Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Titelbild Mainova Marathon Laufsport - alles rund um den Mainova IRONMAN Frankfurt 2017 Neu-Isenburg 25°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Bürger berichteten Polizeichef von ihren Sorgen: Neu-Isenburg: Anwohner vermuten regen Drogenhandel

Volkmar Meyer betonte, dass Neu-Isenburg eine sichere Stadt sei. Er räumte aber ein, dass das Sicherheitsempfinden auch ein anderes sein könne.
Volkmar Meyer, Dienststellenleiter der Neu-Isenburger Polizei, nahm sich  Zeit für die Initiative „Nachbarn schützen Nachbarn“. Volkmar Meyer, Dienststellenleiter der Neu-Isenburger Polizei, nahm sich Zeit für die Initiative „Nachbarn schützen Nachbarn“.
Neu-Isenburg. 

Der tödliche Unfall am Gravenbruchring beschäftigte den Bürgerstammtisch in der Bansamühle. Der Dienststellenleiter der Neu-Isenburger Polizei, Volkmar Meyer, war dort bei der Initiative „Nachbarn schützen Nachbarn“ zu Gast. 16 Bürger nutzten die Gelegenheit, den Polizeichef mit ihren Fragen zu den Themen Sicherheit und Verkehr zu löchern.

Der Unfall, bei dem Ende März ein 42 Jahre alter Mann aus Offenbach nach einem Frontalzusammenstoß gestorben war, bot nochmals Gesprächsstoff. „Das war doch Raserei. Viele Autofahrer sind auf dieser Strecke viel zu schnell unterwegs“, sagte eine der Nachbarinnen.

Mulmiges Gefühl

„Überhöhte Geschwindigkeit war wahrscheinlich im Spiel, aber die Unfallursache war ein Überholmanöver“, erläuterte Meyer. Ob der ums Leben gekommene Autofahrer Alkohol getrunken oder Drogen konsumiert hatte, durfte der Polizeichef aus Datenschutzgründen nicht verraten. Er sagte aber auch, dass der andere Unfallbeteiligte großes Glück hatte, dass er in einem so stabilen Auto saß und die junge Motorradfahrerin zum Glück ausreichend Abstand gehalten hatte. Schon lange sei der Gravenbruchring bei der Polizei und auch bei der Stadt, wie Erster Stadtrat Stefan Schmitt betonte, ein Schwerpunkt der Geschwindigkeitskontrolle.

Der Polizeichef sagte: „Diese Strecke ist mein Arbeitsweg. Ich fahre dort jeden Morgen mit dem Rad. Die meisten Autofahrer halten sich dort an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Doch einige sind mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.“

Meyer stellte in der Runde auch die aktuelle Polizeistatistik vor. Die Kriminalitätsrate sei gesunken, die Fallzahlen bei den Wohnungseinbrüchen und Autodiebstählen seien zurück gegangen. Es gebe auch weniger Raubdelikte. „Neu-Isenburg ist eine sichere Stadt“, stellte der Polizeichef fest. „Natürlich ist das persönliche Sicherheitsempfinden manchmal ein anderes“, so Meyer. Es gebe Menschen, die gerade bei Dunkelheit mit einem mulmigen Gefühl durch die Stadt laufen.

Verbotene Schleichwege

Das bestätigten einige der Zuhörer. Gerade im Gebiet des Bansaparks und auch in Richtung Autobahnbrücke sorgten Jugendliche manchmal für Unbehagen. Ein Ehepaar beobachtet regelmäßig Autos mit ausländischen Kennzeichen. Sie vermuten einen regen Drogenhandel. Meyer versprach, dass er und seine Kollegen die Region kontrollieren werden.

Für die Jugendlichen brach der Polizeibeamte aber auch eine Lanze: „Egal, wo sie sind, bekommen wir Anrufe. Es sind junge Leute, wo sollen sie sich treffen?“, fragte er in die Runde. Ebenfalls ein Aufreger sind die Autofahrer die über Schleichwege auf die Autobahn fahren. „Fast jeden Morgen kommt uns ein Auto mit Mainzer Kennzeichen entgegen. Der Fahrer winkt uns schon immer zu, wenn wir dort mit den Hunden laufen“, sagte eine der Damen. Meyer kündigte an, auch auf den verbotenen Schleichwegen verstärkte Kontrollen zu veranlassen.

Eine Warnung hatte Volkmar Meyer noch parat. In den vergangenen Monaten habe es wieder vermehrt Telefonbetrügereien mit dem Enkeltrick gegeben. Und Anwohner berichteten, dass über das Ringmastersystem vor Unternehmen gewarnt werde, die an der Haustür Teppichreinigung anböten und danach völlig überteuerte Rechnungen schrieben.

(njo)
Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse