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Demokratie leben: Gesucht sind Ideen und Tatkraft der Bürger

„Wir wollen Menschen unterstützen, die eigene Ideen in Neu-Isenburg umsetzen wollen“, so Susanna Beierlein. Sie leitet die Koordinierungs- und Fachstelle, die sich für die Umsetzung des Programms „Demokratie leben!“ engagiert.
Sarah Hohmann (von links), Klaus-Peter Martin und Susanna Beierlein stellten das Programm „Demokratie leben!“ vor. Foto: Leo F. Postl Sarah Hohmann (von links), Klaus-Peter Martin und Susanna Beierlein stellten das Programm „Demokratie leben!“ vor.
Neu-Isenburg. 

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ baut mit engagierten Bürgern, Vereinen und Initiativen sowie lokalen Verantwortlichen in Neu-Isenburg eine „Partnerschaft für Demokratie“ auf. Gefördert wird das Programm mit Geld des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport.

Die „Koordinierungs- und Fachstelle“ für Neu-Isenburg ist bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Kreis Offenbach Land angesiedelt und beim Jugendbüro Neu-Isenburg kommunal verankert. Der Awo-Kreisverband Offenbach Land hat zwölf Ortsvereine mit insgesamt rund 1550 Mitgliedern. Die Angebote des Kreisverbands umfassen unter anderem Mobile Soziale Hilfsdienste, entlastende Dienste für Familien, Hausaufgabenhilfen, Kindergärten, eine Familienbildungsstätte sowie Migrationsberatungsangebote und Flüchtlingsbetreuung. Bei der Awo, die bereits an anderen Standorten das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ betreut, freut man sich sehr über das gemeinsame Engagement für Demokratie. In den Leitsätzen der Awo steht, dass demokratisches und soziales Denken und Handeln gefördert wird. „Dies ist kein Leitsatz, der nur einfach so an der Wand hängt, sondern in unserem Verband auch so gelebt wird“, so Sarah Hohmann, Fachbereichsleitung Projekte der Awo.

Veränderungen anstoßen

Susanna Beierlein leitet die Koordinierungs- und Fachstelle. Gebürtig aus Rheinland-Pfalz ist sie mittlerweile begeisterte Hessin. In ihrer jahrelangen Arbeit mit ausländischen Studenten und Geflüchteten wurde deutlich, dass diese selbst viele Ideen und viel Tatkraft mitbringen, die sie in Deutschland einsetzen wollen. Um gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen braucht es genau dies: Ideen und Tatkraft.

Genau hier setzt „Demokratie leben!“ an: Die Neu-Isenburger sind das Herzstück des Programmes. „Wir wollen Menschen unterstützen, die eigene Ideen in Neu-Isenburg umsetzen wollen“, so Beierlein. Mit Projektmitteln können beispielsweise Theaterstücke, Wettbewerbe, Workshops und Vorträge, Ausstellungen oder Filmabende auf die Beine gestellt werden. Ziel ist die Auseinandersetzung mit demokratischen Werten und einem respektvollen Umgang miteinander.

„Wir wollen mit allen Bürgerinnen und Bürgern, mit Vereinen und Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern ins Gespräch kommen. Denn ohne sie funktioniert das Projekt nicht“, sagt noch einmal Susanna Beierlein dazu.

Seit Oktober 2017 wurden drei Projekte umgesetzt. Über die Projekte entscheidet der Magistrat nach Vorschlag eines Ausschusses bestehend aus engagierten Bürgern sowie lokaler Verwaltung. Interessensbekundungen können per E-Mail und Post eingereicht werden. Interessierte können sich auch bei der Koordinierungs- und Fachstelle beraten lassen. Für eine Terminvereinbarung genügt eine E-Mail. Die Ideen für ein Projekt müssen noch nicht vollständig sein.

Große Veranstaltung

Projektmittel in Höhe von 45 000 Euro stehen für 2018 zur Verfügung. Aufgrund der derzeitigen Konstituierungsphase der Regierung sind die Fördermittel erst einmal nur für die erste Hälfte des Jahres zugesagt. „Im Frühjahr 2018 werden in einer großen Veranstaltung mit spannendem Rahmenprogramm mit allen Interessierten Ideen gesammelt – machen Sie mit und bringen Sie eigene Ideen ein!“, ergänzt Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos).

 

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