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Rolf Valussi soll bei den Planungen unterstützen: Neue Zugverbindung: Ein Fachmann für die Regionaltangente

Von Die Hugenottenstadt soll an die neue Regionaltangente West angebunden werden. Doch die Umsetzung bedarf einer detaillierten Planung. Dafür hat sich die Stadt Verstärkung ins Boot geholt.
Rolf Valussi soll als externer Berater für die Stadt Neu-Isenburg alle Hürden für den Bau der Regionaltangente West ebnen. Rolf Valussi soll als externer Berater für die Stadt Neu-Isenburg alle Hürden für den Bau der Regionaltangente West ebnen.
Neu-Isenburg. 

Die Regionaltangente West (RTW), eine schnelle Bahnverbindung von Bad Homburg, im Westen am Stadtzentrum von Frankfurt vorbeigeführt, über den Flughafen bis nach Neu-Isenburg und Dreieich-Buchschlag, soll als eine der größten Infrastrukturprojekte der nahen Zukunft für beträchtliche Verkehrsentlastungen auf den Straßen sorgen. Ursprünglich war der „Abzweig“ zur Anbindung von Neu-Isenburg nur bis zum ehemaligen Güterbahnhof, also bis zur Stadtmitte, geplant. Doch mit der Erschließung des Neubaugebietes Birkengewann und dem prosperierenden Gewerbegebiet Ost wird auch dort der Verkehr zunehmen. Dies sollen mit einer Verlängerung der RTW bis zur Endhaltestelle Birkengewann Ost aufgefangen werden.

Als externer Berater

Gerade diese Option der Verlängerung durch die Friedhofstraße bis in den Osten der Hugenottenstadt sorgte bei der Bürgerinformationsversammlung Anfang Juni in der Hugenottenhalle für einige Aufreger. Das Projekt wurde sogar mit „Stuttgart 21“ verglichen. Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel nahm sich der Sache an, ging gezielt auf die besonders beunruhigten Bürger zu und ließ ihnen eine eigens ausgearbeitete Studie zukommen. Inzwischen hat es eine große Bürgerbefragung gegeben, die aufgeworfenen Fragen wurden nach Themengruppen gebündelt und sollen alle detailliert beantwortet werden.

Um das weiterführende Verfahren über alle behördlichen Instanzen zu begleiten, bedarf eines Fachmanns. Dieser fand sich in Rolf Valussi, dem ehemaligen Geschäftsführer der RTW-Planungsgesellschaft. Den holte die Stadt Neu-Isenburg nun als externen Berater mit ins Boot. „Fragen der Bürger, sind auch die Fragen der Stadt selbst“, betont Herbert Hunkel und verweist auf jene 38 Fragen, die bereits erfasst wurden und nun alle dezidiert beantwortet werden.

„Muss die RTW dort überhaupt fahren, die meisten, die in der Friedhofstraße unterwegs sind, kommen doch nicht aus Neu-Isenburg“, zitiert Hunkel eine oft gestellte Frage. Weitere Anliegen der Bürger betreffen Umweltaspekte, wie Lärm, Baumbestand oder Energieversorgung der RTW. Aber auch Aspekte wie ein Parkhaus an der Endhaltestelle, die freie Ausfahrt der Feuerwehr oder Alternativen zu den 100 Meter langen RTW-Zügen, kamen aus der Bürgerschaft.

10 000 neue Arbeitsplätze

Mit Zahlen aus den Quellen der Industrie- und Handelskammer Frankfurt sowie der Bundesanstalt für Arbeit wurde zunächst die Ist-Situation erfasst, dann wurden wissenschaftlich fundierte Prognosen für den Zeitraum bis 2030 errechnet. Derzeit arbeiten 3207 Isenburger in ihrer Stadt, das sind nur 11,71 Prozent der 27 384 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze, die es in der Hugenottenstadt gibt. „Woher kommen all die anderen – und vor allem, wie und womit kommen sie zu ihren Arbeitsplätzen“, war die Frage. Aus Neu-Isenburg pendeln täglich 11 199 Arbeitnehmer hinaus, aber 24 157 Beschäftigte kommen von außerhalb zu ihren Arbeitsplätzen in der Hugenottenstadt. In der Summe sind das 35 356 Ein- und Auspendler.

Gemäß einer Prognose für die lokale Bauleitplanung wird es bis zum Jahr 2030 in der Hugenottenstadt mehr als 10 000 neue Arbeitsplätze geben. Damit einhergehend wird ein massiver Anstieg des Auto-Aufkommens um 25,9 Prozent erwartet. „Je näher und stressfreier wir die Menschen mit der RTW zu ihren Wohnungen und Arbeitsplätzen bringen, desto größer wird die Akzeptanz dieses Verkehrsmittels sein“, betont Rolf Valussi. „Alle reden von E-Mobilität, mit der RTW bringen wir diese doch mitten in die Region“, bringt er ein weiteres Argument für die Regionaltangente ins Spiel. Mit den fünf Haltestellen im Stadtgebiet von Neu-Isenburg werde zudem ein großer Teil des Siedlungsbereichs erschlossen. „Was Neu-Isenburg durch diese RTW-Verlängerung quasi fast für umsonst bekommt, ist ziemlich einmalig. Dies sollte sich die Stadt nicht entgehen lassen“, rät Rolf Valussi.

 

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