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Fotoausstellung: Naturdenkmäler ins Visier genommen

Thomas Reviol hat auf mehr als 50 000 Fotos die Naturdenkmäler im Kreisgebiet dokumentiert. Eine Auswahl seiner Bilder von den mächtigen Bäumen wird nun im Walldorfer Rathaus gezeigt.
Diese Platane neben der Waldenserkirche ist der älteste Baum in Walldorf und wurde vermutlich zu deren Einweihung gepflanzt. Foto: Mara Paul Diese Platane neben der Waldenserkirche ist der älteste Baum in Walldorf und wurde vermutlich zu deren Einweihung gepflanzt.
Mörfelden-Walldorf. 

Wenn sie erzählen könnten, es gäbe viel zu berichten. Einige Naturdenkmäler in Mörfelden-Walldorf sind mehrere hundert Jahre alt. Sie haben viel erlebt. Rund 40 Besucher waren zur Vernissage der Ausstellung mit Fotos der betroffenen Bäume von Thomas Reviol ins Rathaus Walldorf gekommen.

Bürgermeister Heinz-Peter Becker dankte dem Umweltamt und der Wirtschaftsförderung, welche die Schau ermöglicht hatten. „Naturdenkmäler“ sei ein abstrakter Begriff. Als natürlich entstandene Landschaftselemente, die unter Naturschutz stehen, dürften sie nicht beseitigt und auch nicht beeinträchtigt werden. 96 gebe es im Kreis Groß-Gerau, 11 davon in der Doppelstadt. Bei ihnen handele es sich um alte Bäume wie Eichen, die zwischen 200 und 300 Jahre alt sind, aber auch eine große Platane an der Waldenserkirche und zwei Speierlinge an den Streuobstwiesen nahe der Hüttenkirche seien ausgezeichnet worden.

Mit der Ausstellung soll auf die Naturdenkmäler in der Gemarkung Mörfelden-Walldorf aufmerksam gemacht werden. Sie soll dazu anregen, die alten Bäume selbst einmal zu besichtigen. Eine Karte mit allen Naturdenkmälern in und um die Doppelstadt ist auf der Homepage www.moerfelden-walldorf.de sowie in den Rathäusern beider Stadtteile zu finden.

Thomas Reviol schilderte, wie er unter dem Motto „Raus an die frische Luft. Am schönsten ist es vor der eigenen Haustür“ zu der Dokumentation der alten Bäume kam. 2011 wechselte er den Arbeitsplatz und fuhr fortan täglich mit seinem Fahrrad zum neuen Job am benachbarten Flughafen. Dabei erlebte er die täglichen Veränderungen in der Natur und entwickelte einen sensiblen Blick für seine Umwelt und ihre Tiere. „Ich sah sie mit anderen Augen“, erklärte Reviol.

Er recherchierte im Internet und stellte fest, dass der Kreis Groß-Gerau keine Fotos von seinen Naturdenkmälern besaß. So radelte Reviol gut 10 000 Kilometer durch das Kreisgebiet und dokumentierte die alten, meist knorrigen und aus Totholz bestehenden Bäume mit mehr als 50 000 Aufnahmen zu allen Jahreszeiten – darunter auch die in Mörfelden-Walldorf. So fotografierte er auch die dicke Eiche am Tieffurtweg, zwei Eichen an der Mönchbruchwiese, die 250 Jahre alte Hegbacheiche am Oberwaldsee, aber auch die Gänswieseneiche, die Bornbrucheiche und zwei etwa 80 Jahre alte Speierlinge nahe des Westrings in Mörfelden.

Bis Mitte Mai zu sehen

Die Ausstellung kann bis Donnerstag, 17. Mai, kostenfrei während der Öffnungszeiten des Rathauses in der Flughafenstraße 37 besichtigt werden.

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