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Menschen der Stadt: Mörfelden-Walldorf startet Plakataktion gegen Rassismus

Mörfelden-Walldort ist dabei, wenn am Montag, 12. März, die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ beginnen. Die Menschen der Stadt zeigen ihre Gesichter. Ganz plakativ.
Mörfelden-Walldorf. 

Unter dem Motto „100 Prozent Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus“ beginnen am 12. März die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. Bundesweit finden hierzu mehr als 1700 Aktivitäten statt. Beteiligt sein wird auch Mörfelden-Walldorf, dort beginnt am 12. März erneut die Plakataktion „Wir sind Mörfelden-Walldorf“ .

Angelehnt an die Kampagne „Auch ich bin Deutschland“, die sich gegen Alltagsrassismus richtet, möchte das städtische Integrationsbüro mit der stetig wachsenden Plakatreihe auch in diesem Jahr das Bewusstsein für Vielfalt stärken. Damit wollen die Verantwortlichen auch aufzeigen, dass die Gesellschaft sich wandelt und Neues im Leben immer dazu gehört. Mit ihrem Gesicht werben mehr und mehr Einwohner der Doppelstadt auf der Plakatreihe für ein multikulturelles, buntes und friedliches Mörfelden-Walldorf. Sie sprechen sich damit außerdem gegen jede Art von Rassismus aus. Die Plakate werden in den folgenden Wochen überall im Stadtgebiet auf Stellwänden verteilt zu sehen sein. Entstanden sind die Motive zur Reihe während mehrerer Veranstaltungen des Integrationsbüros.

Drängendes Problem

„Nach wie vor werden Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft verfolgt, wegen ihrer Kultur, ihres Geschlechts oder sexuellen Orientierung benachteiligt oder wegen des eigenen Glaubens diskriminiert. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind noch immer ein drängendes Problem“, so die Integrationsbeauftragte Anette Keim. Gerade in Zeiten in denen Fremdenfeindlichkeit offenbar wieder salonfähig werde, gelte es gezielt gegenzusteuern.

Die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ finden jährlich um den 21. März herum statt. Dieses Datum geht zurück auf das „Massaker von Sharpeville“ im Jahr 1960. Während einer Demonstration gegen die Apartheidgesetze in der südafrikanischen Stadt eskalierte die Situation.

Dies ist ein Plakat aus einer ganzen Reihe, mit der sich Menschen aus Mörfelden-Walldorf für ein interkulturelles Verständnis und gegen Rassismus positionieren – zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, die am 12. März beginnen. Bild-Zoom
Dies ist ein Plakat aus einer ganzen Reihe, mit der sich Menschen aus Mörfelden-Walldorf für ein interkulturelles Verständnis und gegen Rassismus positionieren – zu den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, die am 12. März beginnen.

Trotz der gewaltfreien und friedlichen Protestaktion schossen Polizisten in die Menge und töteten 69 Menschen. Hunderte wurden außerdem teils schwer verletzt. Sechs Jahre nach diesem Ereignis rief die Uno mit dem „Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung“ einen entsprechenden Gedenktag aus. „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, heißt es im ersten Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. An die gemeinsame Verantwortung dieses Ideal zu fördern und zu schützen, erinnert der Tag gegen Rassismus.

Frauen im Widerstand

Mörfelden-Walldorf beteiligt sich zudem mit einer Ausstellung an den Aktionswochen. Das Frauen- und Gleichstellungsbüro sowie das Integrationsbüro laden in der Zeit vom 15. bis zum 31. März dazu ein, die Ausstellung „Nichts war vergeblich – Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ im Walldorfer Rathaus zu besuchen. Die Wanderausstellung zeigt die Lebensläufe von 18 mutigen Frauen, die sich nicht mit Gleichschaltung und Terror abfinden wollten.

Sie halfen Verfolgten, verfassten Flugblätter und setzten bei gefahrvollen Aktionen ihr Leben aufs Spiel. Der Anteil dieser Frauen im Kampf gegen den NS-Staat ist in der Öffentlichkeit noch immer wenig bekannt. „Nichts war vergeblich“ ist eine Ausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945.

Die Vernissage ist am Donnerstag, 15. März, 18 Uhr, im Foyer des Walldorfer Rathauses in der Flughafenstraße 37. Gudrun Schmidt vom Studienkreis wird die Ausstellungseröffnung übernehmen und die Besucher in die Thematik einführen.

(red)

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