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Sie bringt Bildung in Familien

Angela Ruland ist Diplom-Pädagogin. Sie will die religiöse Veranstaltungen verstärkt ins Programm der Familienbildung aufnehmen.
Langen. 
Angela Ruland, die neue Leiterin der evangelischen Familienbildung im Kreis Offenbach, präsentiert das aktuelle Trimesterprogramm. Bild-Zoom
Angela Ruland, die neue Leiterin der evangelischen Familienbildung im Kreis Offenbach, präsentiert das aktuelle Trimesterprogramm.

„Die Vielseitigkeit meiner Arbeit ist das, was mich begeistert“, so Angela Ruland nach den ersten vier Monaten an ihrem neuen Arbeitsplatz. Anfang des Jahres hat die Diplom-Pädagogin die Leitung der evangelischen Familienbildung im Kreis Offenbach übernommen. Die Einrichtung wird von den beiden evangelischen Dekanaten Dreieich und Rodgau gemeinsam getragen und veranstaltet ihre rund 400 Angebote im Jahr dezentral überwiegend in den evangelischen Gemeindehäusern. Möglich wird dies dank der Zusammenarbeit mit rund 70 Honorarkräften.
 

In Kontakt mit den Angeboten der evangelischen Familienbildung war Angela Ruland durch ihre eigenen Kinder gekommen. „Ich empfand es damals schon als eine gute und wichtige Arbeit, weil ich an uns selbst gemerkt habe, was man da alles mitnehmen kann“, so die Mutter von drei Söhnen. Während sie 1991 mit ihrem Ältesten eine Mutter-Kind-Gruppe als Teilnehmerin besuchte, leitete sie 2002 mit ihrem Jüngsten im Schlepptau bereits ihre erste eigene Gruppe.

 

Für Wirbel gesorgt

 

Seit 2006 ist die heute 50jährige kontinuierlich auf dem Bildungssektor im evangelischen Dekanat Dreieich tätig. So war sie maßgeblich an der Organisation des Projekts „Opstapje“ beteiligt. Hier wurden Familien in schwierigen Lebenssituationen mit Kindern unter drei Jahren von geschulten Laienhelferinnen zu Hause besucht und bei der Förderung ihrer Kinder angeleitet. „Wir haben Bildung für die Jüngsten in die Familien gebracht und damit auch manchmal für Wirbel gesorgt“, erinnert sie sich. Das Angebot wurde 2007 mit ihrer Hilfe um die individuelle Unterstützung von Familien in der Aktion „Hand in Hand“ ergänzt. Dieses Arbeitsgebiet leitet sie bis heute.

Drei große Projekte in Kooperation mit dem Haus des lebenslangen Lernens Hessencampus Dreieich, unter anderem zum interreligiösen Dialog, realisierte sie in dieser Zeit. Hinzu kamen zahlreiche Angebote der Erwachsenenbildung – von Theateraufführungen mit Wohnungslosen bis hin zu Ausstellungen, Filmreihen und Konzerten.

Sie habe ein gut bestelltes Feld und ein tolles Team vorgefunden, so Ruland. Dennoch habe sie, was die strategische Ausrichtung der Familienbildung angeht, einiges vor. Vor allem möchte sie die Eltern-Kind-Aktionen stärken, die ihr sehr am Herzen liegen. „Wir müssen herausarbeiten, was unsere Themen sind und auf welchen Gebieten wir als kompetenter Ansprechpartner wahrgenommen werden“, sagt sie. So hält sie es für wichtig, auch spirituelle und religiöse Veranstaltungen verstärkt ins Programm zu nehmen. „Schließlich sind wir eine evangelische Einrichtung.“

Ihr liegt daran, die Angebote so zu gestalten, dass sie für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv sind. „Je nachdem, in welcher Situation sich Familien befinden, haben sie unterschiedliche Bedürfnisse“, führt sie aus. Aber auch generationenübergreifende Formate möchte sie gerne aufnehmen.

 

Konstruktive Kritik

 

„Wir werden in Zukunft weiterhin dezentral arbeiten, jedoch an verschiedenen Standorten Schwerpunkte setzen und Ideen bündeln“, erläutert Angela Ruland. Bestehende Kooperationen will sie ausbauen und teilweise wiederbeleben oder auch einmal ganz neue wagen. Hier verweist sie auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem regionalen Diakonischen Werk sowie mit Schulen und Kitas im Kreis.

„Ich bin immer ansprechbar für neue Ideen oder konstruktive Kritik,“, stellt Ruland fest. In dem Projekt „Hand in Hand“ leitet sie Spielkreise, bietet Triple-P-Elterntrainings und Einzelberatungen an. „Dieser Praxisbezug erdet mich, er erhält mir den Kontakt zu ganz unterschiedlichen Menschen.“ Ihr fachliches Rüstzeug ergänzte sie mit verschiedenen Zusatzqualifikationen. Neben einer Coaching-Ausbildung absolvierte sie eine Weiterbildung zur Trainerin im interkulturellen Sektor sowie zur TripleP-Trainerin.

Mit der ihr eigenen positiven Lebenseinstellung schaut sie optimistisch in die Zukunft: „Unsere Angebote sollen so bunt und vielfältig sein wie die Familien, auf die wir treffen.“

Mehr zur Evangelischen Familienbildung im Kreis Offenbach unter www.familienbildung-langen.de

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