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Wohnen in Kelsterbach: Im Quartier verändert sich eine Menge

Von Die Umgestaltung und Aufwertung des ehemaligen Quartiers „An der Niederhölle“ geht weiter. Die Nassauische Heimstätte will dort drei alte Gebäude abreißen und durch vier neue ersetzen. Der Wohnungsbestand soll sich dadurch verdreifachen. Auch eine neue Kita ist geplant.
Auch der Außenbereich des Quartiers „Auf der Mainhöhe“ soll eine umfangreiche Aufwertung erfahren. Solche Holzverschläge wird es dort künftig nicht mehr geben. Das Wohnhaus zählt allerdings nicht zu jenen, die abgerissen werden. Foto: Leo F. Postl Auch der Außenbereich des Quartiers „Auf der Mainhöhe“ soll eine umfangreiche Aufwertung erfahren. Solche Holzverschläge wird es dort künftig nicht mehr geben. Das Wohnhaus zählt allerdings nicht zu jenen, die abgerissen werden.
Kelsterbach. 

Mit der Aufnahme des ehemaligen Quartiers „An der Niederhölle“ in das Programm „Soziale Stadt“ wurden die Rahmenbedingungen für eine Verbesserung der dortigen Wohn- und Lebensqualität geschaffen. So sollen nicht nur bestehende Gebäude saniert, sondern auch das Umfeld umgestaltet werden. Das inzwischen in „Auf der Mainhöhe“ umbenannte Wohnquartier soll etwa einen direkten Zugang zum Main erhalten (wir berichteten).

Jetzt wurde den Mitgliedern des städtischen Ausschusses für Bauen, Planung und Umweltschutz noch eine Verbesserung für die dort lebenden Bewohner vorgestellt: Die Nassauische Heimstätte (NH) will nicht mehr sanierungsfähige Häuser abreißen und dafür vier neue Gebäude mit insgesamt 240 Wohnungen erstellen. Dazu soll eine Kindertagesstätte gebaut werden. Ulrich Albersmeyer, Leiter des zuständigen Regionalcenters der NH, und Peter Klarmann von der NH ProjektStadt präsentierten den Ausschussmitgliedern die Pläne.

Grundstück verkaufen

Kelsterbach wächst und hat die Marke von 17 000 Einwohnern nahezu erreicht. Der Wohnraumbedarf, insbesondere für einkommensschwächere Familien und Single-Haushalte, ist in der Region groß. Wie Albersmeyer und Klarmann erklärten, will die Nassauische Heimstätte mit ihrem Wohnungsbauprojekt „Auf der Mainhöhe“ genau hier nun ansetzen. Jedoch ist für die Stadt Kelsterbach, die dadurch eine Entlastung bei der Wohnungssituation erfahren wird, die Veräußerung des Geländes an die NH verbunden.

Konkret plant die Unternehmensgruppe, in der Rüsselsheimer Straße anstelle der 86 Bestandswohnungen 240 zum Teil geförderte Mietwohnungen und eine Kita zu bauen. Baubeginn soll 2019/2020 sein. Die Gesamtkosten sind mit 67 Millionen Euro veranschlagt. Die Grundstücke, auf denen das Neubauprojekt realisiert werden soll, haben eine Gesamtgröße von rund 15 400 Quadratmetern. Das südlich an die Rüsselsheimer Straße angrenzende Areal soll als Wohn- und Gewerbequartier neu erschlossen werden.

Barrierefrei und modern

Die NH ist derzeit Erbpachtnehmer, die Stadt Kelsterbach Erbpachtgeber. Das Erbbaurecht soll aufgehoben und die Grundstücke von der Unternehmensgruppe auf Basis eines von der Stadt beauftragten Wertgutachtens erworben werden. Hierzu gab es im Ausschuss vonseiten der Wählerinitiative Kelsterbach kritische Stimmen. So fragte Christian Hufgard, weshalb das Areal nicht zum reellen Zeitwert, sondern nur gemäß Bodenrichtwert veräußert werde. Tanja Mohr (Linke) sah die Wohnsituation für „normale“ Arbeitnehmer nicht genügend berücksichtigt.

Wie Albersmeyer und Klarmann weiter ausführten, besitzen die 86 Bestandswohnungen eine Gesamtfläche von rund 4400 Quadratmetern, jedoch mit nicht mehr zeitgemäßer Infrastruktur. Derzeit seien 81 von ihnen noch bewohnt. An ihrer Stelle sollen 240 Wohnungen mit einer Gesamtfläche von etwa 18 900 Quadratmetern entstehen. „Wir wollen mit den Neubauten die Anzahl der Wohnungen an dieser Stelle verdreifachen und die Wohnfläche sogar mehr als vervierfachen“, erklärte Ulrich Albersmeyer.

Geplant seien barrierefreie Wohnungen, die über moderne und familienfreundliche Grundrisse sowie höchste Energieeffizienz verfügten. Spielplätze für Kleinkinder sowie freundlich gestaltete Innenhöfe und Grünflächen sollen zur Aufenthaltsqualität beitragen. Hinzu kämen eine Kita mit einer Größe von 680 Quadratmetern sowie etwa 300 Tiefgaragen- und 20 Außenstellplätze. Ambitioniert scheint der Preis von 6,70 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter für eine geförderte Wohnung und 10,50 Euro für eine frei finanzierte Wohnung.

Für die jetzigen Mieter, die derzeit noch in der Rüsselsheimer Straße 163-203 leben, will die NH ein umfangreiches Betreuungspaket schnüren. „Uns ist bewusst, dass wir den Menschen im Quartier viel abverlangen“, sagte Albersmeyer. Konkret bedeute dies, dass die NH bei der Suche nach einer neuen Wohnung und bei der Umzugsplanung ihre Unterstützung anbiete. „Unsere Mieter haben wir schriftlich über unsere Planungen informiert“, so Albersmeyer. Zudem werde am heutigen Donnerstag von 15 bis 18 Uhr im Bürgertreff eine Sprechstunde angeboten.

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