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Fußball-WM: Niklas Süle: Für ihn wird ein Kindheitstraum wahr

Das Abenteuer kann beginnen: Der Walldorfer Bub Niklas Süle fährt mit der deutschen Nationalmannschaft zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland.
WM-Vorbereitung: Niklas Süle (links) beim Freundschaftsspiel Österreich gegen Deutschland im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt. Foto: Marc Schueler (Marc Schueler) WM-Vorbereitung: Niklas Süle (links) beim Freundschaftsspiel Österreich gegen Deutschland im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt.
Eppan/Mörfelden-Walldorf. 

Der ehemalige Walldorfer Jugendspieler Niklas Süle ist überglücklich zum 23-Mann-Kader des amtierenden Weltmeisters zu gehören. „Für mich geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. Die Weltmeisterschaften 2010 und 2014 habe ich als Fan vor dem Fernseher erlebt und wir wissen von 2006, was für eine Euphorie solch eine Weltmeisterschaft entfachen kann. Dies jetzt als Teil einer Mannschaft zu erleben, macht mich sehr glücklich“, sagte der 22-jährige Verteidiger des FC Bayern München.

Für ihn ist das der dritte Sommer in Folge, den er mit der DFB-Auswahl verbringt und wo der Urlaub etwas zurückstecken muss. 2016 gewann Süle mit der Olympiaauswahl unter U 21-Trainer Horst Hrubesch in Rio Silber, 2017 feierte er den Titelgewinn beim Confed Cup in Russland mit der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. In diesem Jahr zählt die DFB-Auswahl zu den Favoriten auf den Titel des Weltmeisters, was auch das erklärte Ziel von Löw ist.

Fleiß, Schweiß, Training

Niklas Süle hätte nichts dagegen, dieses Ziel zu erreichen. Er ist motiviert, will seinen Teil zu dieser Herausforderung beitragen. „Dann mache ich halt 2019 erst wieder richtig Urlaub“, meint er lachend, vergisst aber dabei die Endrunde der neuen UEFA Nations League, die nächsten Juni ausgetragen werden soll. „Dann ist es eben nichts mit Urlaub“, zeigt er sich aber auch für diesen Fall motiviert.

Dass der Walldorfer jetzt bei der Nationalmannschaft zum WM-Kader gehört, ist das Ergebnis von viel Fleiß, Schweiß und Training. „Fußball war für mich schon früh mehr als ein Hobby und extrem wichtig. Ich habe in der Schule in jedes Freundschaftsbuch geschrieben: Wunschberuf Profi-Fußballer. Das war für mich das Größte“, erinnert er sich. Im heimischen Garten in Walldorf verbrachte er unzählige Stunden mit seinem Bruder Fabian und spielte Fußball. „Unser Vater hat uns dort ein Tor hingestellt und manchmal den Garten gut gewässert für uns, dann haben wir uns den Ball gegenseitig abgegrätscht. Das war unsere ,Anfield Road’.“

Seinen Werdegang, der ihn von Rot-Weiß Walldorf über Eintracht Frankfurt, den SV Darmstadt 98 und die TSG 1899 Hoffenheim zur Nationalmannschaft und zum FC Bayern München brachte, hat dies sicher begünstigt. „Auch nach dem Training bei Rot-Weiß Walldorf habe ich immer weiter Fußball gespielt. Wenn Du das machst und viel trainierst, dann verbesserst Du Dich zwangsläufig. Irgendwann war ich gut genug in die Jugend von Eintracht Frankfurt zu gehen, weil ich privat viel Fußball gespielt habe. Das hat mir schließlich den Weg zu den Profis eröffnet.“

Noch ein paar Tage frei

Während er als Spieler der TSG 1899 Hoffenheim regelmäßig in Walldorf am Fußballplatz von Rot-Weiß anzutreffen war, ist dies mittlerweile seltener geworden – auch wegen der Distanz. „Meine Familie wohnt immer noch in Walldorf, daher komme ich auch immer wieder mal in die Doppelstadt. Mit Rot-Weiss habe ich aber leider nicht mehr so viel zu tun. Es ist eben wie im Leben: Es verläuft sich mit den Jahren.“ Die jüngsten Erfolge seines Vereins hat er jedoch mitbekommen und freute sich darüber. „Ich informiere mich schon regelmäßig über Rot-Weiß. Daher weiß ich auch, dass sie mit den Aktiven zweimal Meister geworden sind und habe mich gefreut.“

Auch sein Bruder, den er als seinen besten Freund bezeichnet, ist mittlerweile nicht mehr in Walldorf aktiv. „Mein Bruder ist nach seiner Zeit in New York zu mir nach München gekommen, daher bin ich bei den Spielen von Rot-Weiß nicht mehr so häufig persönlich anzutreffen.“ Nur wenige Tage hat Niklas Süle jetzt noch vor der Abreise der Nationalmannschaft nach Russland frei, um in München und Walldorf vorbeizuschauen. Beim Länderspiel am Freitag gegen Saudi-Arabien in Leverkusen könnte die gesamte Familie dabei sein, anschließend hat der Walldorfer Nationalspieler noch ein paar Tage frei, ehe sich die Mannschaft am 12. Juni am Frankfurter Flughafen wiedersieht und für ihn das „Abenteuer WM“ und die „Mission Titelverteidigung“ beginnt.

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