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Gastronomie: Gäste genießen die Angebote der Gastronomie in Neu-Isenburg

Von In vielen Städten und vor allem in ländlichen Regionen macht das „Kneipensterben“ die Runde. Wie sieht die Situation in Neu-Isenburg, einst die Stadt mit der inoffiziell höchsten Kneipendichte, heute aus? Diese Zeitung hat sich in der Hugenottenstadt umgehört.
Foto: Leo F. Postl
Neu-Isenburg. 

Wenn man der neuen Situation in Neu-Isenburg Rechnung trägt, sieht es für die Kneipen in der Hugenottenstadt ganz gut aus. Es sind zwar einige Kneipen weniger geworden, aber auch die Bevölkerungsstruktur und das Verhalten der Bürger hat sich geändert. Die typischen deutschen Stammtischgänger sind weniger geworden, das Jungvolk bevorzugt Cafés und Bistros; besonders gut im Geschäft sind jene, die eine die eine Straßenbewirtschaftung anbieten können. Das Sehen und Gesehenwerden findet hier offenkundig seinen Niederschlag.

In Neu-Isenburg stehen sich die „Innenstadt“ mit der IG City und das Isenburg-Zentrum als Konkurrenten gegenüber – zumindest bis 20 Uhr – wollen es aber keineswegs sein. In Schlechtwetterzeiten macht sich ein gewisser Wettbewerb bemerkbar, bei sommerlichen Temperaturen können Cafés und Gaststätten mit einer Außenbewirtschaftung diesen Vorteil jedoch voll ausspielen. Da sind die Stühle in der Fußgängerzone der Bahnhofstraße oder auch im Alten Ort stets gut besetzt. Die Passanten genießen dann bei Sonnenschein ein leckeres Eis, in den Nachmittagsstunden einen Cappuccino und nach Sonnenuntergang einen kühlen Wein.

Ordnend eingreifen

„In Neu-Isenburg werden alle berechtigten Interessen berücksichtigt, und wenn wir etwas genehmigen können, dann wird es auch gemacht“, beschreibt Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel die zu beachtenden Vorgaben. Ein Kneipensterben kann er nicht nachvollziehen, auch hier passt sich der Bedarf der Nachfrage an. „Wir sind mit der Ordnungsbehörde immer am Ohr der Bürger und der Geschäftsleute, das macht das besondere an Neu-Isenburg aus“, betont Hunkel. Nicht jede als „Gaststätte“ beantragte Lokalität wird auch ausschließlich als solche genutzt, hier ist die Stadt in der Plicht, ordnend einzugreifen. So gibt es eine Satzung, die freilich auch immer wieder mal angepasst und fortgeschrieben wird.

Als beispielhaft kann hier die Fußgängerzone der Bahnhofstraße genannt werden; diese wirkt zu Marktzeiten gut belebt, zu anderen Zeiten könnte sie noch etwas Belebung gebrauchen. „Wir führen immer sehr konstruktive Gespräche mit der Stadt und justieren ständig nach“, beschreibt Christian Kahnke, Vorsitzender der IG City, den stetigen Prozess.

Draußen dinieren

In Neu-Isenburg wird der Wochenmarkt von der IG City organisiert, die sich aus den Vertretern des lokalen Einzelhandels zusammensetzt. Zur IG City gehört aber auch das Centermanagement des Isenburg Zentrums mit Anna Reinhardt. Gemeinsames Ziel ist, die Stadt Neu-Isenburg als idealen Einkaufsort zu stärken, so das Credo.

Eine Gruppe junger Menschen sitzt vor dem Café San Marco und genießt Eis und Drinks. „Wir kommen aus Sprendlingen, und haben uns mit Freunden hier verabredet – es ist einfach schön hier“, beschreibt das junge Paar seine Eindrücke. Die Tische und Stühle in der verkehrsberuhigten Zone stören nicht. In diesem Bereich gibt es weitere Cafés, Döner-Geschäfte und auch den großen „Speisesaal“ unter freiem Himmel des Steakhauses und Restaurants Isoletta. Bei schönem Wetter wird hier draußen diniert. Über die Preise für die Nutzung öffentlicher Flächen wollte keiner Auskunft geben – aber sie seien moderat und die Zusammenarbeit mit der Stadt und der Ordnungsbehörde sehr kooperativ, war immer zu hören.

Zum Kreis der Gastronomiebetriebe gehören auch die Bewirtung in den Club- und Vereinshäusern. Diese können oft mit einer besonderen Atmosphäre punkten. So gehört das Naturfreundehaus in der Neuhöfer Straße zu den Klassikern dieser Gattung, wer den Weg findet, kann aber auch im Sonnenhof des Kleingartenvereins Eichenbühl in wunderbarer Naturatmosphäre Speis und Trank genießen. Der TC Rot-Weiß in der Alicestraße rühmt sich gar, mit seinem Clubhaus, das allen Gästen offen steht, die schönste Terrasse der Hugenottenstadt bieten zu können.

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