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Kontroverse Ansichten zur Asylpolitik

Die SPD hatte zu einer Diskussion zur Asylpolitik eingeladen. Dabei kam auch die Flüchtlingshilfe Egelsbach zu Wort.
Corrado di Benedetto Bilder > Corrado di Benedetto
Dreieich. 

Auch wenn Politik und die christliche Flüchtlingshilfe vielleicht das Gleiche im Sinn haben – nämlich den Menschen, die aus den Kriegsgebieten nach Deutschland kommen, zu helfen – können sie durchaus unterschiedlicher Meinung darüber sein, wie die Hilfe aussieht. Das bewies die Diskussion zur Asylpolitik, zu der die Dreieicher Sozialdemokraten ins Foyer des Bürgerhauses in Sprendlingen eingeladen hatten. Neben Landtagsabgeordnetem Corrado di Benedetto, Bürgermeister Dieter Zimmer und Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion, Werner Müller (alle SPD), war auch Verone Schöninger eingeladen. Sie ist hauptamtliche Sozialpädagogin der christlichen Flüchtlingshilfe, die Flüchtlinge in einer Gemeinschaftsunterkunft in Egelsbach betreut und in den vergangenen Jahren viel Praxiserfahrung gesammelt hat.

Corrado di Benedetto sprach die politischen Voraussetzungen an, die dringend geschaffen werden müssten, um Deutschland, Hessen und die betroffenen Kommunen auf den Flüchtlingsstrom besser vorzubereiten. „Es ist eine große Herausforderung, denn wir wissen schon jetzt, dass wir in Hessen zwischen 10 000 und 12 000 Flüchtlinge im Jahr aufnehmen müssen. Die Bereitstellung von Wohnungen, die Betreuung der Menschen und die Integration müssen finanziert werden. Derzeit legen die Städte rund 30 Millionen Euro jährlich drauf“, erläuterte di Benedetto. Der SPD-Landtagsabgeordnete kannte auch die konkreten Zahlen: Die Kommunen bekommen pro Flüchtling 567 Euro im Monat, die realen Kosten liegen aber bei rund 1000 Euro. Die Kommunen müssten dringend entlastet werden, forderte der SPD- Politiker von der schwarz-grünen Landesregierung.

Verone Schöninger richtete den Blick mehr auf die Menschen, weniger auf das Geld: „Diese Menschen haben oftmals Schreckliches erlebt. Sie waren monatelang, manchmal sogar Jahre, auf der Flucht. Sie haben ein Recht auf Integrationshilfe und diese kann bestimmt nicht in Containern am Ortsrand geschehen.“ Die Fachfrau betonte, dass sie aus jahrelanger Erfahrung wisse, dass das Geld gut investiert sei.

(njo)
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