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Pirat votiert für Naherholungsgebiet mitten in der Stadt

Kelsterbach. 

Seit vielen Jahren weist in Kelsterbach am Sandhügelplatz ein Schild auf den Beginn des ersten Bauabschnitts für die Neugestaltung des Platzes hin. Zurzeit läuft die nächste Ausschreibungsrunde. „Und die Zahl der Interessenten hat sich, wie mittlerweile bekannt wurde, auf einen Einzigen reduziert“, so Christian Hufgard von der Piratenpartei und Bürgermeisterkandidat der Linken. Anlässlich der morgen, Donnerstag, anstehenden, nichtöffentlichen Sitzung, in der über den aktuellen Stand der Ausschreibung informiert wird, fordert Christian Hufgard ein radikales Umdenken. Statt einem Investor ein renditeträchtiges Projekt zu ermöglichen, solle ein Park Kelsterbachs neue Stadtmitte zieren.

„Die Stadt hat bereits mehr als eine Million Euro in die neue Stadtmitte investiert. Mehrfach wurden Versorgungsleitungen so verlegt, wie es Investoren gewünscht hatten – bevor sie wieder abgesprungen sind.“ Es sei an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen und an die in Kelsterbach lebenden Menschen zu denken. Seitdem das Naherholungsgebiet Kelsterbacher Wald verkauft und zur Landebahn „umfunktioniert“ wurde, habe die Stadt keinen Ausgleich geschaffen. „Ein Park auf dem Sandhügelplatz könnte diese Lücke ein wenig schließen“, sagt Hufgard.

Ende 2012 sei die Neugestaltung erneut ausgeschrieben worden. „Der wettbewerbliche Dialog sollte ein schnelles, transparentes Verfahren gewährleisten.“ Im Januar 2014 sollte das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag erhalten. „Wir haben bald Juni und passiert ist nach wie vor nichts. Es gibt nicht einmal mehr verschiedene Investoren, zwischen deren Angeboten die Stadt auswählen kann.“

In Abstimmung mit den Kelsterbachern schwebt dem Piraten vor, den Sandhügelplatz schnellstmöglich in einen Sandhügelpark umzuwandeln. Zwar werde es Jahrzehnte dauern, bis dieser vollständig eingewachsen sei, aber bis dahin hätten die Menschen ein Naherholungsgebiet im Herzen der Stadt. Der derzeitige Zustand, den Platz mal als Parkplatz und mal als Lagerfläche zu nutzen, sei unerträglich. Die leerstehenden Gebäude, die seit Jahren verfallen, seien „ein Schandfleck für die gesamte Stadt“.

(fnp)
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