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Sozialpsychiatrischer Verein: Neue Räume für die Essensausgabe

Lange Zeit war der Sozialpsychiatrische Verein Groß-Gerau in Mörfelden-Walldorf auf der Suche nach einem neuen Domizil für die Speisekammer. Jetzt ist er in einen ehemaligen Frisörsalon gezogen.
In dieses Haus im Steinweg ist die neue Speisekammer des Sozialpsychiatrischen Vereins eingezogen. In dieses Haus im Steinweg ist die neue Speisekammer des Sozialpsychiatrischen Vereins eingezogen.
Mörfelden-Walldorf. 

Der Sozialpsychiatrische Verein Groß-Gerau (SPV) belegt neben den Räumen in der Langgasse 44 seit Februar auch einen ehemaligen Laden im benachbarten Steinweg 2. Dort erfolgt nun die Essensausgabe an Bedürftige. Die bisherige in der Langgasse erfolgte seit 2006 in zwei kleinen Räumen. Montags und dienstags wurden dort bis zu 100 Nutzer mit Lebensmittelspenden versorgt. Das Gedränge war immens. So schmiedete der SPV Pläne für eine neue Essensausgabe und begab sich auf die Suche nach einem geeigneten Raum.

Dieser Raum musste schon gewisse Anforderungen erfüllen, wie Geschäftsführer Siegfried Schwaab bei der Einweihung erklärte. Vor allen Dingen musste er aus organisatorischen Gründe zentral und in der Nähe des Domizils des SPV gelegen sein. Das ist ihm gelungen. In dem ehemaligen Laden im Steinweg befand sich einst ein Frisörsalon. Danach stand er laut Ute Behring, Mitverantwortliche der Speisekammer, einige Jahre leer. Die neue Unterkunft ist frisch renoviert und bietet wesentlich mehr Platz für die Speisekammer.

Behring erläuterte, dass sich mit dem Umzug auch das Prozedere der Essensausgabe ein wenig verändert hat. Nutzer finden sich nach wie vor zunächst in der Langgasse 44 ein, ziehen dort Nummern und halten sich dort auf, bis sie an der Reihe sind. Dann werden sie in kleinen Vierergruppen zur neuen Speisekammer im Steinweg geschickt.

Schwaab erinnerte daran, dass der SPV lange auf der Suche nach einem neuen Domizil für die Speisekammer gewesen war. Wer das Zentrum in der Langgasse kenne, könne sich ausmalen, was dort bei den Essensausgaben los gewesen war. Die neue Speisekammer sollte im Stadtzentrum sein, weil dort neben der Realisierung vieler Angebote auch Besprechungen möglich sein sollten.

Diesem Zweck wird die neue Unterkunft nun gerecht. Sie lässt sich mit einem grünen Vorhang in zwei Räume unterteilen. Während sie für die Essensausgabe bei zurückgezogenem Vorhang in nur einem Raum mit drei Kühlschränken und einem Gefrierschrank erfolgt, wird dieser mittwochs wieder zugezogen und so geteilt – und in dem zweiten Raum können ungestört Besprechungen stattfinden.

In den Steinweg ist lediglich die Essensausgabe umgezogen. Die Kleiderkammer befinde sich nach wie vor im Zentrum in der Langgasse 44.

(red)

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