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Dreieicher Stadtbücherei: Lesetempel in Sprendlingen gewinnt den Hessischen Bibliothekspreis

Von Das Team der Dreieicher Stadtbücherei hat allen Grund zum Strahlen: Die Einrichtung wurde mit dem Hessischen Bibliothekspreis gewonnen. Das besondere Konzept und die vielfältigen Angebote überzeugten die Jury.
Das Team der Stadtbücherei um Julia Deißler (links) freut sich über den Hessischen Bibliothekspreis.  Mit von der Partie sind Erster Stadtrat Martin Burlon (2. von rechts) und Bürgermeister Dieter Zimmer (rechts). Das Team der Stadtbücherei um Julia Deißler (links) freut sich über den Hessischen Bibliothekspreis. Mit von der Partie sind Erster Stadtrat Martin Burlon (2. von rechts) und Bürgermeister Dieter Zimmer (rechts).
Dreieich. 

Doris Bohländer-Schäfer, die Chefin der Dreieicher Stadtbücherei, hatte schon im vergangenen Jahr leise den Wunsch geäußert, dass sie zusammen mit ihrem Team gerne einmal den Hessischen Bibliothekspreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gewinnen würde. Diese Hoffnung wurde jetzt erfüllt: Die Mitarbeiter der Sprendlinger Stadtbücherei und ihrer fünf Außenstellen kommen als strahlende Sieger von der Preisverleihung in Wetzlar zurück. Neben einer schönen Urkunde kann sich das Team über 10 000 Euro Preisgeld freuen.

Die Jury lobte die Dreieicher Stadtbücherei für ihre „hervorragende gesamtkonzeptionelle Arbeit“ und die besondere Allianz der unterschiedlichen Träger, die in Dreieich die Büchereien finanzieren. „Das ist bei uns sicherlich ein etwas unkonventionelles Konzept. Während die Hauptstelle in Sprendlingen und die Stadtteilbüchereien in Offenthal, Götzenhain und Dreieichenhain von der Stadt finanziert werden, ist die Schul- und Stadtteilbücherei vom Land Hessen finanziert und das Selbstlernzentrum am Haus des Lebenslangen Lernens vom Kreis Offenbach“, erklärt Julia Deißler, stellvertretende Büchereileiterin.

Umfangreiche Bewerbung

Das Team hat sich bei der Bewerbung viel Mühe gegeben und ein Skript eingeschickt, das einen deutlich größeren Umfang als eine Diplom-Arbeit hat. Dabei haben die Mitarbeiter rund um Doris Bohländer-Schäfer die Besonderheiten der einzelnen Büchereien und auch die perfekte Vernetzung untereinander dargestellt. So ist es in Dreieich beispielsweise möglich, mit nur einem kostenlosen Ausweis alle Filialen zu nutzen und jedes Medium in jede Bücherei zu bestellen. „So transportieren wir Jahr für Jahr 36 000 Medien kostenlos durch die Stadt. Das ist natürlich eine sehr komfortable Leistung für unsere Leser“, weiß Julia Deißler.

Auch die Öffnungszeiten sind bemerkenswert: Die Kunden können in 87 Stunden pro Woche ihre Büchereien besuchen. Es gibt eigentlich unter der Woche kaum einen Zeitpunkt zwischen 9 und 20 Uhr, an dem keine Stadtteilbücherei geöffnet hat. Untereinander kooperieren die einzelnen Zweigstellen eng miteinander, aber das Büchereiteam bindet auch viele Partner in die Büchereiarbeit ein.

Das Frauenbüro, das Integrationsbüro oder die Seniorenberatung bringen sich ebenso in Veranstaltungen und Lesungen ein, wie das Kino, das Forum Sprendlingen Nord, die Volkshochschule, das Bürgerhaus oder die Stadtwerke. Auch mit den örtlichen Buchhandlungen, den Schulen und Kindergärten, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung oder mit der Hessischen Leseförderung arbeitet das Team zusammen.

Steigende Besucherzahlen

Für Bürgermeister Dieter Zimmer ist der Preis eine gerechte Belohnung für die engagierte Arbeit des Teams. Er ist auch froh, dass das so wichtige Angebot der Bücherei in Zeiten der Haushaltskonsolidierung in vollem Umfang erhalten werden konnte. „Gerade weil wir mit Land und Kreis kooperiert haben, ist es uns sogar gelungen, unsere Büchereien noch weiter auszubauen. Das ist auch das Ergebnis einer sehr guten Lobbyarbeit dieses Teams. Wir sind sehr stolz auf unsere Büchereien“, so Zimmer.

Das Konzept der Stadtbücherei Dreieich wird von den Bürgern gut angenommen und hat in den vergangenen Jahren zu steigenden Besucherzahlen geführt. So nutzen aktuell 9,7 Prozent der Einwohner die Stadtbücherei aktiv mit durchschnittlich 45 Ausleihen pro Jahr inklusive Onleihe. Mehr als 11 000 Menschen haben die circa 400 Veranstaltungen besucht.

Und was macht das Team jetzt mit den 10 000 Euro Preisgeld? „Wir werden damit etwas anschaffen, das allen Büchereien in der Stadt zugutekommt und das wir uns sonst vielleicht nicht leisten können“, kündigt Julia Deißler an. Die Plattform „Freegal“ ist ein spezielles Musikstreaming-Angebot für Bibliotheken. „Immer mehr Bibliotheken haben dieses Programm für ihre Kunden, es ist schön, wenn wir es auch anbieten können“, sagt Julia Deißler.

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