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Neue Dauerausstellung des Heimat- und Geschichtsvereins: Kinder reisen in die Vergangenheit

Eine Gruppe des Kindergartens „Winkelsmühle“ machte den ersten Testlauf für eine Kinderführung im Dreieich-Museum. Und das auch erfolgreich: Die Kleinen hatten ihren Spaß und lernten auch eine Menge über das Leben von Rittern und Burgfräuleins in der Vergangenheit.
16 kleine Testläufer vom Kindergarten Winkelsmühle machten bei der Führung zur Dauerausstellung im Dreieich-Museum mit. 16 kleine Testläufer vom Kindergarten Winkelsmühle machten bei der Führung zur Dauerausstellung im Dreieich-Museum mit.
Dreieich. 

Warum ist die Burg kaputt? Wer hat hier gewohnt? Warum war der Wald früher so wichtig? Fragen über Fragen, bei denen die holden Burgfräulein und ehrenwerten Ritter selten eine Antwort schuldig bleiben – und das, obwohl sie gerade mal vier und fünf Jahre alt sind.

Seit Ende Mai gibt es im Dreieich-Museum des Geschichts- und Heimatvereins die neue Dauerausstellung zur Stadtgeschichte. Dazu hat sich das Team eine Kinderführung ausgedacht und am Freitag ihren ersten Testlauf mit einer Gruppe des Kindergartens „Winkelsmühle“ gemacht. Während Anna-Mala Kolaß vom mittelalterlichen Leben in der Burg Hayn, der Jagd und dem Wildbann erzählt, drücken die Kleinen ihre Nasen an den Schaukästen platt – raus geht es später, denn erst kommt die Theorie, dann Praxis.

Der vierjährige Waheeb darf sich  wie ein echter Ritter fühlen. Bild-Zoom
Der vierjährige Waheeb darf sich wie ein echter Ritter fühlen.

Aber auch im ersten Stock des Museums gibt es etwas zum Anfassen und sogar Anziehen. Überraschenderweise sind die Kinder etwas scheu und zurückhaltend, als sie ein echtes Kettenhemd anprobieren dürfen. Nur der vierjährige Waheeb wagt sich vor und sieht dann wie ein stolzer Ritter aus. Auf die Frage, ob die rund acht Kilogramm schwere Montur aus Hemd, Haube, Holzschild und Kunststoffaxt zu schwer sei, grinst er – ganz der wackere Ritter: „Nein.“

Der Schweif war ab

Das große, weiße Pferd in der Ecke gehört dann eigentlich nicht zur Führung, zieht die Kinder jedoch magisch an und wird natürlich sofort – erlaubterweise – erklommen. Plötzlich schreit es entsetzt aus dem Pulk: „Der Schwanz ist abgefallen!“ Die Aufregung ist groß, aber von kurzer Dauer. Schnell wird Schweif wieder angebracht und das Aufbruchssignal gegeben. Die 16-köpfige Gruppe begibt sich nach draußen, um nun auch praktisch durch das am Anfang gesehene Modell der Burg zu gehen.

Bei der Expedition durch die Ruine können die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen und raten, wo sich damals welches Zimmer befunden hat. Sofort springen sie von dem Steinpodest, als sie hören, dass es früher ein Herd war oder rufen entsetzt „Ihh!“, als sie erfahren, wie die Menschen damals ihre Notdurft verrichtet haben.

Die Kosten: 80 Euro

Eigentlich ist die Führung für Kindergarten- und Grundschulkinder von fünf bis neun Jahren, da ist es kein Wunder, dass gegen Ende der eineinhalb Stunden die Konzentration sichtlich nachlässt. Aber „irgendetwas bleibt immer hängen“, weiß Museumsleitung Corinna Molitor aus Erfahrung. 80 Euro kostet die Führung, an der maximal 20 Kinder gleichzeitig teilnehmen können. Und wie sieht die Abschlussbilanz nun aus? Im Falle von Tom durchaus unerwartet: „Das Modell hat mir am besten gefallen“, sagt der Vierjährige selbst nach dem Ausflug in die Ruine überzeugt.

(nab )
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