Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Neu-Isenburg 11°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Sie bieten Kindern und Vereinen eine Heimat

Sie sollte die Schule der Zukunft sein: Die Wilhelm-Hauff-Schule in Neu-Isenburg feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Im Interview mit Reporter Christian Weihrauch verraten Schulleiterin Annette Müller-Davidi-Günther, Angelika Mühleis, pädagogische Leitung des Freizeitbereichs, und Konrektorin Silke Jendrzejewski, was sich bisher getan hat und wie es weiter geht.
Annette Müller-Davidi-Günther, Angelika Mühleis und Silke Jendrzejewski (von links) ziehen positive Bilanz. Annette Müller-Davidi-Günther, Angelika Mühleis und Silke Jendrzejewski (von links) ziehen positive Bilanz.
Neu-Isenburg. 

Was ist das Besondere an der Wilhelm-Hauff-Schule, Frau Müller-Davidi-Günter?

MÜLLER-DAVIDI-GÜNTHER: Das Besondere ist, dass sie speziell für den Vormittagsunterricht und die Nachmittagsbetreuung gebaut wurde. Zusätzlich sollten alle Gruppen, alle Vereine aus der Nachbarschaft ein Zuhause bekommen. Es war ein besonderes Pilotprojekt, das mit Erfolg umgesetzt wurde. Hier wurde etwas Besonderes für die Stadt aufgebaut: Sport-, Musikvereine, Volkshochschule, Senioren und Jugendgruppen sollen darin Platz finden. Die Kinder haben deshalb hier ein ganz interessantes Lernumfeld.

Was unterscheidet die Schule von anderen Schulen?

MÜLLER-DAVIDI-GÜNTHER: Alle anderen Nachbarschulen haben sich ebenfalls auf die Ganztagsbetreuung zubewegt. Aber hier ist eben das Besondere, dass das Gebäude schon für diesen Zweck gebaut wurde. Und während die anderen Schulen zum Beispiel mühsam einen Speisesaal anbauen mussten, war er bei uns schon integriert. Wir haben eine tolle Kooperation mit der Bibliothek, die wir mitnutzen können. Wir haben auch noch einen kleinen Wald, der wie ein Abenteuerspielplatz betrieben wird. Dort können die Kinder selbst Hütten bauen.

Was hat sich in den vergangenen zehn Jahren alles verändert?

MÜHLEIS: Ursprünglich war das Gebäude für maximal 100 Schüler gedacht. Früher gab es eine Ganztagsklassen und eine Klasse, in der Kinder nur bis Mittag Unterricht hatten. Dieses Konzept hat sich aber nicht bewehrt, weil die Schüler mit Sprachschwierigkeiten aussortiert wurden. Deshalb haben wir die Gruppen gemischt und eine offene Nachmittagsbetreuung eingerichtet.

Wie viele Kinder sind denn derzeit in der Nachmittagsbetreuung?

MÜHLEIS: Mittlerweile sind wir bei 218 Kindern. Wir haben einen Sandkasten angelegt, haben den Wald für uns genutzt und bauen nun einen Fußballplatz. Der Bedarf ist groß, es werden immer mehr Kinder. Am Anfangen blieben rund ein Drittel bis 14 Uhr, und zwei Drittel bis 17 Uhr. Jetzt ist es eher so, dass ein Viertel der Schüler bis 14 Uhr bleiben und drei Viertel länger.

Die Zahlen steigen. Wie gehen Sie damit um?

MÜLLER-DAVIDI-GÜNTHER: Die steigenden Zahlen machen uns Sorgen. Denn eigentlich muss man, wenn eine Ganztagsschule im vollen Betrieb ist, den doppelten Platz wie für eine normale Schule vorhalten. Dafür bräuchten wir aber mehr Räume. Wenn die Zahlen weiter steigen, müssen wir Klassenräume für die Nachmittagsbetreuung nutzen.

Was planen Sie für die Zukunft?

MÜHLEIS: Es gibt in einer Schule immer etwas zu tun. Wir müssen die gesellschaftliche Entwicklung im Blick behalten. In welche Richtung geht die Erziehung der Kinder? Außerdem schauen wir uns unsere Projekte an fragen uns: Ist das gut, was wir machen, oder braucht es da eine Veränderung? Und wir versuchen neue Projekte zu realisieren.

JENDRZEJEWSKI: Für die Lehrer ist das Thema Inklusion wichtig. Wie geht’s da weiter? Was macht die Politik? Wir haben immer öfter Kinder mit Sprach- und Verhaltensauffälligkeiten. Wir müssen viel mit Psychologen zusammenarbeiten, bräuchten viel mehr Fachpersonal, das uns unterstützt.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse