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Instrument der Demokratie nutzen: Plakataktion wirbt dafür, wählen zu gehen

Wer wählen geht, der kann in einer Gesellschaft auch mitbestimmen. Denn jede Stimme zählt. Darauf macht eine Aktion in der Sterzbachstadt aufmerksam.
Ulrich Krippner (l.), Vorsitzender des Gewerbevereins, ist froh, dass sich Silke Bentlin und Markus Striegl an der Aktion wählen gehen beteiligen. Ulrich Krippner (l.), Vorsitzender des Gewerbevereins, ist froh, dass sich Silke Bentlin und Markus Striegl an der Aktion wählen gehen beteiligen.
Langen. 

Prominent und direkt ins Schaufenster platzieren Silke Bentlin und Markus Striegl das große Plakat mit dem Aufruf, wählen zu gehen in ihrem Café Beans am Lutherplatz. Das leuchtend gelbe Plakat mit „Ich gehe wählen! Und Du?“ wird garantiert nicht übersehen. Damit sind die beiden Langener eines von vielen Haushalten in der Sterzbachstadt, die ihre Außenfläche am Haus für die Aktion zur Verfügung stellen. Sie wurde parteiübergreifend vom Langener Gewerbeverein, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und den beiden Langener Kirchen ins Leben gerufen.

„Wir beteiligen uns gerne. Wenn das Plakat hilft, mehr Leute auf den Wahltermin aufmerksam zu machen und zur Wahlurne zu gehen, wäre das toll“, sagt Markus Striegl. Für den Musiker ist das Wahlrecht nicht nur ein Recht, sondern eine Bürgerpflicht: „Man braucht nicht zu denken, dass das eigene, so ein einziges Kreuz nichts bewirkt. Seine Stimme zu verschenken, bedeutet garantiert den falschen Parteien einen Vorteil zu verschaffen“, so Striegl. Wählen sei ein Instrument der Demokratie, untrennbar mit ihr verbunden, und er hält es für wichtig, möglichst viele Leute zum Gang an die Urne zu motivieren.

Die Idee zu den Plakaten und der ganzen Aktion wurde in einem Seminar zum Thema „Populismus und Stammtischparolen“ in der evangelischen Kirche in Langen geboren. „Ein Resultat war es dabei, dass wir gegen diesen Populismus am besten unsere demokratischen Strukturen stärken“, erläutert Dekan Reinhard Zincke den Ursprung der Plakatierungen im Stadtgebiet. Er sei überaus positiv überrascht, wie groß die Bereitschaft der Langener ist, das Haus, das Hoftor, den Vorgarten oder das Schaufenster für einen solchen Wahlaufruf zur Verfügung zu stellen. Rund 200 Häuser sind schon mit den Plakaten geschmückt, und auch die Baugenossenschaft beteiligt sich aktiv, in dem sie die Plakate in allen ihrer Hausfluren platziert.

„Für mich persönlich war es noch nie eine Frage, ob ich wählen gehe oder nicht. Seit meinem 18. Lebensjahr habe ich keine einzige Wahl ausgelassen“, betont Reinhard Zicke. Der Gang zur Urne sei eine wesentliche Möglichkeit, sich in den demokratischen Prozess einzubringen und in einer Gesellschaft mitzubestimmen.

Die Initiatoren hoffen jetzt, dass die Bemühungen Früchte tragen und möglichst viele Langener ihr Kreuzchen auf dem Wahlzettel bei der Bundestagswahl am 24. September setzen. Rainer Bicknase, vom Offenbacher Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) würde sich wünschen, dass sich die Bürger auch mal zwischen den Wahlen auf kommunalpolitischer Ebene noch etwas stärker interessieren würden.

(njo)
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