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Schlichten statt richten: Ingolf Engler als Schiedsperson für weitere fünf Jahre gewählt

„Schlichten statt richten“ – so kann die Aufgabe einer Schiedsperson knapp beschrieben werden. Ingolf Engler aus Dreieich wurde für weitere fünf Jahre als Schiedsperson wiedergewählt.
IngolfEngler IngolfEngler
Dreieich. 

Ingolf Engler ist seit 2013 die Schiedsperson für den Schiedsbezirk Dreieich II (Dreieichenhain, Götzenhain und Offenthal). Er lebt seit 1987 wieder in Offenthal und war über viele Jahre kaufmännischer Angestellter bei der Firma Siemens. Inzwischen befindet er sich im Ruhestand. „Ingolf Engler führt das Amt zu unserer vollsten Zufriedenheit aus. Deshalb hat die Stadtverordnetenversammlung ihn für weitere fünf Jahre als Schiedsmann wiedergewählt“, so Bürgermeister Dieter Zimmer. Es ist die zweite Amtszeit von Ingolf Engler, der sein Amt mit viel Engagement wahrnimmt und inzwischen auch vom Amtsgerichtsdirektor in seinem Amt bestätigt wurde.

Die Aufgaben des Schiedsamtes nehmen Schiedsfrauen und Schiedsmänner (Schiedspersonen) wahr. Sie werden von der Gemeindevertretung auf die Dauer von fünf Jahren gewählt und nach der Wahl von der Leitung des Amtsgerichts bestätigt. Das Schiedsamt führt Schlichtungsverhandlungen nach dem Hessischen Schiedsamtsgesetz und dem Hessischen Gesetz über die außergerichtliche Streitschlichtung in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten durch und ist ferner in Strafsachen die zuständige Vergleichsbehörde. Für jede Gemeinde sind ein Schiedsamt oder mehrere Schiedsämter eingerichtet. In Dreieich sind es zwei Schiedsbezirke. Den Schiedsbezirk Dreieich I (Sprendlingen und Buchschlag) leitet der Schiedsmann Dr. Peter Agel.

Privatklage

Die Schiedsperson kann in den meisten bürgerlich-rechtlichen Streitigkeiten zur außergerichtlichen Schlichtung eingeschaltet werden. So drehen sich viele Schiedsverhandlungen um Grenzstreitigkeiten zwischen Nachbarn, berichtet Engler aus seiner bisherigen Praxis. Bei bestimmten Nachbarschaftsstreitigkeiten und Streitigkeiten wegen Ehrverletzungen ist ein Schlichtungsversuch vor einer Schiedsperson oder einer anerkannten Gütestelle sogar Voraussetzung für die spätere Zivilklage.

Auch bei vielen kleinen Strafsachen muss der „Verletzte“ erst einmal zum Schiedsamt, ehe Privatklage vor dem Strafgericht erhoben werden darf. Diese Schlichtungsverhandlungen finden oft schon nach wenigen Tagen statt. Über die Hälfte der Fälle werden dabei durch eine rechtsverbindliche Schlichtung beigelegt, so dass die Gerichte nicht mehr bemüht werden müssen. Hierzu gehören Strafdelikte wie Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Bedrohung und Verletzung des Briefgeheimnisses. Hinzu kommen Schlichtungen im Täter-Opfer-Ausgleich, der von der Staatsanwaltschaft bestimmt wird.

Formloser Antrag

Das Verfahren beim Schiedsamt ist unbürokratisch. Es wird eingeleitet durch einen formlosen schriftlichen Antrag. Vor der Schiedsperson wird ausschließlich mündlich verhandelt. Ziel ist es, gemeinsam eine einvernehmliche Lösung zu finden. Ist man sich einig, wird ein Vergleich geschlossen, den beide Parteien und die Schiedsperson unterschreiben.

Ingolf Engler ist per E-Mail an engler.ingolf@t-online.de oder telefonisch unter der Rufnummer 01 51-41 84 07 05 erreichbar, Peter Agel unter peter.agel@t-online.de oder telefonisch über (0 61 03) 6 49 27. Sprechstunden werden von beiden nach Bedarf vereinbart.

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