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Kommunale Betriebe: Höhere Gebühren auf dem Wertstoffhof

Vom neuen Jahr an müssen die Langener Bürger für die Entsorgung von Bauschutt oder Sperrmüll mehr Geld bezahlen. Und die Annahme von Gewerbeabfällen ist dort künftig nicht mehr möglich.
Vom neuen Jahr an werden auf dem Wertstoffhof in Langen Gips, Rigips, Bims und Gasbeton nur separat angenommen. Foto: (158989259) Vom neuen Jahr an werden auf dem Wertstoffhof in Langen Gips, Rigips, Bims und Gasbeton nur separat angenommen.
Langen. 

Die Stadtverordnetenversammlung hat eine Änderung der städtischen Abfallsatzung beschlossen: Wer Bauschutt, Restabfälle oder Sperrmüll zum Langener Wertstoffhof bringt, muss vom 1. Januar an höhere Gebühren zahlen. Hintergrund sind drastisch gestiegene Kosten, welche die Kommunalen Betriebe (KBL) ihrerseits für die Weitergabe der Materialien an Fremdfirmen und Recyclinganlagen aufbringen müssen.

Für Restabfälle aus Haushalt und Gewerbe haben sich die Ausgaben mittlerweile verdreifacht. Auch bei Altholz, Bauschutt und bei gefährlichen Abfällen wird es immer teurer. Auswirkungen auf den Wertstoffhof hat auch die seit August bundesweit geltende Novelle der Gewerbeabfallverordnung.

Die KBL profitieren laut Manfred Pusdrowski noch von einer europaweiten Ausschreibung der Abfallentsorgung von Mitte 2016. Zu diesem Zeitpunkt habe es erst moderate Steigerungen gegeben, erklärt der Betriebsleiter. Gleichwohl führe nun an einer Erhöhung kein Weg vorbei, zumal ein Ende der Kostenspirale nicht erkennbar sei. Demnach steigen die Gebühren für „sortenreinen“ Bauschutt von zwei Euro pro 100 Liter auf 4,50 Euro. Gips, Rigips, Bims und Gasbeton werden nur separat angenommen, da Bauschutt sonst auf einer Deponie entsorgt werden muss und nicht recycelt werden kann.

Die Gebühr für Grünabfall geht von einem auf 1,50 Euro pro 100 Liter nach oben. Die ersten 300 Liter bleiben aber nach wie vor kostenfrei. Für die Entsorgung von Restabfall aus Haushalten und Gewerbebetrieben werden fünf statt vier Euro verlangt, für Autoreifen vier statt zwei Euro und für Lkw-Reifen ebenfalls das Doppelte, nämlich 20 statt zehn Euro.

Als neuen Service bieten die KBL auf Wunsch zusätzliche Biotonnen für Gartenabfälle an. Sie haben ein Volumen von 120 Liter und kosten 75 Euro pro Stück und Jahr. Während der Hauptvegetationszeit mit reichlich Rasenschnitt und anderem mehr, das nicht mehr in die übliche Biotonne passt, könnten sich Gartenbesitzer mit einem weiteren Behältnis Fahrten zum Wertstoffhof sparen – so der Hintergrund der geplanten Aktion.

Bei einer weiteren Änderung geht es um höhere Wegegebühren. Sie müssen ab einer Entfernung von zehn Metern für den Hin- und Rücktransport von Tonnen an den Straßenrand bezahlt werden. Weil die Gebühren vor allem bei größeren Strecken wegen des Zeitaufwandes nicht kostendeckend sind, werden sie in einem ersten Schritt zum Jahresbeginn 2018 bei einer 14-tägigen Leerung von 34 auf 40 Euro steigen. Dies gilt für Behälter zwischen 35 und 240 Litern.

Änderungen bringt auch die neue Gewerbeabfallverordnung mit sich. Sie hat zur Folge, dass die Anlieferung von Gewerbeabfällen auf dem Wertstoffhof nicht mehr zulässig ist. Allerdings können Unternehmen nach wie vor Abfälle aus ihrem privaten Bereich bringen. Ihre Gewerbeabfälle (einschließlich Bau- und Abbruchabfälle) müssen sie nach der Verordnung bereits am Entstehungsort trennen.

(red)

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