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Neuer ärztlicher Leiter: Holger Adler sorgt für die Qualität im Rettungsdienst

Holger Adler ist jetzt Chef von 80 Mitarbeitern im Eigenbetrieb des Kreises. Der neue ärztliche Leiter des Rettungsdienstes ist für die Qualitätssicherung verantwortlich. Er schult zudem sein Team.
Holger Adler hat Mitte Juni die ärztliche Leitung des Rettungsdienstes im Kreis Offenbach übernommen. Holger Adler hat Mitte Juni die ärztliche Leitung des Rettungsdienstes im Kreis Offenbach übernommen.
Kreis Offenbach. 

Bis vor Kurzem arbeitete Holger Adler noch als Anästhesist im Klinikum in Hanau. Jetzt tritt er die Nachfolge von Frank Naujoks an, der nach 14 Jahren im Eigenbetrieb des Kreises Offenbach nach Frankfurt gewechselt ist. Holger Adler ist der neue ärztliche Leiter des Rettungsdienstes des Kreises. Damit wird der 48 Jahre alte Mediziner Chef von 80 Mitarbeitern im Eigenbetrieb und ist für die Qualitätssicherung der jährlich 7000 Notarzt- und 40 000 Rettungsdiensteinsätze verantwortlich.

Auch wenn Holger Adler in Hanau als Oberarzt für die Narkosen, die Intensivmedizin und für die Ausbildung junger Kollegen verantwortlich war, ist ihm der Rettungsdienst keinesfalls fremd. Schon 1990 war er als Zivildienstleistender im Rettungswagen unterwegs und ist auch nach seiner Facharztausbildung in den Dr.Horst-Schmitt-Kliniken in Wiesbaden und im Markus Krankenhaus in Frankfurt immer aktiv als Notarzt unterwegs gewesen.

Neuen Weg einschlagen

Seine Motivation in den Kreis zu wechseln, erklärt Adler sehr ehrlich: „Die Belastung in den Kliniken ist riesig. 24-Stunden-Dienste, und der immer höher werdende finanzielle Druck in den Krankenhäusern.“ Die Zahl der Krankenhausbetten werde immer geringer und die medizinische Behandlung immer komplexer. „Da habe ich mich entschieden, einen neuen Weg einzuschlagen“, so der Internist. Er freue sich auf die neue Herausforderung, der Kreis Offenbach sei sehr gut aufgestellt und er sei auf ein hochmotiviertes Team getroffen.

Der neue ärztliche Leiter wird für die Qualität im Rettungsdienst sorgen, Mitarbeiter schulen, Einsatzpläne für Großveranstaltungen entwickeln und auch im großen Feld der Ausbildung aktiv sein.

Der Rettungsdienst steht auch vor großen Herausforderungen. Die deutliche Verschlankung des notärztlichen Bereitschaftsdienstes und die weniger werden Notfallbetten in den Krankenhäusern bergen Probleme. „Wir haben viele Anrufe auf der 112, die eigentlich keine echten Notfälle sind“, sagt auch Ralf Ackermann, Leiter des Gefahrenabwehrzentrums in Dietzenbach.

Kein freies Bett

Gut 60 000 bis 70 000 Anrufe wären bei der Behördennummer 116 oder 117 richtig – werden aber auch bedient und weitergeleitet. Der große Druck auf die Krankenhausbetten habe zur Folge, dass die Rettungswagen aus dem Kreis auch manchmal ausweichen müssen.

„Während der Grippe- und Norovirus-Welle gab es Einzelfälle, die bis nach Würzburg ins Krankenhaus ausweichen mussten, weil es kein freies Bett in unserer Gegend gab. Da ist das Auto und auch die Besatzung den ganzen Tag unterwegs. Das geht natürlich nicht. Das ist aber ein politisches Problem, das wir lösen müssen“, erklärte Landrat Oliver Quilling und betonte, dass es auch schon Gespräche auf Landesebene gebe.

(njo)

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