E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 25°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Bürgermeisterwahl: Kirchplatz ist sein Lieblingsort

Von Der amtierende Bürgermeister Jürgen Sieling will es noch einmal wissen und Rathauschef werden. Er möchte die „Dorfsanierung“ und bezahlbaren Wohnraum vorantreiben.
Der Kirchplatz ist der Lieblingsplatz von Jürgen Sieling. Der Platz ist eingerahmt von Arresthaus und Kirche. Bilder > Der Kirchplatz ist der Lieblingsplatz von Jürgen Sieling. Der Platz ist eingerahmt von Arresthaus und Kirche.
Egelsbach. 

Der Klammernschnitzerbrunnen, das alte Arresthaus und die schöne evangelische Kirche: Jürgen Sieling geht das Herz auf, wenn er den Kirchplatz sieht. Der amtierende Bürgermeister und auch neuer SPD-Kandidat für die Wahl um den Rathaus-Chefsessel am 18. Februar muss nicht lange überlegen, wo sein Lieblingsplatz in der Gemeinde ist. „Ich finde den Platz schön, aber vor allem mag ich, dass es so ein Treffpunkt für den Ort ist. Wer hier sitzt, bekommt alles mit. Hier kommen die Egelsbacher vorbei und miteinander ins Gespräch, wenn ich hier samstags auf dem Markt bin, bekomme ich alles mit.“

Der Kirchplatz ist sein Lieblingsort

Jürgen Sieling fällt es auch nicht schwer, den Ort in Egelsbach zu benennen, den er am wenigsten mag und wo es dringlichst etwas zu tun gilt. Er dreht sich nur um und deutet auf den Vorplatz des Neubaus an der Ernst-Ludwig-Straße. „Hier schaffen wir es seit zehn Jahren nicht, eine gute Lösung zu finden“, deutet er auf den geschotterten Platz mit der Bank in der Ecke, wo sich an diesem Tag Chips- und Süßigkeitentüten sammeln. „Hier tobt ja das öffentliche Leben von Egelsbach, das ist unsere Innenstadt und dieser Platz sieht so aus. Da müssen wir uns wirklich ein bisschen schämen“, meint der 50-Jährige.

Aber er hat auch schon eine Lösung parat: Nach Jahren der Diskussion um die Straßenbeitragssatzung ist die Entscheidung zugunsten wiederkehrender Straßenbeiträge gefallen. „Das spielt in die Frage der Finanzierung einer Umgestaltung schon mit rein. Jetzt können wir die Planung angehen. Da gehört ja noch so viel mehr dazu, wir müssen die ganze Ortsmitte attraktiver gestalten“, erläutert er. Sieling träumt von einem einheitlichen Konzept über die ganze Kreuzung Ernst-Ludwig-Straße/Kirchstraße inklusive der Neustrukturierung der Parkplätze auf der gegenüberliegenden Seite.

Überhaupt hat Sieling viel vor. Und das ist auch der Grund, warum er wieder als Bürgermeisterkandidat angetreten ist: „Sich in diese Aufgabe einzuarbeiten hat Zeit gekostet.

Die vergangenen zwei, drei Jahre habe ich den Durchblick gewonnen und mit diesem Know-how kann ich jetzt die Aufgaben, die noch auf uns warten, sehr gut umsetzen.“ Er sei dabei nicht das politische „Alphatierchen“, das mit Polemik und Sarkasmus agiert – wenn es das bräuchte, würde er den Job auch keine zweite Legislaturperiode machen wollen. Aber es mache derzeit viel Spaß, erstmals seit zwölf Jahren konnte Egelsbach 2017 einen Ergebnishaushalt positiv abschließen und die Schulden werden Stück für Stück abgebaut.

„Die Keimzelle für eine gute Kommunalpolitik sind solide Finanzen“, ist Sieling überzeugt. Neben der „Dorfsanierung“, wie er die Umgestaltung des Schotterplatzes an der Ernst-Ludwig-Straße und Umgebung nennt, sei auch die strategische Sanierung der kommunalen Gebäude eine drängende Aufgabe.

Aufgrund der finanziellen Lage der Gemeinde sei im vergangenen Jahrzehnt viel aufgelaufen, ein Sanierungsstau, den es jetzt zu beheben gelte. Der nächste Punkt ist die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft für Egelsbach. „Ich war jahrelang kein Befürworter, aber jetzt ist es eine Chance für uns. Der Bedarf nach bezahlbaren Wohnungen ist da und es ist wichtig, dass wir als Gemeinde selbst den Handlungsspielraum haben, wenn Bürger in Not geraten und drohen auf der Straße zu sitzen. Das ist auch unsere Aufgabe, da müssen wir helfen“, so Sieling.

Dem Bürgermeisterwahlkampf-finale sieht Sieling entspannt entgegen: „Ich mache das, was ich kann, spreche sehr gerne mit den Bürgern und habe den Vorteil, dass ich ja sowieso in der Gemeinde unterwegs bin“, kündigt er an.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen