E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 27°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Neujahrsempfang: Grüne: „Das Gebilde der Stadtfinanzen ist fragil“

Beim sozialen Wohnungsbau soll nicht über Bedarf geplant werden, so die Grünen. Es gehe auch darum, den Charakter von Dreieich nicht zu verändern.
Heidi Soboll (vorne, 2. v. r.) und Roland Kreyscher (hinten, 2. v. r.) begrüßten den Grünen-Fraktionschef im Hessischen Landtag, Mathias Wagner (hinten, 3. v. r.), und Katy Walther (vorne, 3. v. l.). Heidi Soboll (vorne, 2. v. r.) und Roland Kreyscher (hinten, 2. v. r.) begrüßten den Grünen-Fraktionschef im Hessischen Landtag, Mathias Wagner (hinten, 3. v. r.), und Katy Walther (vorne, 3. v. l.).
Dreieich. 

Drei zentrale Themen bringt Grünen-Sprecher Roland Kreyscher beim Neujahrsempfang seiner Partei im Rathaus aufs Parkett: „Causa Lettkaut“ und die Frage, wie könnte es weitergehen, sozialer Wohnungsbau und die Stadtfinanzen.

In der Diskussion um die internationalen Fußballakademie an der Lettkaut und dem Bau der Internationalen Schule fordert Kreyscher, jetzt nach dem gescheiterten Bürgerentscheid „spätestens“ in eine gemeinsame Diskussion einzusteigen. „Wir erwarten – unabhängig vom Ausgang des Bürgerbegehrens –, dass alle Beteiligten nun endlich aufeinander zugehen und miteinander über Lösungen des Konflikts reden und nicht übereinander. Und das ohne, dass weder Fakten geschaffen werden, noch Druck oder gar Drohkulissen aufgebaut werden. Dazu gehört auch, wie in unserem Antrag formuliert, dass gegenüber den Vereinen keine Kündigungen ausgesprochen werden“, fordert Kreyscher.

Auch wenn die 4500 Unterschriften mit formellen Fehlern behaftet seien, haben sie ein Gewicht, dem sich auch die Politik stellen müsse. In dem Antrag der Grünen, den sie am 6. Februar in den Haupt- und Finanzausschuss einbringen werden, steht auch die Forderung, für den Sport- und Bildungscampus kein Vereinsgelände zu verplanen.

Beim Thema sozialer Wohnungsbau warnt Kreyscher davor, über den Bedarf zu planen. „Wir sollten den Charakter von Dreieich mit der Ausweisung großer Wohngebiete nicht verändern. Wir sind eine Stadt im Grünen und sollten froh darüber sein“, sagte er. Die Stadt solle vielmehr den vordringlichen Bedarf erfüllen, denn die Infrastruktur der Stadt müsse mitwachsen. Schon jetzt gebe es Defizite im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV,) der Individualverkehr stehe nah am Kollaps, und die fehlende Kinderbetreuung sei ein Dauerthema. Für die Stadtfinanzen wünschen sich die Grünen einen vorsichtigen Umgang. „Die unangenehme Überraschung im vergangen Jahr hat gezeigt, dass es zu Problemen führt, wenn ein großes Unternehmen schwächelt. Das Gebilde der Stadtfinanzen ist fragil.“

Neben Kreyscher sprachen in dem gut besuchten Stadtverordnetensitzungssaal der Fraktionsvorsitzende der hessischen Grünen im Landtag, Mathias Wagner, und Katy Walther, Landtagskandidatin der Grünen für den Westkreis Offenbach. Die Stadtverordnete aus Obertshausen hat für den Kreis einige Themen auf der Agenda, wie etwa die Verkehrspolitik. „Wir können nicht immer weiter den Ausbau der Autobahnen fordern, es braucht andere Konzepte. Der Ausbau der Radwege ist nur ein Beispiel dafür“, sagt die Politikerin.

(njo)

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse