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Stadtparlament diskutiert über Namensgebung: Niederhölle soll Mainhöhe werden

Von Viel zu reden gab es nicht im Stadtparlament. Die veranschlagten Themen waren nach knapp 20 Minuten erörtert. Lediglich um die Benennung des Gewerbegebiets „Staudenäcker“ gab es etwas Diskussionsbedarf.
Dieser nicht gerade einladend klingende Name soll bei Zustimmung der Stadtverordneten bald in „Auf der Mainhöhe“ geändert werden.	Foto Leo Postl Dieser nicht gerade einladend klingende Name soll bei Zustimmung der Stadtverordneten bald in „Auf der Mainhöhe“ geändert werden. Foto Leo Postl
Kelsterbach. 

Die achte Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kelsterbach dürfte in die Geschichte eingehen. Bereits nach 19 Minuten waren alle Punkte der Tagesordnung abgearbeitet, inklusive eines kurzen Redebeitrags von Ayhan Isikli (fraktionslos) zur Straßenbenennung des neuen Gewerbegebiets Staudenäcker und einer Anfrage von Tanja Mohr (Linke) bezüglich des Treppenbaus vom Quartier „An der Niederhölle“ zum Mainvorland.

Kein „Firmendenkmal“

„Gibt es wirklich keinen Redebedarf mehr“, fragte die sichtlich überraschte Stadtverordnetenvorsteherin Helga Oehne (CDU) noch einmal nach, als es zur Abstimmung der Richtlinien über die Förderung der Vereins- und Jugendarbeit der Stadt Kelsterbach kam. Diese wurde mit einer „Nein-Stimme“ von Ayhan Isikli und zwei weiteren Enthaltungen mehrheitlich angenommen. Zuvor wurden sowohl der Haushaltsbericht über das vorläufige Ergebnis des Haushaltsjahres 2016 als auch die haushaltsbehördliche Genehmigung der Haushaltssatzung der Stadt Kelsterbach für das Jahr 2017 zur Kenntnis genommen.

„Für mich wäre es wichtiger, die überfällige Umbenennung der ,Niederhölle’ anzugehen, als einer japanischen Firma in den Staudenäckern ein Denkmal zu setzen“, begründete Isikli sein „Nein“ zu der Straßenbenennung. Hier sah sich Bürgermeister Manfred Ockel (SPD) genötigt, eine Stellungnahme abzugehen. „Die Bezeichnung Fujiallee ist kein direkter Verweis auf die Firma Fuji Machine MFG Europa GmbH, die sich in den Staudenäckern ansiedeln wird, sondern alle Firmen, die aus der Region um den heiligen Berg Fuji in Japan kommen, können die Bezeichnung Fuji verwenden – müssen diese allerdings mit einem Firmenzusatz ergänzen“, betonte Ockel. Die zentrale Zuwegung zum Gewerbegebiet Staudenäcker wird nun „Fujiallee“ heißen.

Dialogprozess

Zur Umbenennung der „Niederhölle“ verwies Ockel auf den Dialogprozess des Projekts „Soziale Stadt“. „Dieser ist zwingend nötig, um Förderungen zu erhalten und wird im Juni der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt“, so Ockel. Stimmt die Versammlung der Namensänderung in „Auf der Mainhöhe“ zu, dann wird es für eine Weile zwei Namen für dieses Quartier geben. „Wir wollen damit den Eigentümern die Zeit geben, ihre Adressen sukzessive allen Bezugsgruppen mitteilen zu können“, sagte Ockel.

Keinen Redebedarf gab es auch bei der Abstimmung zur Auftragsvergabe der Kanal- und Wasserleitungen, Baustraßen und Versickerungsanlagen nach öffentlicher Ausschreibung. Hier war in den Ausschüssen gute Vorarbeit geleistet worden. Die Zustimmung zur Auftragsvergabe in Höhe von rund 740 000 Euro erfolgte einstimmig.

Tanja Mohr wollte noch wissen, ob für die Umgestaltung des Mainvorlandes noch weitere Bäume gefällt werden müssten. Hier verweis Ockel auf die abgeschlossenen Rodungen für den ersten Bauabschnitt. „Ob für die weiteren Bauabschnitte weiter gefällt werden muss, kann ich noch nicht sagen, da noch keine Details vorliegen.“

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