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Landtagswahl: Möglichst viele Bürger sollen am 28. Oktober ihre Stimmzettel abgeben

Von Gemeinden, Vereine, die Stadt und der Gewerkschaftsbund werben für die Landtagswahl am Sonntag, 28. Oktober. Jeder Bürger hat eine Stimme – und die solle genutzt werden.
Pfarrer Steffen Held (von links), Dekan Reinhard Zincke, Gewerbevereinsvorsitzender Ulrich Krippen und Gewerkschaftler Rainer Bicknase werben dafür, dass mehr Langener von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Pfarrer Steffen Held (von links), Dekan Reinhard Zincke, Gewerbevereinsvorsitzender Ulrich Krippen und Gewerkschaftler Rainer Bicknase werben dafür, dass mehr Langener von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen.
Langen. 

Auffallend gelb, mit Fußstapfen und einem roten Briefkasten – die großen Plakate der Initiative „Wählen gehen“ fallen im Stadtgebiet in Langen ins Auge. Mit dem Schriftzug „Ich gehe wählen – Und Du?“, wollen die evangelische und die katholische Kirche in Langen, der Gewerbeverein und die Langener Vertretung des Deutschen Gewerkschaftsbunds für den Gang an die Urne werben. Wenn am 28. Oktober der Hessische Landtag gewählt wird, sollen möglichst viele Langener ihre Stimmzettel abgeben.

„Wir hatten mit der Aktion zur Bundestagswahl schon einen schönen Erfolg und auch gute Resonanz. Die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen, dem Verein und der Gewerkschaft hat gut geklappt und ist in der Konstellation auch sehr spannend, deswegen machen wir es wieder“, erklärt Pfarrer Steffen Held von der evangelischen Kirche Langen.

Richtung mitbestimmen

Das Wahlrecht sei ein wichtiges Werkzeug der Demokratie und der Pfarrer wünscht sich, dass möglichst viele Menschen davon Gebrauch machen. „Mit den Kreuzen auf den Stimmzetteln bestimmen wir nicht nur die konkrete Zusammensetzung des hessischen Landtags, sondern auch wesentliche Teile der politischen Richtung in den nächsten Jahren“, erklärt Held.

Am 28. Oktober werde außerdem noch über zahlreiche Änderungen der hessischen Verfassung abgestimmt. Freie, gleiche, geheime Wahlen oder Abstimmungen seien nicht selbstverständlich. „Dieses Recht wurde von unseren Vorfahren erkämpft. Menschen in vielen anderen Ländern beneiden uns um diese Möglichkeit“, so Held.

Langen, das betont Bürgermeister Frieder Gebhardt, sei traditionell eher auf den hinteren Plätzen der Statistik im Kreis Offenbach, was die Wahlbeteiligung betrifft. Nach der Aktion „Wählen gehen!“ 2017 sei die Wahlbeteiligung erstmals wieder gestiegen, sogar über einen bundesdeutschen Durchschnitt. „Die Wahlbeteiligung ist in Hessen um 3,8 Prozent gewachsen, in Langen um 4, 6 Prozent“, weiß Rainer Bicknase, der im Team für die Gewerkschaft spricht. 76,6 Prozent der wahlberechtigten Langener gaben im September vergangenen Jahres einen Stimmzettel ab.

Plakate abholen

„Das Ergebnis einer Wahl ist umso aussagekräftiger, je mehr Personen sich daran beteiligen. Je mehr angekreuzte, gültige Stimmzettel in den Wahlurnen liegen, umso deutlicher ist erkennbar, was die Gesamtheit der Bürgerschaft für die nächsten Jahren will oder nicht will“, warb auch Rainer Bicknase. Ulrich Krippner bekräftigt die Unterstützung des Gewerbevereins: „Wir haben als Gewerbetreibende eine gesellschaftliche Verantwortung. Auch uns ist daran gelegen, dass viele Menschen in Langen sich an Demokratie beteiligen.“

Die engagierten Langener bitten jetzt um Unterstützung bei der Aktion. Sie rufen Vereine, Unternehmen, Einzelhändler und möglichst vielen Einzelpersonen in Langen dazu auf, für die Aktion und den Gang an die Wahlurne zu werben. Eine Erkenntnis aus den zahlreichen Wahlforschungen zeige, dass dort, wo in der Nachbarschaft viele Menschen zur Wahl gehen, auch eine zunächst unentschlossene Person eher zur Wahl gehe als in Gebieten mit erkennbar niedrigen Wahlbeteiligungen.

„Wählen gehen kann anstecken“, fordern die Herren dazu auf, die gelben Plakate zur Wahlwerbung zu nutzen. Die Plakate können kostenlos abgeholt werden und dann am Zaun, Balkon oder Fenster befestigt werden. Sie bitten auch Einzelhändler diese Plakate in ihren Ladengeschäften auszuhängen. Und um Unterstützung von Wohnungsbaugesellschaften oder Wohnungseigentümer Gemeinschaften, um die Plakate in den Hauseingängen zu platzieren. Unternehmen und Vereine können die Plakate in Betriebsräumen und Liegenschaften aushängen. Die Plakate gibt es in drei Versionen: Papier in DIN A3, Papier DIN A2 und Plastik DIN A1. Die Plastikversion DIN A1 sei insbesondere für den Aushang im Außenbereich geeignet. Die Plakate seien ohne weiteren Aufwand mit Kabelbindern an Zäunen zu befestigen.

Die Plakate gibt es bei der evangelische Kirchengemeinde, Bahnstraße. 44, Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr, bei Fragen gibt es unter der Telefonnummer (0 61 03) 3 00 78 12 Auskunft. Auch bei der katholischen Gemeinde, Albertus-Magnus-Platz 2, können die Plakate montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und Dienstag bis Donnerstag von 13.30 bis 17.30 Uhr abgeholt werden. Auskünfte gibt’s unter (0 61 03) 2 35 42.

Ein paar Regeln gibt es für die Plakataktion aber noch: Diese Plakate dürfen nur an privaten Einrichtungen (Zäune, Balkone etc.) aufgehängt werden, also nicht an öffentlichen Laternen oder Verkehrszeichen. Es ist eine von den Parteien unabhängige, private Initiative. Deshalb bitten die Organisatoren um einen ausreichenden Abstand zu den Wahlwerbungen der Parteien. Nach der Wahl sollen die Plakate möglichst schnell entsorgt werden.

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