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„Café Grenzenlos“: Grenzenlose Begeisterung über so viel Erfolg

Das „Café Grenzenlos“ gibt es seit einem Jahr. Grund zum Feiern. Und weil es so gut angenommen wird, öffnet es von nun an zwei Mal im Monat seine Pforten.
Die Gitarrengruppe um Björn Lindig (zweiter von rechts) trat bei der Geburtstagsfeier des „Café Grenzenlos“ auf. Foto: Leo F. Postl Die Gitarrengruppe um Björn Lindig (zweiter von rechts) trat bei der Geburtstagsfeier des „Café Grenzenlos“ auf.
Neu-Isenburg. 

Der erste Geburtstag ist wohl der wichtigste – und so sah es auch Pfarrer Matthias Loesch bei der Begrüßung der vielen Gäste und Besucher des „Café Grenzenlos“, das am Mittwochnachmittag seinen ersten Geburtstag feierte. Genau vor einem Jahr öffneten sich erstmals die Türen des Gemeindesaals der evangelisch-reformierten Gemeinde Am Marktplatz in Neu-Isenburg mit dem Ziel, Neubürger, Flüchtlinge und Alteingesessene an einen Tisch zu bringen. Die Idee dazu hatte der damals ehrenamtlich engagierte Betreuer von Flüchtlingen, Alexander Gerstenberger-Vogt, der mittlerweile offiziell als Integrationsbetreuer in den Diensten der Stadt Neu-Isenburg steht.

Genau seit einem Jahr, immer am ersten Mittwoch im Monat, sind Flüchtlinge, die vor Krieg, Not und Verfolgung in der Hugenottenstadt Zuflucht fanden, und Isenburger zum gemeinsamen Austausch eingeladen. „Jeder, der Interesse an anderen Kulturen hat und sich für die Integration von Ausgegrenzten in unserer Gesellschaft einsetzen möchte, ist willkommen beim ,Café Grenzenlos’ im Gemeindesaal der evangelisch-reformierten Gemeinde Am Marktplatz Neu-Isenburg“, so die Einladung an alle.

Das „Café Grenzenlos“, das von ehrenamtlichen Helfern getragen und von Spenden unterstützt wird, hat sich mittlerweile zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Besondere Förderer sind die Bäckerei/Konditorei „Café Ernst“, der „Treffpunkt“ (Treffer) in der Bahnhofstraße und der Getränkemarkt „Dorschtlöscher“ in Gravenbruch.

„Wie auch bei Menschenkindern üblich, haben auch wir zum ersten Geburtstag des ,Café Grenzenlos’ nicht nur viele, sondern auch ganz besondere Gäste eingeladen“, sagte Pfarrer Matthias Loesch und verwies auf die Pröpstin für Rhein-Main, Gabriele Scherle, Landrat Oliver Quilling (CDU), Sozialdezernent des Kreises Offenbach, Carsten Müller (SPD), Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos), sowie Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner (CDU), Ersten Stadtrat Stefan Schmitt (CDU) und dem wiedergewählten Vorsitzenden des Ausländerbeirates Sarantis Biscas. Alle sollten ihren persönlichen Geburtstagswunsch vortragen.

„Was wir derzeit im Kreis Offenbach, aber insbesondere hier in Neu-Isenburg, an Hilfe von Ehrenamtlichen erleben, ist aller Ehren wert“, lobte Landrat Oliver Quilling das Engagement vieler Bürger und überreichte, auch im Namen der Sparkasse Langen-Seligenstadt, einen Scheck. Pröpstin Gabriele Scherle sagte: „Ich wünsche, dass sich alle besser verstehen, sowohl menschlich als auch sprachlich.“ Bürgermeister Herbert Hunkel wünschte sich, dass alles so wunderbar weitergeht.

Andreas Schmidt, Geschäftsführer von Bäckerei und Café Ernst, war gekommen, um sich ein Bild vom friedlich-fröhlichen Miteinander zu machen. Dann kam mit Stefan Portz von der Firma Plastic Omnium Auto Inergy in Zeppelinheim noch ein Überraschungsgast. Er überbrachte einen Scheck von 2000 Euro für die Flüchtlingshilfe. „Weitere 2000 Euro spenden wir der Stiftung Bärenherz in Wiesbaden“, verkündete er unter großem Beifall.

Zum Schluss gab die Gitarrengruppe, die sich seit kurzem in der Musikschule Neu-Isenburg unter der Leitung von Björn Lindig zusammenfindet, noch eine erste Kostprobe ihres Könnens. Björn Lindig bietet Flüchtlingen kostenfreien Gitarrenunterricht, um den Alltag etwas abwechslungsreicher zu gestalten – zudem kennt Musik keine Grenzen. Pfarrer Matthias Loesch dankte allen noch einmal für ihr Engagement und hatte eine Überraschung parat: „Von jetzt an treffen wir uns zwei Mal im Monat.“ Dies wurde von allen begeistert aufgenommen. Die Türen des „Café Grenzenlos“ öffnen sich nun am ersten und dritten Mittwoch im Monat von 15 bis 19 Uhr.

(lp)
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