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Aus Sicht der Ökopartei mangelt es an einer Koordinationsstelle: Grüne in Dreieich wollen Ehrenämter besser vernetzen

Die Dreieicher Vereine haben keine übergeordnete Dachorganisation, über die sich die Zusammenarbeit intensivieren ließe. Das war eine der Erkenntnisse aus dem Sommerstammtisch der Grünen zum Thema „Ehrenamt“.
Die Grünen hatten die Dreieicher Vereinsvertreter zum Thema Ehrenamt  eingeladen. Mit dabei war auch Elke Heidelbach (vorne links), hauptamtliche Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Rödermark. Die Grünen hatten die Dreieicher Vereinsvertreter zum Thema Ehrenamt eingeladen. Mit dabei war auch Elke Heidelbach (vorne links), hauptamtliche Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Rödermark.
Dreieich. 

Die Dreieicher Grünen nutzen die Sommerpause, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Der erste Sommerstammtisch 2017 war dem Thema Ehrenamt gewidmet. Mit Elke Heidelbach hatten die Kommunalpolitiker die hauptamtliche Ehrenamtsbeauftragte der Stadt Rödermark eingeladen. Sie berichtete aus ihrem Arbeitsalltag und erläuterte, dass ihre Aufgabe weit über die Kooperation mit Vereinen hinausgehe. Sie sei eine wichtige Ansprechpartnerin für Menschen in ihrer Stadt, die eine ehrenamtliche Aufgabe suchen und noch nicht mit einem Verein verflochten sind. Zudem übernimmt sie die Organisation von Schulungen und Seminaren und bringt die Vereine regelmäßig an einen Tisch, um gemeinsame Themen zu besprechen und Termine zu koordinieren. Das gebe es in Dreieich bislang noch nicht.

Keine Ansprechpartner

Zwar haben Offenthal, Dreieichenhain und Götzenhain mit den jeweiligen Arbeitsgemeinschaften der Vereine Über-Organisationen, aber eine Art „Dachverband“ aller örtlichen Vereine gibt es noch nicht. „Wir haben dazu schon Anlauf genommen“, betonte Ingo Holzmann, Vorsitzender der IG Dreieichenhainer Vereine. Mit Offenthal habe es funktioniert, Götzenhain habe abgewunken und für Buchschlag und Sprendlingen gebe es nicht einmal einen Ansprechpartner.

Eine Über-Organisation für Sprendlingen hält Moritz Hebert aus dem Vorstand der Sport- und Kulturgemeinschaft derzeit für nicht denkbar: „Wir sind innerhalb der Sportvereine durchaus vernetzt, haben auch gute Kontakte nach Dreieichenhain, aber für mehr fehlt schlicht die Zeit.“ 2200 Mitglieder und 60 Übungsleiter zu koordinieren, sei schon eine große Aufgabe neben einem Vollzeitjob.

Projektbezogen arbeiten

Da setzte Grünen-Fraktionschef Roland Kreyscher an: In Dreieich könne eine Koordinationsstelle für das Ehrenamt diese Dachfunktion gut übernehmen. Gerade während der Flüchtlingswelle sei eine solche Stelle schmerzlich vermisst worden. Auch Heidelbach betonte, dass den Dreieichern ein gemeinsamer Vereinsring helfen könne, gerade in der Zusammenarbeit mit der Stadt. Das Ehrenamt habe sich inzwischen verändert. Mit einer lebenslangen Aufgabe wollten sich nicht mehr viele Menschen belasten – sie seien aber durchaus bereit, projektbezogen ehrenamtlich zu arbeiten. Darin sieht Heidelbach eine Chance, mehr Leute für ehrenamtliche Aufgaben zu gewinnen.

(njo)
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