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Freiwillige vermitteln: Sie haben die Koordination der Familienpaten übernommen

Menschen, die überlastet sind, können Hilfe von den Familienpaten bekommen. Die Hilfe ist gefragt, daher gibt es eine Warteliste. Interessenten können sich melden.
Marieke Rudeck (links) und Johanna Martin haben die Koordination von Familienpaten für den Sozialpsychiatrischen Verein beziehungsweise das Diakonische Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim übernommen. Foto: Mara Paul Marieke Rudeck (links) und Johanna Martin haben die Koordination von Familienpaten für den Sozialpsychiatrischen Verein beziehungsweise das Diakonische Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim übernommen.
Mörfelden-Walldorf. 

Helfen statt wegsehen. Der Sozialpsychiatrische Verein (SPV) und das Diakonische Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim suchen händeringend weitere Familienpaten für das vor elf Jahren in Kooperation mit dem Kreis ins Leben gerufene Projekt. Es zählt zu der bundesweiten Maßnahme „Frühe Hilfen“. Im Kreis Groß-Gerau wird das Projekt neuerdings von Johanna Martin vom Diakonischen Werk und Marieke Rudeck vom SPV koordiniert.

Gesucht werden ehrenamtliche Helfer, die sich zuverlässig in den Lebenswelten von Familien engagieren. Diese Helfer werden jeweils an eine Familie vermittelt, die aus unterschiedlichen Gründen überlastet ist – vielleicht, weil ein Elternteil alleinerziehend ist oder wegen Krankheit. Auch neu Zugezogenen wird so Hilfe angeboten – zu einem sehr frühen Zeitpunkt, so dass Betroffene in keine nennenswerten Krisen geraten.

Ausflüge mit Kindern

Was, wo und wie die Familienpaten helfen können, legen sie in Absprache mit den jeweiligen Familien fest. Das können Ausflüge mit Kindern sein, Spielen mit ihnen, ihre Abholung vom Kindergarten, Unterstützung bei Hausaufgaben, gemeinsames Kochen, Begleitung zu Ärzten und Ämtern oder Einkäufe. Jede Patenschaft gestaltet sich individuell und schafft im Laufe der Zeit eine enge Bindung. Rudeck und Martin betonen, dass es sich bei den Hilfen nicht etwa um Arbeiten im Haushalt handelt.

Im Kreis Groß-Gerau gibt es derzeit 22 Familienpatenschaften, in der Doppelstadt 6. Dort stehen derzeit 3 Familien auf der Warteliste, im Kreis sogar 17.

Beratend zur Seite stehen

Gesucht werden Familienpaten für das gesamte Kreisgebiet. Fahrtkosten werden erstattet, darüber hinaus erhalten die Paten Versicherungsschutz. Wer sich angesprochen fühlt, der meldet sich bei Johanna Martin vom Diakonischen Werk unter der Telefonnummer (0 61 52) 94 93 80 oder per E-Mail: familienpaten@diakonie-kreisgg.de oder bei Marieke Rudeck vom SPV unter (0 61 05) 2 73 62 17 beziehungsweise per E-Mail an familienpaten@spv-gg.de.

Kreisweit zählt das Projekt derzeit 23 Paten, darunter drei Männer. Jeder ist laut der Koordinatorinnen willkommen, auch junge Menschen wie Studenten. Voraussetzung ist, dass Interessenten voll-jährig sind und nicht nur als „Er-satztante“ oder „Ersatzoma“ in den Familien tätig sein wollen, sondern ihnen zwei bis vier Stunden wöchentlich auch beratend zur Seite stehen. Neue Paten werden vor ihren Einsätzen bei drei Terminen insgesamt etwa zehn Stunden geschult. Wo, das wird in Absprache mit dem jeweiligen Träger geregelt. In den vergangenen Jahren haben sich auch Patenschaften in der Flüchtlingshilfe entwickelt.

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