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Hainer Chaussee: Hier sind neue Wohnungen geplant

Von Vor bald zwei Jahren hatte die Stadtverordnetenversammlung grünes Licht für einen Aufstellungsbeschluss für das Gelände des alten Kinder- und Jugendzentrums BIK-Haus gegeben. Mit einem baldigen Abriss und Baubeginn ist aber nicht zu rechnen. Zunächst wird das Opel-Gelände entwickelt.
Das alte BIK-Haus an der Hainer Chaussee soll weichen und Platz für 30 bis 35 Wohnungen machen. Das alte BIK-Haus an der Hainer Chaussee soll weichen und Platz für 30 bis 35 Wohnungen machen.
Dreieich. 

Der Druck auf dem Dreieicher Wohnungsmarkt ist groß – gerade bezahlbare Wohnungen werden in den fünf Stadtteilen oft verzweifelt gesucht. Ein großes Projekt sozialen Wohnungsbaus auf dem alten Opel-Gelände ist in Bearbeitung der eigens gegründeten Dreieichbau AöR. Jetzt will die Stadt Dreieich für ein zweites Projekt an der Hainer Chaussee die Voraussetzungen schaffen, um sozialen Wohnungsbau zu realisieren.

Schon im Mai 2016 hatte die Stadtverordnetenversammlung grünes Licht für einen Aufstellungsbeschluss für das Gelände des alten Kinder- und Jugendzentrums BIK-Haus gegeben. Die Ziele waren damals wie heute, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Nachverdichtung des Gebietes zu schaffen. Dafür muss ein neuer Bebauungsplan erarbeitet werden.

Für das rot umrandete Gebiet in Dreieichenhain werden die Stadtverordneten einen neuen Bebauungsplan aufstellen, um dort rechtlich abgesichert sozialen Wohnungsbau umsetzen zu können.  Übersicht: Stadt Dreieich Bild-Zoom
Für das rot umrandete Gebiet in Dreieichenhain werden die Stadtverordneten einen neuen Bebauungsplan aufstellen, um dort rechtlich abgesichert sozialen Wohnungsbau umsetzen zu können. Übersicht: Stadt Dreieich

Dabei ist es ganz spannend, Dreieichenhain aus der Vogelperspektive zu betrachten – das betreffende Gebiet zieht sich wie ein Querriegel von der Bahn über die Hainer Chaussee bis zur Taunusstraße. Darin liegen wie an der Schnur gezogen die Ludwig-Erk-Schule, das BIK-Haus, das Haus-Dietrichsroth, die katholische Kirchengemeinde mit ihrem Gemeindezentrum an der Taunusstraße , die Kita Winkelsmühle und die Winkelsmühle. „Wir wollen diese Gemeinbedarfsnutzung sichern und dort den Weg für die Entstehung von mietpreisgebundenen Wohnungen in Dreieichenhain ebnen“, erklärt Erster Stadtrat Martin Burlon. „Auch westlich und östlich davon, der sogenannte Bebauungsplan 4/79 „Im Dietrichsroth“, ist noch ein kleines Areal vom Wohngebiet mit involviert, für das an zwei Grundstücken die Nachverdichtung auch interessant sein könnte“, betont Burlon.

Aber im Mittelpunkt stehen die Pläne für das alte BIK-Haus: Auf den 2600 Quadratmetern, wo heute noch das alte Jugendzentrum steht, können durch einen neuen Bebauungsplan rund 30 bis 35 neue Wohnungen entstehen. Die Häuser dürfen maximal eine Höhe von zehn Metern haben, wie Ole Pelster, Mitarbeiter des städtischen Bauamts, erklärte. Dieses allgemeine Wohngebiet wäre dann auch auf sozialen Wohnungsbau festgesetzt. Auch die katholische Gemeinde plant nach Auskunft des Ersten Stadtrats eine Neustrukturierung ihres Geländes und kann sich Wohnungsbau auf ihrem Areal vorstellen.

Bürger werden informiert

Diesen neuen Entwurf des Bebauungsplans sollen die Mitglieder des Stadtparlamentes in der nächsten Sitzungsrunde zunächst nur zu einer Offenlage für die Bevölkerung freigeben. Am 24. Januar werden sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Energie damit beschäftigen. Die Bürger dürfen sich aber auch in den Entwicklungsprozess einbringen: Für den 27. Februar ist um 18.30 Uhr eine Bürgerinformationsveranstaltung vorgesehen. Dort werden die Pläne im katholischen Gemeindezentrum St.Marien/St. Laurentius an der Taunusstraße 47 noch einmal konkret vorgestellt. Den Beschluss über die öffentliche Auslegung trifft die Stadtverordnetenversammlung Ende Februar.

Opel-Gelände hat Vorrang

Mit einem schnellen Abriss des BIK Hauses rechnet Martin Burlon nicht. Auch wenn schon im September 2016 die große Abrissparty gefeiert wurde und die Kinder und Jugendlichen im Januar 2017 in ihr neues Gebäude umgezogen sind, kann es noch etwas dauern, bis tatsächlich die Abrissbagger anrollen. „Die Mitarbeiter der Dreieichbau AÖR sind seit dem vergangenen Spätsommer intensiv mit dem alten Opel-Gelände beschäftigt. Das hat derzeit noch oberste Priorität“, stellt Burlon klar. Ein Planungsbüro sei mit Statikern schon in Details vertieft. Der Erste Stadtrat rechnet damit, dass in wenigen Wochen schon konkrete Pläne präsentiert werden können. Aber natürlich müssten die Vorbereitungen für das BIK-Haus ebenfalls pünktlich anlaufen, damit ein noch bevorstehender Abriss die Arbeiten später nicht verzögert.

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