Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Neu-Isenburg 23°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Erinnerung an Anfänge vor 16 Jahren: Kultur im Mais hat sich etabliert

Von Das Kulturprogramm im Mais in Götzenhain ist vielfältig und stets gut besucht. Die Anfänge im Acker waren hingegen holprig, da saßen die Besucher auch schon mal im Dunkeln.
Annemarie (links) und Petra Frank haben mit Programmchef Wolfgang Barth alle Vorbereitungen für den Kultursommer im Mais getroffen. Annemarie (links) und Petra Frank haben mit Programmchef Wolfgang Barth alle Vorbereitungen für den Kultursommer im Mais getroffen.
Dreieich. 

Das Zelt für die lauschigen, musikalischen und lustigen Abende im Maislabyrinth steht schon – und die Feldfrucht wächst und gedeiht dank der für den Mais guten Witterungsbedingungen ebenfalls prächtig. Es kann also bald los gehen mit dem Maislabyrinth und dem Kulturprogramm in Götzenhain. „Wir machen das jetzt schon zum 16. Mal, das ist echt der Wahnsinn“, sagt auch Bürgerhaus-Programmchef Wolfgang Barth.

Info: Programm ist online

Das Programm des 16. Dreieicher Maislabyrinth startet am 22. Juli mit „Charly and the Outlaws“. Am Sonntag, 23. Juli, treffen sich die Unimog-Freunde auf dem Gelände und Gäste können sich die historischen

clearing

Er erinnert sich noch gut an die ersten Veranstaltungen im Acker. Damals noch ganz pur ohne Zelt und nur mit Stromaggregat. „Damals hat Michi Neuner gelesen und Christoph Oeser Klavier gespielt. Auf einem Traktoranhänger unter freiem Himmel“, sagt Barth und muss bei der Erinnerung schmunzeln. Der Technische Leiter habe sich damals gefragt, ob es das Klavier bei all dem Staub wohl überlebe.

In Abendrobe unterwegs

Auch die Folgejahre waren noch puristisch. Ein kleines Zelt schützte inzwischen vor Regen, aber die Stromversorgung war noch immer nicht gesichert. Es war eine technische Herausforderung, und schnell überhitzte das Aggregat und nix ging mehr. „Da gab es dann viel Ahhhs und Ohhs, wenn nach einem Zusammenbruch Mikros und Licht wieder funktionierten, nur damit Sekunden später wieder alle im Dunkeln saßen“, sagt Barth lachend.

Auch Petra Frank, die mit ihrer Familie das leibliche Wohl der Gäste von Anfang an übernommen hat, erinnert sich gerne an die ersten kulturellen Gehversuche inmitten der Landwirtschaft. „Ich weiß noch, wie die Damen anfangs in langen, feinen Kleidern kamen. In Abendrobe bei uns auf dem Acker, weil sie nicht wussten, dass es so einfach bei uns ist. Das machte aber gar nichts, sie hielten die Kleider hoch und tanzten im Staub und im Regen. Das sind schöne Bilder, die ich nie vergesse.“

Inzwischen ist das ganze Programm professionalisierter. Der Strom ist gesichert, das Zelt mit den Jahren immer weiter gewachsen. Rund 150 Plätze bringen mehr als 10 000 Besucher im Jahr. Geblieben ist das feine Kulturangebot mit Musik, Kabarett und Kleinkunst auf hohem Niveau zu einem sehr fairen Preis. „Viele unserer Künstler haben klein angefangen und sind inzwischen bundesweit bekannt. Sie kommen aber doch noch in den Mais, weil sie die schöne, intime Atmosphäre hier lieben und das Publikum so nah dran ist“, weiß Barth.

Preisgekröntes Duo

Als Zugeständnis an die Untere Naturschutzbehörde sind es seit einigen Jahren nur noch 12 Veranstaltungen statt früher 16 Auftritte. Diese aber sind ausgesucht und abwechslungsreich. Höhepunkte sind „Simon & Jan – Halleluja“ am 19. August, ein vielfach preisgekröntes Duo im Gitarrenspiel und Harmoniegesang, oder Sabine Fischmann und Ali Neander am 25. August, die vor lauter Zuneigung eine eigene Maishymne komponiert haben. Richtiger Rock ’n’ Roll kommt am 26. August mit den „Silverballs“.

Selbstverständlich gibt es auch wieder das spannende Labyrinth inmitten der Maispflanzen, aus dem die Gäste den Weg hinaus finden müssen. „Wir sind guter Dinge, dass unser 15 000 Quadratmeter großes Maisfeld bis zum Start gute zwei Meter hoch ist. Natürlich gibt es auch wieder das Gewinnspiel mit den Fragen rund um die Landwirtschaft und Dreieich, deren Antworten im Mais versteckt sind“, verrät Petra Frank. Eine Überraschung anlässlich des 40. Geburtstags der Stadt hat sich die Landwirtfamilie auch ausgedacht: In das Labyrinth ist eine 40 „rasiert“.

„Vor 16 Jahren waren wir uns noch nicht ganz sicher, ob diese Veranstaltungsreihe so eine gute Idee ist. Denn es ist die Haupterntezeit. Aber wenn alle mithelfen, Familie und Freunde, klappt es schon und es macht uns allen sehr viel Spaß“, betont Petra Frank. Die Ursprungsidee stammte übrigens von ihrem Schwiegervater, dem schon lange gestorbenen Walter Frank. Er wollte den Städtern das Landleben näher bringen. Das gelingt bis heute gut, sind sich Petra Frank und Wolfgang Barth einig.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse