraussichtlich ab Juni in dem Neubau betreut.
Dreieich. 

Hartmut Honka, Fraktionschef der CDU, hatte zu Beginn des Jahres offen Kritik am Magistrat der Stadt geäußert: Bei dem großen Druck auf die Kinderbetreuungsplätze in der Stadt fragte Honka nach, warum die Baustelle der Kita Heckenborn nicht schneller fertig ist und warum die beiden Erweiterungsbauten An der Winkelsmühle und Am Wilhelmshof noch nicht sichtbar in Arbeit sind.

Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos) erläutert die Gründe der Verzögerung: An dem Neubau für die U 3-Betreuung der Kita Heckenborn waren alle Aufträge in den geplanten Kosten vergeben. „Ein Gewerk, ausgerechnet auch eines direkt am Fassadenbau, ist leider nicht zum verabredeten Zeitpunkt erschienen. Die Arbeiten waren für Oktober/November geplant und das Unternehmen kam erst jetzt Mitte Januar“, erläutert der Stadtrat. Dadurch sei es leider auch zu Verzögerungen im Innenbereich gekommen.

Ursprünglich sei die Eröffnung für Anfang des zweiten Quartals für April geplant – jetzt wird es vermutlich Mitte Juni. Da bleibt nur zu hoffen, dass alle Handwerker, die nach der „zu späten Firma“ im Außenbereich dran sind, den Auftrag jetzt im Kalender auch noch unter bekommen.

Bei den beiden Anbau-Projekten sind es eher intern-planerische Gründe, warum die Stadt noch nicht weiter ist. Der Magistrat hatte entschieden, beide Projekte in Modulbauweise komplett an einen Generalunternehmer zu vergeben. Die umfangreiche Ausschreibung hierfür wurde an ein externes Planungsbüro übertragen. „Es hatte sich herausgestellt, dass es für unser Bauamt mit zwei Mitarbeitern für den Hochbau nicht machbar ist, eine so individuelle Ausschreibung zu erstellen. Die Fachleute haben dann schon gleich bei der Übertragung gesagt, dass unsere Planung mit Eröffnung zum Kindergartenjahr 2018/2019 zu ehrgeizig ist“, räumte Burlon ein. Jetzt geht der Erste Stadtrat davon aus, dass die ersten Kinder Anfang 2019 in den neuen Anbauten An der Winkelsmühle und Am Wilhelmshof betreut werden können.

Die Freien Wähler fordern inzwischen kreative Ideen von der Stadt Dreieich: Marco Lang betonte, es müssten schnelle, unkomplizierte Lösungen gesucht werden, um die derzeit über 100 fehlenden Kitaplätze zu kompensieren und den Rechtsanspruch der Familien auf einen Platz zu erfüllen. „Man muss in jede Richtung denken und auch noch so abstrakte Lösungen in Betracht ziehen, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Denn der Bedarf besteht jetzt und nicht erst später.“

Neben der dringlichen Suche nach Erziehern müsse die Stadt auch über die Förderung privater Versorgungsmodelle als Ersatzlösung nachdenken. Dabei müssten auch die Seminarräume des Bürgerhauses, die über Küchen und Toiletten verfügen, geprüft werden oder fertige, voll ausgestattete Kita-Container (Smart-Kita), die möglicherweise eingesetzt werden könnten, um Ersatzräume zu schaffen.

(njo)

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