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Dreieicher Kunsttage: Kunsttage sollen die Sehgewohnheiten stören

Ilse Dreher (links) und Waltraud Munz-Heiliger freuen sich schon auf eine spannende Herbstausstellung der 26. Dreieicher Kunsttage. Ilse Dreher (links) und Waltraud Munz-Heiliger freuen sich schon auf eine spannende Herbstausstellung der 26. Dreieicher Kunsttage.
Dreieich. 

Im Frühjahr durfte der Nachwuchs bei den Dreieicher Kunsttagen ran – da hatten die Studenten der Offenbacher Hochschule für Gestaltung erstaunliche Arbeiten präsentiert. Jetzt zeigen vier gestandene Künstler ihre spannenden Kunstobjekte rund um die Bewegung. Ilse Dreher und Waltraud Munz-Heiliger erläuterten das Programm rund um die Videoinstallationen und interaktiven Objekte in der morgen beginnenden Ausstellung in der Stadtgalerie.

Das Motto der 26. Kunsttage lautet „Art. 26. short. cuts“. Die Frankfurterin mit chinesischen Wurzeln Shau Chung Shin zeigt Fotocollagen mit Labels aus bekannten Frankfurter Straßen. Schon an den Marken- Laden oder Kneipennamen lässt sich erahnen, in welcher Straße die Fotografien entstanden sind – es ist das teure Pflaster der Goethestraße, die lässigen Gassen der Berger Straße oder das Rotlichtmillieu im Bahnhofsviertel. Dazu kommen zwei Straßen aus China.

Videos seien die aktuell angesagte Kunstform, betonte Waltraud Munz-Heiliger. Bislang war das ein eher vernachlässigtes Medium bei den Dreieicher Kunsttagen, das wollen die Initiatorinnen jetzt ändern. „Alle vier in den 1960er Jahren geborenen Künstler stören unsere Sehgewohnheiten“, erklärt Munz-Heiliger wie die Kunst neue Sichtweisen schaffen könne.

Gunter Deller hat mit „Landungen und periphere Ziele“ ein Triptichon-Video mit nach Dreieich gebracht, an dem er gut 15 Jahre gearbeitet hat. „Deller hat seine Eindrücke gesammelt und filmisch komprimiert – das ist fast poetisch“, ist Munz-Heiliger von dem Werk begeistert. Deller zeigt noch eine zweite Arbeit unter dem Titel „nest:flucht“, die in Dreieich ihre Premiere feiern wird.

Björn Reimers hat sich das gruselige Buch über Kaspar Jacob als Vorlage genommen und hat eine im Raum hängende Installation mit Scheren und einem mit einer Maske überzogenen Totenkopf geschaffen.

Der Fotograf und Kommunikationsdesigner Thomas Brenner zeigt mit seinen inszenierten Fotos unter dem Titel „Krieg und Frieden“ aus Gras gewachsene Pistolen und Menschen die aus Rollrasen gewachsen sind.

Morgen, Donnerstag, um 19 Uhr wird die Ausstellung mit einer Vernissage in der Stadtgalerie in der Stadtbücherei, Fichtestraße 50 A, eröffnet.

(njo)
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