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Silvesterblasen: Geselliges Treffen vor dem Jahreswechsel

Von Zwischen den Jahren finden sich die Langener vor der Stadtkirche ein, wenn der Orchesterverein schwungvolle Melodien spielt. Hier haben sie die Gelegenheit, Freunden und Bekannten einen guten Rutsch zu wünschen.
Weit mehr als 1000 Langener waren am Sonntag auf den Platz rund um den Vierröhrenbrunnen und der Stadtkirche gekommen. Bilder > Weit mehr als 1000 Langener waren am Sonntag auf den Platz rund um den Vierröhrenbrunnen und der Stadtkirche gekommen.
Langen. 

Die Walzermelodien von Johann Strauss schwappten über den großen Platz vor der Langener Stadtkirche. Zwischen dem Vierröhrenbrunnen und dem Eingang der großen Kirche gab es kaum ein Durchkommen, und der Duft von Glühwein, Punsch und Sekt zog sich durch die Menge. Es ist längst eine liebgewonnene Regel der Langener, sich vor dem Jahreswechsel noch einmal auf dem öffentlichen Platz zu treffen.

Dort, wo sonst das Ebbelwoifest gefeiert wird, der Weihnachtsmarkt Tausende erfreut und die Langener Samstag zum Altstadtmarkt einkaufen kommen, dort wünschen sie sich auch einen guten Rutsch und ein glückliches neues Jahr.

Großer Trubel

„Es ist kein gelungener Silvesterabend, wenn ich nicht hier bin. Ich treffe Freunde, Nachbarn und Bekannte, die ich manchmal eben nur hier treffe. Wir schwätzen noch eine kleine Runde, und jeder geht zu seiner eigenen Feier“, berichtet Holger Schmelzer von seinen Plänen für die Silvesternacht.

Der Orchesterverein unter der Leitung von Thomas Mischke begleitet die Stunde zwischen 17 und 18 Uhr mit klassischen und schwungvollen Melodien. Wer die Musiker bei der Arbeit beobachten will, der muss näher ran an die Stadtkirche – dort ist der Trubel noch etwas enger als am Vierröhrenbrunnen, wo man die Musik nur noch als nette Untermalung wahrnimmt. Dort ist auch der Stand vom Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV), der Jahr für Jahr seit 1993 zu dem beliebten Silvesterblasen einlädt.

Schweres Glockengeläut

„Irgendwie habe ich das Gefühl, es wird jedes Jahr ein bisschen voller hier“, sagt Walter Metzger, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins mit einem Augenzwinkern. Rund 60 Flaschen Sekt und 130 Liter Glühwein und Kinderpunsch halten die rund 15 helfenden Vereinsmitglieder für die Gäste an diesem Spätnachmittag bereit. Für den Glühwein ist es fast ein bisschen zu warm – das Silvesterwetter ist überraschend mild. „Ich denke, wir verkaufen ganz gut, aber ich ärgere mich zunehmend über die Leute, die ihren eigenen Sekt mitbringen. Wir haben schließlich auch Aufwand und auch Kosten für Gema und Musik. Wir bieten außerdem sehr faire Preise“, so Metzger.

Der Andrang an dem kleinen Stand ist dennoch hoch. Das inzwischen so große Treffen vor der Stadtkirche war früher übrigens direkt vor Mitternacht: „Aber da war es mit dem Geböller immer doch sehr eng, und es gab auch das ein oder andere Brandloch im Mantel. Entspannter und schöner ist es die paar Stunden vor dem Jahreswechsel“, ist Metzger auch 24 Jahre nach dieser Entscheidung noch sehr zufrieden.

Nach gut 50 Minuten Orchesterspiel verstummen die Musiker dann auch um zehn Minuten vor 18 Uhr. Dann setzt das schwere Glockengeläut der Stadtkirche ein. Während sich die Menschen noch die Hände schütteln und gute Neujahrswünsche loswerden, öffnet die Kirche zum Gottesdienst am Silvesterabend. Um 18.30 Uhr ist der Platz dann fast leer. Nur die Helfer des VVV räumen noch Gläser und Tassen zusammen, um auf die private Silvesterfete zu verschwinden.

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