E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 29°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Wählerinitiative: Kritik am Einheitsgrau der Neuen Mitte

Von Die Wählerinitiative Kelsterbach hat so einiges an der Neuen Stadtmitte zu bemängeln. In einer E-Mail an Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) fordert sie Nachbesserung.
Die Parksituation vor dem Gebäude der Neuen Stadtmitte ist ein großer Kritikpunkt. Die Autofahrer sind auch von Blumenkübeln nicht davon abzuhalten, sich auf eine vermeintliche Parkfläche zu quetschen. Bilder > Die Parksituation vor dem Gebäude der Neuen Stadtmitte ist ein großer Kritikpunkt. Die Autofahrer sind auch von Blumenkübeln nicht davon abzuhalten, sich auf eine vermeintliche Parkfläche zu quetschen.
Kelsterbach. 

Christoph Harth (SPD) hat die „Neue Stadtmitte“ in seiner Haushaltsrede in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments als große Errungenschaft dargestellt. Doch nicht alle Kelsterbacher Bürger sind dieser Ansicht – und schon gar nicht die Mitglieder der Wählerinitiative (WIK) Kelsterbach. Diese hat nun eine recht große „Mängelliste“ erstellt und fordert beträchtliche Nachbesserungen.

Insbesondere sei der „umweltfreundlichste Verkehr“, damit sind die Fußgänger gemeint, kläglich benachteiligt worden. Aber auch die Gestaltung des Platzes vor dem mächtigen Gebäude in der Stadtmitte entspreche nicht den einst von Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) gegebenen Versprechungen eines Platzes mit Aufenthaltsqualität – ohne parkende Autos und mit großen schattenspendenden Bäumen. Die WIK fordert nun über den Bauausschuss eine offene Aufarbeitung und entsprechende Nachbesserungen.

Erhalt der Bäume

„Es ist bekannt, dass sich die Wählerinitiative Kelsterbach bereits in der Planungsphase für einen Platz ohne Parkplätze und auch für den Erhalt der großen alten Bäume einsetzte“, schreibt Jürgen Wälther im Auftrag der Wählerinitiative Kelsterbach (WIK). „Das hätte ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Wir hatten uns damals für einen urbanen Platz mir hoher Aufenthaltsqualität ausgesprochen, der eine richtige Neue Mitte hätte werden können.“ Die Mehrheitsverhältnisse in Kelsterbach entschieden anders, und so wurde es umgesetzt.

Kritisiert wird auch das Einheitsgrau, welches es den Verkehrsteilnehmern erschwere, sich zu orientieren, wo sie sich befinden – auf der Straße, auf einem Gehweg oder auf einer Parkfläche. Mehr als unverständlich sei die Situation der Gehwege entlang der neuen Sandhügelstraße. Auf der südlichen Seite, also der vom Gebäudekomplex der Stadtmitte abgewandten Seite, ist ein Parkverbot eingerichtet worden, auf der anderen Seite, dort, wo sich auch der Eingang zur Tagespflegeeinrichtung von „Schon & Jansen“ befindet, ist nicht einmal Halten erlaubt. Besucher der Tagespflege, die selbst nicht mobil sind und mit einem Auto gebracht werden, tappen in eine Falle. Doch selbst wenn sie mit einer Gehhilfe (Rollator) vom Haus Weingarten zur Tagespflege wollen, haben sie ein Problem: Der Gehweg ist viel zu schmal, zudem steht dort das Halteverbotsschild im Weg.

Keine Qualität

Die Aufenthaltsqualität zwischen der Reihe von parkenden Fahrzeugen – falls diese dort ordentlich parken und nicht auf einer gerade passenden freien Fläche stehen –, sei alles andere als das, was man unter der aus dem Rathaus propagierten „Qualität“ verstehe. „Da sitzt man da, will seinen Cappuccino trinken, und die Autos blasen einem die Abgase ins Gesicht. Nein, Danke!“, beschwerte sich eine Kelsterbacherin.

Aber auch die Situation für die Fußgänger allgemein sei nach Ansicht der WIK alles andere als zeitgemäß – und dies bei einer kompletten Neuplanung. „Zur Situation in der Stadtmitte schlagen wir vor, das Thema auf einer Sitzung des Ausschusses Bauen, Planen, Umweltschutz öffentlich zu erörtern. Dabei könnten neben Stadtverordneten auch die Grundschulen, Kitas und die Altenpflegeeinrichtungen eingeladen werden. Außerdem sollten Bürgerinnen und Bürger gehört werden“, so Jürgen Wälther in seiner E-Mail an Bürgermeister Manfred Ockel und alle Fraktionsvorsitzenden – eine Antwort hat er bis heute nicht erhalten.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen