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Defekter Heizofen: Kohlenmonoxid in Wohnung: Bewohner kommen in Klinik

Kohlenmonoxid ist geruchslos und unsichtbar. Gerade deshalb ist das Gas so gefährlich. Ein defekter Heizofen löste vermutlich einen Einsatz in Langen aus.
Feuerwehr und Rettungdienst wurden gestern zu einer Kohlenmonoxid-Einsatz in die Wilhelmstraße alarmiert. Feuerwehr und Rettungdienst wurden gestern zu einer Kohlenmonoxid-Einsatz in die Wilhelmstraße alarmiert.
Langen. 

Erst vor Kurzem starb eine vierköpfige Familie in Esslingen an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung. Gestern löste das gefährliche Gas einen Einsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr in Langen aus. Der Rettungsdienst war gestern Morgen zu einer Wohnung in der Wilhelmstraße alarmiert worden, weil dort eine Person kollabiert war. Kaum betrat der Rettungsdienst die Wohnung, löste das Kohlenmonoxid-Warngerät, das der Rettungdienst mit sich führt, einen Alarm aus.

Unverzüglich brachte die Rettungswagenbesatzung zwei bereits gehunfähige und einen mobilen Bewohner aus der Wohnung in den sicheren Treppenraum. Unmittelbar im Anschluss veranlasste der Rettungsdienst die Alarmierung der Feuerwehr und weiterer Rettungskräfte.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr, welche nur vier Minuten nach der Alarmierung eintrafen, überprüften unverzüglich die gesamte Wohnung mit Messsystemen, stellten die Heizöfen ab und unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung der Patienten. Neben dem initialen Rettungswagen wurden drei weitere Rettungswagen und zwei Notärzte sowie der Betreuungsbus des Kreises Offenbach an der Einsatzstelle tätig. Aufgrund der gemessenen Kohlenmonoxid-Belastungen mussten zwei Bewohner zügig in eine Klinik mit Sauerstoff-Druckkammer transportiert werden, um eine adäquate Behandlung durchführen zu können. Ein dritter Patient aus der Wohnung wurde für weitere Untersuchungen ebenfalls in eine Klinik transportiert.

Da Kohlenmonoxid geruchs- und geschmacklos, unsichtbar sowie diffusionsfähig ist, wurden alle übrigen Wohnungen und Bereiche in dem Gebäude von der Feuerwehr mit Messsystemen überprüft. Zuvor waren alle anwesenden Bewohner aus dem Objekt evakuiert, über die Lage informiert und vom Rettungsdienst untersucht worden, um etwaige Kohlenmonoxid-Belastungen auszuschließen. Ein unmittelbar verständigter Schornsteinfeger und Mitarbeiter der Stadtwerke Langen überprüften im Anschluss die betroffenen Wohnung. Als Ursache wird ein Defekt eines Heizofens vermutet. Die Bewohner der nicht betroffenen Wohnungen konnten diese im Anschluss wieder betreten.

23 Personen waren von der Belastung betroffen, drei wurden in Kliniken transportiert. Neben dem Rettungsdienst, der Polizei und der Stadtwerke Langen waren rund 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr knapp zwei Stunden im Einsatz.

(red)

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