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Positive Aussagen: Konjunktur: Zeichen stehen auf Wachstum

Von In der IHK-Umfrage unter ihren Mitgliedern überwiegen positive Aussagen. Die gilt vor allem für die Logistikbranche und den Einzelhandel.
Symbolbild Symbolbild
Kelsterbach/Kreis Groß-Gerau. 

Der Höhepunkt der konjunkturellen Entwicklung im Kreis Groß-Gerau und in den Zentren der Logistik, Mörfelden-Walldorf und Kelsterbach, sei noch nicht erreicht, sagte Uwe Vetterlein. Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein-Main-Neckar sieht besonders bei der Logistik (Speditionen) und im Einzelhandel für 2018 deutliches Wachstumspotenzial.

Außer bei den Banken, ergänzte Peter Kühnl, Volkswirt und Chef der Standortpolitik bei der IHK, stünden die Zeichen überall in der Wirtschaft auf Wachstum. Lediglich die Sparkassen und genossenschaftlich organisierten Banken sprächen von einer strukturellen Verschlankung mit Personalabbau. Im Klartext: Es wird weniger Filialen mit Personal und mehr Geldautomaten geben. Wohl zur Freude vieler Ganoven, die diese Geldquellen gern sprengen, um sich illegal Bares zu besorgen. Mit „Lage Top – Ausblick gut“ umschreibt Peter Kühnl die Lage bei Verkehr und Logistik. Die Nähe des Flughafens Frankfurt, der Autobahnen und der Bundesbahn macht die Standorte Kelsterbach und Mörfelden-Walldorf für diese Branche außerordentlich beliebt.

Das gilt für internationale Speditionen mit sehr großem Fuhrpark bis hin zu kleinen Unternehmen, die vom Fahrer und seinem Truck betrieben werden. 55 Prozent der Betriebe dieser Branche bezeichnen ihre Lage als positiv, nur zehn Prozent kommen zu einer negativen Einschätzung. Deshalb wollen auch 20 Prozent der Betriebe neues Personal einstellen. Allerdings sprechen 15 Prozent der Spediteure auch von Entlassungen.

Womit Uwe Vetterlein auf den großen Sorgenpunkt der Wirtschaft kommt: „Jeder zweite Betrieb würde gern seine Produktion erweitern, fände er denn die nötigen Fachkräfte.“ In Südhessen sind so viele Arbeitnehmer sozialversichert wie nie zuvor: stolze 373 000 Frauen und Männer. Allein im vergangenen Jahr stieg die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze in der südhessischen Industrie um 10 000. Besonders hoch ist noch immer der Bedarf an gewerblich ausgebildeten Frauen und Männern, aber auch an Akademikern.

Der Einzelhandel zeigt sich mit dem Weihnachtsgeschäft 2017 zu-frieden, obwohl es schleppend an-lief. Für 2018 rechnet er hier mit mehr Umsatz. „Weil die Bürger genug Geld in den Taschen haben, um sich etwas zu gönnen“, so ein Vertreter des Einzelhandels. Deshalb werde in dieser Branche nicht oder nur sehr begrenzt an Entlassungen der Saisonkräfte aus der Weihnachtszeit gedacht. In allen Branchen werden jedoch nach dieser IHK-Umfrage die heftigsten Knackpunkte in der aktuellen politischen Unsicherheit und in dem gravierenden Mangel an Fachkräften gesehen.

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