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Rennboote: Schiffs-Modellbauer laden zum Schaufahren ein

Von 14 Vereine nahmen am Schaufahren der Schiffs-Modellbau-Arbeitsgemeinschaft auf dem Badesee teil. Alle erdenklichen Schiffstypen gab es zu bestaunen.
Betram Nestler (Vordergrund) präsentierte sein selbst gebautes ultraschnelles Rennboot. Foto: tami Betram Nestler (Vordergrund) präsentierte sein selbst gebautes ultraschnelles Rennboot.
Mörfelden-Walldorf. 

Kleine Wellen spiegeln sternförmig das Sonnenlicht. Mal gleiten kleine weiße Segelboote lautlos und majestätisch über das Wasser, mal verursachen andere Schiffsmodelle leise Geräusche – und dann wieder heult ein schnelles Motorboot auf. Es fährt im Kreis und hinterlässt die Spur einer weißen Gischt auf dem Wasser.

Es gab viel zu staunen, zu schauen und zu beobachten beim zweiten Schaufahren der Schiffs-Modellbau-Arbeitsgemeinschaft auf dem Badesee in Walldorf. Es war das letzte Mal, dass Peter Horlacher als Vorsitzender Auskunft gab. „Ich werde 71 Jahre alt und habe 27 Jahre Vorstandsarbeit gemacht.“ Er stehe bei der Jahreshauptversammlung mit Wahlen im kommenden Jahr nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung. Zum ersten Schaufahren auf dem See sei es gekommen, weil viele andere Modellbau-Vereine zu ähnlichen Veranstaltungen in ihrer Heimat einluden. In der Doppelstadt sei das all die Jahre aus organisatorischen Gründen nicht möglich gewesen – erst 2015.

An dem Schaufahren bei schönstem Herbstwetter nahmen 14 Vereine teil – aus dem Raum zwischen Oberursel und Baden-Baden sowie Dieburg und Luxemburg. „Schiffsmodellbau ist keine Männerdomäne“, so Horlacher. Tatsächlich fanden sich viele Besucherinnen ein, und auch der Verein selbst zählt unter derzeit 28 Mitgliedern eine Jugendliche und eine Dame.

Am Ufer des Badesees ging es zu wie im Taubenschlag. Dort waren unter anderem selbst gebaute Feuerwehr- und Polizeiboote ausgestellt, aber auch Krabbenkutter. Zu besichtigen gab es einen Querschnitt durch alle nur denkbaren Schiffstypen, darunter auch Militärschiffe.

Die Hauptattraktion jedoch bestand aus ultraschnellen Rennbooten, die mehr als 100 Kilometer pro Stunde auf dem Wasser erreichen. Bei dem ersten Schaufahren vor zwei Jahren war eines ausgestellt. Diesmal waren es rund 20, darunter ein turbobetriebenes Boot mit einem Verbrennermotor von Vereinsmitglied Bertram Nestler.

„Wer ein solches Boot baut, liebt den Sound des Motors“, so Horlacher. Das sei wie bei großen Autos mit ihrem unverwechselbaren Dröhnen, denen jeder hinterherschaue. „Solche Boote haben ein ganz gewisses Flair.“ Die Modellbauer hatten beim Aufbau der Veranstaltung derart viel Spaß, dass sie ein internes Abfahren unternahmen. Das endete jedoch, als die Sonne unterging und es am Abend kalt wurde.

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