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Christel Göttert: Kulturpreisträgerin hat für Frauen viel bewegt

Als besondere Persönlichkeit, die mit wichtigen Themen immer vorausgegangen ist, bezeichnet Gabriele Fladung, Jurymitglied für die Verleihung des Kulturpreises, Christel Göttert. Die 75-Jährige erhält die Auszeichnung am 18. Februar im Landratsamt.
Bei der Jurysitzung waren Gabriele Fladung (von links), Professor Wolfgang Schneider, Heike Karcher, Elke Landau vom Kulturbüro des Kreises, Claudia Weller und Carolin Grün dabei. Bei der Jurysitzung waren Gabriele Fladung (von links), Professor Wolfgang Schneider, Heike Karcher, Elke Landau vom Kulturbüro des Kreises, Claudia Weller und Carolin Grün dabei.
Kreis Groß-Gerau. 

Die Rüsselsheimer Autorin und Verlegerin Christel Göttert erhält den Kulturpreis 2017 des Kreises Groß-Gerau. Darauf hat sich die Jury in einer Sitzung einstimmig verständigt. Vorgeschlagen worden war Christel Göttert – die Nachfolgerin von Kulturpreisträger Mario Derra (2015) ist – von Kultur 123 Stadt Rüsselsheim. Der Kreis verleiht den Kulturpreis alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Kulturförderpreis, den im vergangenen Jahr Carolin Grün erhalten hat. Die junge Geigerin aus Biebesheim gehörte darum diesmal der Jury an.

Die 75 Jahre alte Christel Göttert kann auf ein reiches kulturelles und frauenpolitisches Schaffen blicken. Im Jahr 1979 war die ehemalige Stadtverordnete (1981–1989) Mitbegründerin des Frauenhauses für Raunheim/Rüsselsheim. Auch das Rüsselsheimer Frauenforum, aus dem später das Frauenzentrum Rüsselsheim entstand, gründete sie gemeinsam mit anderen Frauen.

Sie ist als engagierte Expertin für feministische Literatur über die Grenzen des Kreises Groß-Gerau hinaus bekannt. 1992 schuf sie einen der wenigen heute noch existierenden Frauenbuchverlage, begründete Kultur 123 den Ehrungsvor-schlag. Von 2001 bis 2011 erschien im Christel Göttert Verlag mit Virginia „die einzige deutsche Zeitschrift für FrauenBuchKritik“. Seit 2007 betreibt die Kulturpreisträgerin mit anderen Redakteurinnen das Internetforum „beziehungsweise-weiterdenken“.

Auch die Arbeit mit Migrantinnen sowie das Organisieren von Kunstausstellungen, Lesungen, Vorträgen und Filmvorführungen gehören zu ihrem Engagement.

Gabriele Fladung und Claudia Weller, beide neu in der Kulturpreisjury, begründeten die Auszeichnung Götterts mit deren „breiter Frauenbildungsarbeit und feministischer Wissenschaftsliteratur“. Dass es kein reiner Literaturpreis ist, „macht es besonders und interessant für mich“, sagte Claudia Weller, die die bundesweite Netzwerkarbeit Christel Götterts hervorhob.

Auch die Jurymitglieder Heike Karcher und Wolfgang Schneider schätzen an der Preisträgerin und ihrer Arbeit die Wirkung von Kunst und Literatur in die Gesellschaft hinein. Der eigene Verlag helfe beim Vermitteln von Werten und beim Erreichen der Zielgruppen. Als besondere Persönlichkeit, die „mit wichtigen Themen immer vorausgegangen ist“, so Gabriele Fladung, ehrt der Kreis Groß-Gerau nun die Autorin und Verlegerin.

Die Preisverleihung ist am Sonntag, 18. Februar 2018, um 11 Uhr im Georg-Büchner-Saal des Groß-Gerauer Landratsamts. Die Laudatio hält Wolfgang Schneider.

 

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