Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Ehrenamtliche gewürdigt: Sie machen sich fürs Heimatgefühl stark

Von Am Tag des Ehrenamts dankt die Stadt Dreieich ihren wichtigen Stützen. Diesmal stand der Geschichts- und Heimatverein Dreieichenhain im Mittelpunkt.
Detlef Odenwald (links) nahm stellvertretend für den GHV von Erstem Stadtrat Martin Burlon die Ehrenamtsmedaille  entgegen. Bilder > Detlef Odenwald (links) nahm stellvertretend für den GHV von Erstem Stadtrat Martin Burlon die Ehrenamtsmedaille entgegen.
Dreieich. 

„Eine Stadt besteht nicht nur aus Stein und Mörtel, sondern aus dem Miteinander der Menschen“, betonte Erster Stadtrat Martin Burlon (parteilos). „Die Menschen, nicht die Häuser sind das Fundament einer Stadt. Sie sind mit Ihrem ehrenamtlichen Einsatz ein Vorbild für unsere Stadt, denn ohne Ihr leidenschaftliches Engagement wäre unsere Gesellschaft eine andere.“

Am Tag des Ehrenamts ehrt die Stadt Dreieich seit 18 Jahren herausragend engagierte Menschen aus ihren Reihen. Das „Ehrungskarussell“ rotiert in den Sparten Soziales, Sport, Umwelt, Jugend, Senioren und Kultur – in diesem Jahr war Letzteres dran. Im Stadtverordnetensitzungssaal stand der Geschichts- und Heimatverein Dreieichenhain im Mittelpunkt.

„Es hat Kraft gekostet“

„Der Geschichts- und Heimatverein ist eine wichtige Stütze für unsere Stadt. Ohne den Verein wäre ein so breitgefächertes Angebot, wie es viele derzeit in Dreieichenhain genießen können, nicht zu bewerkstelligen“, so Burlon. Das liegt natürlich auch an der markanten Burg und ihrem besonderen Charme. Seit 1931 sind der Pallas, der Runde Turm, der Burggarten und die restlichen Fassaden des ab 1100 erbauten geschichtsträchtigen Gebäudes im Besitz des Vereins.

Der Stadtrat zählte die Verdienste und die Errungenschaften des Vereins auf, aber noch schöner konnte Vorsitzender Detlef Odenwald aus der Historie des 1881 gegründeten GHVs erzählen. „Es hat Zeit, Kraft und Durchsetzungsvermögen gekostet, die Burg als Leuchtturm der Region so strahlen zu lassen, wie sie das jetzt tut“, gab Odenwald zu. Um das Burggelände rankt sich das kulturelle Leben in dem Ortsteil. Ob es die Kerb an Pfingsten ist, die Burgfestspiele im Juli, das Burgfest im September oder der Weihnachtsmarkt im Dezember – immer steht das „alte Gemäuer“ im Mittelpunkt.

„Als ich vor 25 Jahren begann, haben wir die Burg aus einem Dornröschenschlaf erweckt“, erinnert sich Odenwald an den Kraftakt im Team seines Vorstands. Seither wurde der Turm modernisiert und als Trauzimmer zugänglich gemacht. Der Verein hat den Keller saniert und einen zweiten Ausgang geschaffen und das in den 1960er Jahren entstandene Museum um einen Neubau mit Bibliothek, Geschäftsstelle und Gastronomie erweitert. Seit 2010 hat der GHV das Museum vom Kreis Offenbach übernommen, und in diesem Jahr ist eine sehr sehenswerte Dauerausstellung in einem komplett sanierten Museum eröffnet worden.

Für Odenwald geht es aber nicht nur um die Burg: „Es geht uns auch um Geschichtsforschung und um die Förderung des Verbundenseins mit unserer Region. Ich nenne das auch gerne Heimatgefühl.“ Die Auszeichnung der Stadt sei für den GHV eine große Ehre, und er nehme sie gerne stellvertretend für die 350 Mitglieder entgegen.

Der Ehrenamtstag war für Burlon und Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt auch eine Gelegenheit, den Aktiven des Film- und Videoclubs Dreieich zu danken. „Sie haben das 40. Jubiläum unserer Stadt so tatkräftig unterstützt. So sind in diesem Jahr gleich zwei Filme entstanden: Zum einen ein Zusammenschnitt aus den Höhepunkten der 40-jährigen Stadtgeschichte, zum anderen hat der Verein viele Veranstaltungen des Jubiläumsjahrs begleitet und daraus einen zweiten Film geschnitten“, bedankte sich Burlon bei Vereinsvorsitzendem Werner Orth.

Zur Startseite Mehr aus Kreise Offenbach/Groß Gerau

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse