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Stadtverordnete bringen Prüfungsantrag auf den Weg: Kommt Parkleitsystem nun doch?

Bekommt Neu-Isenburg schon bald ein dynamisches Parkleitsystem? Die Stadtverordneten haben den Magistrat damit beauftragt, das Thema auf seine Kosten und Umsetzung zu prüfen.
Bisher weisen recht unauffällige Schilder auf die Parkplätze in Neu-Isenburg hin. Ein dynamisches Parkleitsystem zeigt jedoch die freien Parkplätze und erleichtert die Suche nach ihnen. Bisher weisen recht unauffällige Schilder auf die Parkplätze in Neu-Isenburg hin. Ein dynamisches Parkleitsystem zeigt jedoch die freien Parkplätze und erleichtert die Suche nach ihnen.
Neu-Isenburg. 

Wer in Neu-Isenburg einen Parkplatz sucht, muss sich nicht selten auf sein Glück verlassen. Denn kaum ist man im Parkhaus seiner Wahl angekommen, ist es vielleicht voll, oder es hat sich eine lange Schlange davor gebildet. Nun geht die Suche nach einem anderen Parkplatz wieder los – und suchend kurvt man durch die Straßen.

Dieses Szenario lässt sich vermeiden, wenn die Idee von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und FWG umgesetzt wird. Sie haben gegen die Stimmen von SPD und Linke in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung einen Antrag für ein dynamisches Parkleitsystem beschlossen. Es handelt sich dabei um einen Prüfungsantrag, durch den unter anderem die Kosten für ein dynamisches Parkleitsystem ermittelt werden sollen und ob sich das Neu-Isenburg-Zentrum finanziell daran beteiligt.

Umweltbelastung senken

Dynamisch bedeutet, dass das Parkleitsystem immer anzeigt, wie viele Parkplätze im jeweiligen Parkhaus gerade frei sind. So könnte gezielt der Verkehr gesteuert werden. „Warum brauchen wir ein Parkleitsystem? Wir haben schon jetzt ein hohes Verkehrsaufkommen und es wird weiter steigen. Außerdem haben wir bei Großveranstaltungen wie den Open Doors viele ortsunkundige Besucher, die teilweise lange nach einem Parkplatz suchen“, begründet Jörg Müller, stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament, den Antrag. Laut diesem macht die Parkplatzsuche einen hohen Anteil des Verkehrsaufkommens aus – in manchen Städten bis zu 40 Prozent. Dem müsse man Rechenschaft tragen.

Ein dynamisches Parkleitsystem hätte nach Auffassung der Antragsteller viele Vorteile: Verkehr und Umweltbelastung würden sinken, die Auslastung und Wirtschaftlichkeit der Parkplätze und Parkhäuser steigen. „Ein statisches Parkleitsystem wie in Dreieich ist uns aber zu wenig“, sagt Müller.

SPD mit Spitze gegen FDP

Die SPD-Fraktion zeigte sich überrascht über den Antrag, denn er ist kein neuer. Bereits vor drei Jahren brachte die FDP einen solchen Antrag ein – das Ergebnis ist bekannt: Die Stadt hat auf die Installation eines dynamischen Parkleitsystems verzichtet. „Ich musste ein bisschen schmunzeln, weil dieses Thema für die FDP wohl zu einer Art Fetisch wird“, kann sich SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Beck die Spitze nicht verkneifen.

Die SPD wunderte sich im Vorfeld über den Antrag, denn die Mehrzahl der Antworten liegen bereits vor. Demnach kostet die Anschaffung eines dynamischen Parkleitsystems laut SPD rund 400 000 Euro und verursache jährliche Kosten von 15 000 Euro. „Wir können das gern noch einmal prüfen, werden aber das gleiche Ergebnis erhalten“, ist sich Beck sicher.

Er bezeichnete die Kosten als völlig unangemessen. „Es kann nicht sein, dass wir in vielen Bereichen sparen, und dafür dann so viel Geld ausgeben. Die aktuelle Beschilderung reicht völlig“, erklärt Beck. Für die Kosten haben sich die Antragssteller etwas überlegt. „Wenn wir eine Förderung und eine Beteiligung des Neu-Isenburg Zentrums bekommen, rechne ich mit nicht sehr hohen Kosten“, bekräftigte Müller.

Die AfD begrüßte ebenfalls den Antrag und schloss sich diesem an. „Es ist eine gute Idee. Die lange Suche nach einem Parkplatz würde wegfallen“, ist AfD-Fraktionschef Bernd Vohl überzeugt. Er wundere sich nur, warum ein solch sinnvolles Projekt so lange in der Versenkung verschwunden ist. „Ist es vielleicht ein Vorbote für den Hessentag? Es wäre nicht der schlechteste“, mutmaßt er.

Dieses Gerücht wies FDP-Fraktionschef Thilo Seipel gleich zurück: „Der Antrag ist kein Anzeichen für eine Bewerbung um den Hessentag. Hessentag ist Hessentag und Parkleitsystem ist Parkleitsystem.“

Die Welt habe sich seit dem letzten Antrag im Jahr 2014 weiter gedreht. „Ein dynamisches Parkleitsystem hätte einen Mehrwert. Das ist kein Kappes, kein Mist, sondern eine sinnvolle Sache. Das sah die Mehrheit der Stadtverordneten auch so und beschloss den Antrag.

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