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Landgericht Darmstadt: Junge (2) zu Tode geschüttelt: Prozess gegen Freund der Mutter beginnt

Das Grab des Jungen aus Mörfelden, der aus noch nicht geklärter Ursache ums Leben kam. Das Grab des Jungen aus Mörfelden, der aus noch nicht geklärter Ursache ums Leben kam.
Mörfelden-Walldorf. 

Im Fall des zweijährigen Jungen aus Mörfelden-Walldorf, der am 3. November 2015 auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen war, hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt inzwischen Anklage gegen den Lebensgefährten der Mutter des Jungen erhoben (wir berichteten). Wie das Darmstädter Landgericht nun erklärt, muss sich der 33-Jährige von Freitag, 23. Februar, an vor der dortigen 11. Großen Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Volker Wagner verantworten. Der Tatvorwurf lautet Körperverletzung mit Todesfolge.

Der mysteriöse Todesfall in der Doppelstadt hatte die Ermittler fast zwei Jahre lang in Atem gehalten, lange Zeit war nicht klar, wie der Junge starb. Die Untersuchungen gingen auch in Richtung Kindesmisshandlung. Im Oktober erzielten die Ermittler schließlich einen Durchbruch. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass der Zweijährige so heftig geschüttelt wurde, dass er drei Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. „Der Junge ist an einer Gehirnverletzung gestorben, die aus rechtsmedizinischer Sicht durch das Schütteln des Kindes verursacht worden ist“, erklärte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann, Sprecher der Darmstädter Staatsanwaltschaft, damals gegenüber dieser Zeitung.

Diese Tat wird nun dem 33-jährigen Lebensgefährten der Mutter vorgeworfen. Diese soll sich zum Tatzeitpunkt im Keller aufgehalten haben. Gegen sie wurde vorerst keine Anklage erhoben. Sollte das Gericht den 33-Jährigen für schuldig befinden, muss er mit einer Freiheitstrafe vom mindestens drei Jahren rechnen.

(fay)

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