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Bundesförderprogramm „Demokratie leben!“: Für ein friedliches Miteinander

Von Mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ werden Projekte gefördert, die sich gegen Diskriminierung und für ein respektvolles Miteinander einsetzen. Vereine, Initiativen, Schulen und Privatpersonen können sich um eine Teilnahme bewerben.
Seyma Cakir (links) und Lea Berend suchen noch gute Projektideen zum Thema „Demokratie leben!“. Seyma Cakir (links) und Lea Berend suchen noch gute Projektideen zum Thema „Demokratie leben!“.
Langen. 

Gemeinsam gegen Gewalt und Extremismus vorgehen sowie ein vielfältiges und friedliches Miteinander fördern – das sind die Ziele des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, an dem die Stadt Langen seit eineinhalb Jahren beteiligt ist. „Wir freuen uns sehr, dass wir für 2017 sogar eine Verdopplung der Förderung des Bundes zugesprochen bekommen haben. Statt der 20 000 Euro können wir jetzt Projekte für 40 000 realisieren“, sagt Lea Berend vom städtischen Fachdienst Migration, Jugend, Spielplätze. Gemeinsam mit ihrer neuen Kollegin Seyma Cakir, die bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) für dieses Projekt zuständig ist, ruft Berend Initiativen und engagierte Privatpersonen jetzt dazu auf, ihre Projektideen einzureichen.

Für Politik begeistern

„Unterstützt werden Vorschläge, bei denen es um ein respektvolles Zusammenleben in Langen geht“, fasst Berend zusammen. Konkret heißt das, demokratische Kompetenzen stärken, präventiv gegen Gewalt vorgehen oder Diskriminierung und Ausgrenzung verhindern. Besonders erwünscht sind auch Veranstaltungen, die Jugendliche für Politik begeistern und zum Mitmachen anregen. „In der Vergangenheit waren Projekte zur Willkommenskultur ein besonderer Schwerpunkt, aber denkbar und wünschenswert sind auch Projekte zu den Themen Sexismus oder Inklusion. Es sind nicht nur Menschen, die geflüchtet sind, die diskriminiert werden“, so Berend.

Die Teilnahme selbst ist ganz einfach: In einem persönlichen Gespräch mit Lea Berend oder ihrer Kollegin Seyma Cakir von der Koordinierungs- und Fachstelle der Awo können Ideen vorgestellt werden. Wer möchte, kann sein Vorhaben auch kurz schriftlich skizzieren und per E-Mail an demokratieleben@langen.de senden. Entspricht das Ganze den Projektzielen, helfen die beiden Koordinatorinnen beim Ausfüllen eines Antrags. Er wird anschließend in einem Begleitausschuss erörtert, in dem unter anderem Vertreter des Kreises Offenbach, der Diakonie, verschiedener Vereine und die Langener Frauenbeauftragte sitzen. Dort wird einmal im Quartal über die Vergabe des Fördergeldes entschieden.

Wer Inspirationen braucht, kann einen Blick zurück werfen: Im vergangenen Jahr wurden in Langen 13 Projekte mit der Förderung des Bundesprogramms verwirklicht. An der Wallschule haben Kinder bei Theater-Workshops des Vereins „Creative Change“ gelernt, was Demokratie bedeutet. An Dreieich-, Albert-Einstein- und Adolf-Reichwein-Schule gab es Projekttage über Sexismus und Homophobie für die jungen Frauen und Männer aus der Mittel- und Oberstufe.

Weltoffen und tolerant

Der von der Awo betriebene Anwohner- und Seniorentreffpunkt Allerhand in Oberlinden startete mit Unterstützung von „Demokratie leben!“ das Café der Kulturen, in dem über kulturelle Barrieren hinweg gebacken und geplauscht wird. Auf große Resonanz bei Jugendlichen stieß der Besuch eines Aussteigers aus der Nazi-Szene, der bei einer Vortragsreihe der Awo von seinen Erlebnissen berichtete und auf die Gefahr von rechtsradikalen Gedanken aufmerksam machte.

Auch wenn noch neue Ideen gesucht werden, gibt es schon die ersten Punkte auf der Agenda für die kommenden Monate: Die Diakonie will ehrenamtliche Sprachmittler fortbilden und ihnen einen Austausch bieten. Der Verein „Creative Change“ steht in den Startlöchern, um in weiteren Schulen Kurse anzubieten. Der Förderverein der Janusz-Korczak-Schule nimmt mit den dortigen Mädchen und Jungs Kinderrechte ins Visier, und ein für alle offenes „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen“ der Caritas soll helfen, sich gegen diskriminierende Vorurteile zu wehren.

Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD) betont: „Langen soll weltoffen und tolerant bleiben.“ Das Projekt „Demokratie leben!“ fördere Werte und Ideen, die unabdingbar für eine soziale und zukunftsweisende Gesellschaft stünden. „Wir brauchen Menschen und Ideen, die genau das in unserer Stadt verwirklichen, und freuen uns über das Förderprogramm“, hebt der Verwaltungschef hervor.

Weitere Informationen zum Programm „Demokratie leben!“ und den Fördermöglichkeiten gibt es bei Lea Berend und Seyma Cakir im Rathaus unter der Telefonnummer (0 61 03) 2 03-5 38 und im Internet unter www.vielfalt-im-kreis-offenbach.de.

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