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Zusätzliche 618 000 Euro: Freude über Fördergeld

Von Erst muss sich die Stadt Neu-Isenburg das Gelände sichern, dann kann es losgehen: Loft-Wohnungen, oder auch Büros für junge Start-up-Unternehmen sollen dort entstehen, wo bisher die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein ihren Sitz hatte.
Neu-Isenburg, Stadtquartier Süd.
Aus der Vogelperspektive zeigt sich die noch für eine Bebbaung zur Verfügung stehende fläche, re. das Branntweinmonopol-Gelände, lie. die chemische Produktionstätte von DuPont. Foto: Leo F. Postl Neu-Isenburg, Stadtquartier Süd. Aus der Vogelperspektive zeigt sich die noch für eine Bebbaung zur Verfügung stehende fläche, re. das Branntweinmonopol-Gelände, lie. die chemische Produktionstätte von DuPont.
Neu-Isenburg. 

Große Freude in Neu-Isenburg: Bürgermeister Herbert Hunkel konnte den ersten Zuwendungsbescheid in Höhe von 618 000 Euro für die städtebauliche Erneuerungsmaßnahme „Vom alten Ort zur Neuen Welt“ aus dem Programm „Stadtumbau in Hessen“ für 2017 entgegennehmen. Diese Mitteilung lag bei der Sitzung der Parlamentarier am Mittwochabend auf den Tischen. Die Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz, überreichte persönlich die Förderbescheide in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden an die Empfänger.

„Ich freue mich sehr, durch die Aufnahme dieser Förderbescheide die nachhaltige Stadtentwicklung in vielen Städten Hessens entsprechend unterstützen zu können“, betonte Priska Hinz bei der Übergabe der Förderbescheide. Die Bund-Länderprogramme der Städtebauförderung seien wichtige Instrumente zur Verbesserung der Stadt- und Siedlungsstrukturen sowie deren Lebens- und Umweltqualität. Ferner dienten sie dem Erhalt identitätsstiftenden baukulturellen Erbes und der Aufwertung benachteiligter Quartiere“, so die Hessische Umweltministerin im Begleitschreiben.

Stadt beteiligt sich

„Wir sind natürlich sehr erfreut, dass wir in das Förderprogramm des Stadtumbaus aufgenommen wurden, das über sieben Jahre läuft“ betonte Bürgermeister Herbert Hunkel. Dieser Betrag von 618 000 Euro enthält eine Zuwendung des Bundes in Höhe von 309 000 Euro. „Die bewilligte Zuwendung beträgt 52,88 Prozent der zuwendungsfähigen Aufgaben in Höhe von 1 168 600 Euro, heißt es im Bescheid. Die Stadt beteiligt sich an den Ausgaben mit 47,12 Prozent, das sind 550 000 Euro. Die beantragten Fördermittel zielen auf die Maßnahme des „Grunderwerb Bundesmonopolverwaltung für Branntwein“ ab, das bekanntlich durch die städtische Tochter Gewobau erworben und zur baulichen Nutzung entwickelt werden soll.

Das Monopol der Bundesverwaltung für Branntwein läuft, gemäß einer EU-Richtlinie, zum 31. Dezember 2017 aus. Das Gelände soll dann, entsprechend einer Vorlage des Bundesfinanzministers, „versilbert“ werden.

Obwohl das Gelände auf der Immobilien-Plattform im Internet als „zum Verkauf“ angeboten steht, will die Stadt Neu-Isenburg von ihrem „Erstzugriffsrecht“ Gebrauch machen. „Die Verhandlungen laufen ja schon seit geraumer Zeit, doch es gab einen Mitarbeiterwechsel im Zuständigkeitsbereich, zudem müssen neue Berechnungsgrundlagen für die zu erwerbende Fläche durchgeführt werden“, erklärt Hunkel die Verzögerungen. „Wir haben uns das Vorkaufsrecht gesichert und wollen es auch umsetzen“, betont er. Ein entsprechender Beschluss der Stadtverordnetenversammlung liege ja bereits seit längerem vor.

Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung soll das „historische“ Verwaltungsgebäude als Industriedenkmal erhalten bleiben. Es ist geplant, weitere Gebäudeteile eventuell als Loft-Wohnungen oder als Büros für junge Start-Up-Unternehmen umzugestalten.

Die reinen Industrieanlagen, darunter große Tanks und Becken, sollen zurückgebaut werden. Hierzu gibt es noch keine konkreten Planungsbeschlüsse. Dies soll alles im Einklang mit der Gesamtentwicklung des Stadtquartier Süd abgestimmt werden. Die Fraktionen im Parlament haben hier jedoch unterschiedliche Ansätze, die wohl noch „heiß“ diskutiert werden. „Wichtig für uns ist es jetzt erst einmal, das Gelände zu sichern, alles andere wird sich finden“, betont Hunkel.

Nichts verschenken

Für Neu-Isenburg ist der gewählte Titel „Vom alten Ort zur neuen Welt“ Programm. Denn neben der Entwicklung des neuen Stadtquartiers Süd soll auch der Alte Ort, sowie die nördliche Frankfurter Straße und die Umgebung des Isenburg-Zentrum bis zum Kalbskopf in den Genuss der geförderten Umgestaltung kommen.

Das nun angestoßene Programm endet am 31. Dezember 2023. „Wir werden, entsprechend unserer Haushaltslage jetzt jährlich die entsprechenden Vorhaben abstimmen um die möglichen Fördermittel auch entsprechend zu erhalten“, erklärt Bürgermeister Herbert Hunkel. Denn Geld verschenken wolle man auf keinen Fall.

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