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Über der Tiefgarage im Kurt-Schumacher-Ring könnte gebaut werden: Hier sind in Egelsbach Wohnungen geplant

Das Areal über der Tiefgarage im Kurt-Schumacher-Ring bietet derzeit keinen schönen Anblick. Geht es nach dem Eigentümer, könnten dort bald Wohnungen, ein Gebäude für kommunale Zwecke sowie Sport- und Spielflächen entstehen.
Auf der Freifläche über der Tiefgarage im Kurt-Schumacher-Ring will der Eigentümer Wohnungen und Spielflächen errichten. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Auf der Freifläche über der Tiefgarage im Kurt-Schumacher-Ring will der Eigentümer Wohnungen und Spielflächen errichten. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Egelsbach. 

Ein kleiner Spielplatz, viele Rasenflächen, ein paar Büsche und Hecken – so sieht derzeit das Gelände über der Tiefgarage im Kurt-Schumacher-Ring im Egelsbacher Ortsteil Bayerseich aus. Das könnte sich allerdings ändern, denn die Ofimmo GmbH, Eigentümer des Parkdecks und angrenzender Mehrfamilienhäuser, beabsichtigt, das Areal zu bebauen und dort „bezahlbaren Wohnraum“ zu schaffen.

Mitte April trat der private Investor aus Frankfurt mit seinen Überlegungen an den Gemeindevorstand Egelsbach heran, der eine Bebauung der aktuell noch maroden Tiefgaragendecke prinzipiell nicht ausschließt. „Auch wir haben Interesse daran, dass dieser Schandfleck kein Schandfleck bleibt“, sagt Irmgard Bettermann (SPD). Gerade im Sommer sei die brachliegende Fläche alles andere als sehenswert, weil sie nicht gepflegt werde. „Es ist eine grau-grüne Wüste“, so die Erste Beigeordnete des Gemeindevorstands.

Aufregung nachvollziehbar

Die Ofimmo GmbH hat ebenfalls Interesse an alternativen Nutzungsmöglichkeiten der Liegenschaft. Ausgangspunkt ist dabei der Sanierungsbedarf der Tiefgarage, die mit ihren vorhandenen Stellplätzen erhalten bleiben würde. Der Investor hat sich bereits Gedanken gemacht und ein Modell vorgestellt: Demnach sind Spiel- und Sportflächen angedacht, darunter ein neuer, moderner Spielplatz. Allerdings wäre neben einem dreistöckigen Mehrfamilienhaus – etwa die gleiche Höhe wie die umliegenden Pendants – auch ein Gebäude für kommunale Zwecke, etwa für ein Quartierscafé, eine Arztpraxis oder ein Begegnungszentrum, vorgesehen. „Es ist auf den ersten Blick schon etwas viel, was der Investor bauen will“, räumt Bettermann ein. „Da ist die Aufregung der Anlieger nachvollziehbar.“

Die Bürger können sich informieren

Als Projektverantwortliche ist die Ofimmo GmbH bei Fragen rund um das Vorhaben zuständig. Von ihr wurde die Darmstädter „wer denkt was GmbH“ mit der Kommunikation beauftragt, an die sich die Bürger ab sofort wenden können.

clearing

Denn der Egelsbach „Ortsfunk“ hat bereits Alarm geschlagen, erste E-Mails seien bei der Gemeindevertretung schon eingegangen. Um die Pferde scheu zu machen, ist es zum jetzigen Zeitpunkt aber noch zu früh: Es liege gegenwärtig nur eine Willensbekundung des Eigentümers vor, Überlegungen werden diskutiert, aber konkrete Planungen bislang nicht entwickelt. Dem stehen auch noch einige Hürden im Wege, so ist allein unter technischen Gesichtspunkten gar nicht sicher, ob eine Bebauung des Parkdecks grundsätzlich möglich wäre. Außerdem müsste ein Änderungsverfahren für den derzeitigen Bebauungsplan eingeleitet werden – und das könnte an der Zustimmung der Gemeindevertretung scheitern.

Weg durch die Gremien

„Egal, was mit der Liegenschaft passiert, es wird in keinem Fall schnell gehen“, prognostiziert Irmgard Bettermann. Das Thema werde frühestens nach der Sommerpause, also im September, besprochen und müsste dann den Gemeindevorstand, den Bau- und Umweltausschuss sowie den Haupt- und Finanzausschuss passieren. Erst danach könnte die Gemeindevertretung einen Beschluss fassen und klar definierte Rahmenbedingungen für eine konkrete Ausgestaltung festlegen. Bauarbeiten wären somit von Anfang 2019 an möglich, was die Erste Beigeordnete jedoch für unwahrscheinlich hält. „Allein eine Änderung des Bebauungsplans dauert circa zwei Jahre“, verdeutlicht sie.

Derzeit liege nicht einmal eine Bauvoranfrage vor, geschweige denn ein Bauantrag, über den politisch entschieden werden könnte. „Es ist noch ein totaler Schwebezustand. Der Ball liegt beim Investor. Und der muss mit den Anwohnern diskutieren und sie überzeugen.“ Denn die Planungshoheit des möglichen Projekts liegt bei der Stadt, welche die Wünsche der Bürger berücksichtigen will: „Bevor irgendetwas in trockenen Tüchern ist, wird es garantiert eine Anhörung geben“, verspricht Bettermann.

(nab)
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