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Tag des Waldes: Koberstädter Wald lädt zum verweilen ein

Ob bei Joggern, Radfahrern oder Gassigängern: Der Koberstädter Wald zwischen Dreieich und Langen ist sehr beliebt. FNP-Reporterin Nicole Jost unternahm zum internationalen Tag des Waldes einen Ausflug in den Forst.
Durch den Koberstädter Wald geht es in alle Richtungen – vielleicht ist er auch deswegen so beliebt, weil er so viele Möglichkeiten  eröffnet. Durch den Koberstädter Wald geht es in alle Richtungen – vielleicht ist er auch deswegen so beliebt, weil er so viele Möglichkeiten eröffnet.
Dreieich. 

Vor mehr als 40 Jahren wurde der „Tag des Waldes“ zum ersten Mal ausgerufen, seit 2012 gibt es einen regelmäßigen, eigenen Feiertag für die Bäume: Seitdem ist der 21. März offiziell der internationale Tag der Wälder. Wir haben im Kreis Offenbach auch tatsächlich allen Grund zum Feiern. Denn von Langen über Rödermark bis Seligenstadt und Mühlheim gibt es mehr als 16 Hektar Wald – die grüne Lunge der Region und ein perfektes Naherholungsgebiet für die Menschen. Elf Revierförstereien, geleitet vom Forstamt in Langen, kümmern sich um die Pflege und den Erhalt des Waldes.

Auf dieser Lichtung am Rande des Waldes in Richtung Offenthal sind in den Morgenstunden oft  viele Rehe zu beobachten. Bild-Zoom
Auf dieser Lichtung am Rande des Waldes in Richtung Offenthal sind in den Morgenstunden oft viele Rehe zu beobachten.

Mein persönlicher Favorit ist der Koberstädter Wald – und zwar aus Richtung Offenthal kommend. Ich gehe dort regelmäßig mit dem Hund spazieren. Für die „schnelle Runde“ geht es meist nur in Richtung Götzenhain am Waldrand entlang in die Rohrwiesen. Dort ist auf den Feldwegen aber reichlich Verkehr von Radlern, anderen Hundebesitzern, Joggern und Spaziergängern. Deswegen ziehe ich den Wald in Richtung Langen vor, wenn ich ein bisschen mehr Zeit habe.

Von der neuen Umgehungsstraße kommend, führt ein langer Feldweg direkt in den Wald. Kaum dort angekommen, fällt alle Unruhe und jeglicher Stress von Hund und Frauchen ab. Das schöne ist, gerade am Beginn des Waldes, dass die Bäume nicht ganz so dicht sind, der Himmel durchschimmert und es nie sonderlich dunkel darin wird. Am schönsten finde ich die Birken, die mit ihrer weißen Rinde zwischen den anderen Bäumen heraus leuchten.

Wenn ich richtig früh unterwegs bin, können wir sogar die Rehe auf den Wiesenlichtungen beobachten. Dann muss der Hund leider an der Leine bleiben, sonst muss ich den verrückten Terrier suchen, sobald die Rehe sich in Bewegung setzen. Zur Erinnerung: Vom 1. April an gilt die Schonzeit für Waldtiere, dann gehören Hunde durchweg an die Leine. Bis zum 15. Juli gilt es, den tierischen Nachwuchs im Wald zu schützen.

Zwitschern der Vögel

Jetzt zu dieser Jahreszeit ist es gerade morgens richtiggehend laut mit all dem Vogelgezwitscher inmitten der Bäume. Abgesehen von den Vögeln herrscht aber absolute Ruhe. Nur sehr selten begegne ich dort Menschen. Der Hund trabt zufrieden vor mir her und wir genießen die gute Luft. Gestern kamen mir Astrid Schneider und Sofia Seremetidu entgegen. Die beiden Offenthalerinnen kommen jeden Tag dort in den Wald. „Wir sind von hier bis zum Egelsbacher Lauftreff gelaufen, am weißen Turm vorbeigekommen und haben insgesamt eine 13-Kilometer-Runde gedreht“, erklärt mir Astrid Schneider. „Wir lieben die Ruhe, sehen oft Rehe und ich freue mich auch immer sehr, wenn ich den Kuckuck höre. Die Natur so zu erleben, ist einfach wunderschön“, schwärmt Sofia Seremetidu.

Forstamtsleiter Christian Münch weiß, dass ich Glück habe mit der Ruhe in diesem Teil des Koberstädter Waldes. „Denn das ist einer der hochfrequentierten Wälder“, erklärt er mir. Aber die meisten Leute gehen vom Parkplatz an der Radarstation zwischen Offenthal und Langen los, noch mehr sind ab dem Oberen Steinberg in Langen und nahe der Autobahnbrücke unterwegs, wo in Egelsbach der Lauftreff startet. „Wenn Sie sich dort mit einer Strichliste hinstellen würden, könnten sie am frühen Nachmittag sicherlich minütlich einen Strich machen“, schildert der Leiter des Langener Forstamtes.

Gut für Geist und Körper

Ähnlich viel los ist von Neuhof kommend in Richtung Neu-Isenburg oder von dort Richtung Luderbachaue. Dort ließen sich auch viele Bodendenkmäler entdecken, wie beispielsweise Hügelgräber, so Münch. Die Wälder im Kreis Offenbach würden insgesamt sehr rege genutzt, ob zum Radfahren, Joggen, Spazierengehen oder – wie in meinem Falle – zum Gassigehen mit dem Hund.

Dass dies gut tut, ist sogar bewiesen: Ein Aufenthalt im Wald hat positive Auswirkungen auf Körper und Geist. Das belegen zahlreiche Studien. Die Bewegung und das Atmen der frischen Luft bewirken eine Senkung von Puls und Blutdruck, Verspannungen der Muskulatur werden gelöst. Der Blick in die grüne Natur wirkt sogar verlangsamend auf die Hirnstromschwingungen und verursacht eine Steigerung des Stimmungshormonspiegels. Ein Ausflug in den Wald lohnt sich also immer – nicht nur heute am internationalen Tag der Wälder.

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