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Skulpturenpark: „Silhouette“ erhält den Publikumspreis

Von Die diesjährige Auflage des Skulpturenparks ist vorüber. Zum Abschluss wurden an die Künstler ein Jury- und ein Publikumspreis vergeben. Pläne für den nächsten Skulpturenpark bestehen auch schon.
Der ehemalige Kunststudent Marco Poblete präsentierte beim Mörfelder Skulpturenpark seine eindrucksvolle Holzkonstruktion mit Titel „Gebirgssilhouette“, die den Publikumspreis erhielt. Der ehemalige Kunststudent Marco Poblete präsentierte beim Mörfelder Skulpturenpark seine eindrucksvolle Holzkonstruktion mit Titel „Gebirgssilhouette“, die den Publikumspreis erhielt.
Mörfelden-Walldorf. 

Die Ausstellungsstücke des 20. Skulpturenparks in Mörfelden konnten seit dem 30. Juli besichtigt, bestaunt und begutachtet werden. Bei einer Finissage, einer feierlichen Abschlussveranstaltung dieser Ausstellung, wurden auch die diesjährigen Preisträger benannt und geehrt. Den Preis der Jury bekam Felix Rombach aus Berlin zugesprochen, allerdings in Abwesenheit des Künstlers, da dieser sich gerade im Ausland befindet. Sein aus ganz verschiedenen Eisenstücken geformtes „Portal“ – so der Titel seines Kunstwerks – steht imposant und majestätisch inmitten des Bürgerparks vor dem Mörfelder Bürgerhaus.

Ergebnis ist offen

In einer weiteren Kategorie wurde ein Publikumspreis vergeben. Als Lieblingswerk haben die des Skulpturenparks dabei die „Gebirgssilhouette“ auserkoren. Diese Bezeichnung hat Marco Poblete seiner Holzkonstruktion verliehen. Der Künstler mit peruanischen Wurzeln hatte zum ersten Mal am Skulpturenpark-Wettbewerb teilgenommen. „Ich arbeite gern mit Grundbildern meiner Ideen“, sagte er zu der dreidimensionalen Abstraktion einer Gebirgskette. „Das Ergebnis muss bei mir gar nichts mehr mit dem Ursprung zu tun haben“, erklärte Poblete, der sich damit offenhält, auch während der Entstehung kreativ sein zu können.

Sängerin Steph Winzen von der „Magic Sound Big Band“ war in ihrem Element. Bild-Zoom
Sängerin Steph Winzen von der „Magic Sound Big Band“ war in ihrem Element.

20 Meter groß sollte das Ganze ursprünglich werden, aber „wegen der räumlichen Verhältnismäßigkeit“ habe er seine Idee auf fünf Meter Höhe geschrumpft. Indem das Kunstwerk begehbar blieb, könne der Betrachter „zusätzliche Ebenen der Skulptur wahrnehmen“. Seine Werke hätten nicht nur einen ästhetischen Anspruch, sondern seien stets etwas Praktisches, „mit dem man etwas anfangen kann“, schilderte der Künstler. Die hölzerne „Gebirgssilhouette“ solle noch zwei weitere Wochen stehenbleiben. „Dann baue ich sie wieder ab“, berichtete Poblete, der an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach Kunst studiert hat.

Mehr Literatur und Musik

Das Rahmenprogramm der Finissage bestritt die „Magic Sound Big Band“ bei frühherbstlich-sonnigem Wetter mit einem Repertoire von zumeist Klassikern aus der Big-Band-Ära. Die 17-jährige Jil Zecher unterstützte das 18-köpfige Ensemble bei einem Lied als Sängerin und konnte am Ende selbst kaum glauben, dass sie sich hatte dazu überreden lassen. Den Zuschauern gefiel es, und so ernteten sämtliche Akteure viel Applaus.

„Es waren etwas weniger Gäste als in den Vorjahren“, bilanzierte Simone Strupp, Mitarbeiterin des städtischen Sport- und Kulturamts. Mit dem Ablauf der Veranstaltung war sie jedoch sehr zufrieden. Otto Schaffner, Motor für die Kunst in der Doppelstadt, bestätigte, dass es auch 2018 einen Skulpturenpark geben wird. „Wir werden dann nicht mehr nur junge Künstler im Fokus haben wie dieses Jahr, sondern bereits arrivierte mit hinzunehmen“, kündigte er an. Es werde eine Ausschreibung vorgenommen, bei der sich die Kunstschaffenden bewerben können.

Parallel zu den etablierten Aktivitäten sei geplant, größeren Wert auf Literatur und Musik zu legen und beides mehr einzubinden. „Solange die Stadt solche Veranstaltungen unterstützt, habe ich keine Bedenken. Kultur ist nämlich auch eine politische Aufgabe, und ich streite weiterhin dafür, wenn es sein muss“, meinte Schaffner kämpferisch.

Kunstvermittlerin und Einrichtungsberaterin Franziska Puhan-Schulz betonte: „Ohne die Personalunion mit Otto Schaffner hätte sich die Kunstszene in Mörfelden-Walldorf wohl nicht so gut entwickelt.“ Der Skulpturenpark sei eine „schöne Initiative“, habe sich „gut entwickelt“ und sei „von der Bevölkerung positiv aufgenommen worden“. Es bleibe zu wünschen, dass die Künstler in Zukunft weiterhin die Möglichkeit erhielten, ihr Können auch in der Doppelstadt zeigen zu dürfen, fügte Franziska Puhan-Schulz hinzu.

Viele Teilnehmer freuen sich schon auf das nächste Jahr, so wie Andreas Büschelberger, Dirigent und Bandleader: „Für mich war es das sechste Mal, und ich habe immer Spaß dabei. Das Ambiente stimmt. Die Finissage im Bürgerpark ist eine Konstante und fest bei mir im Kalender eingeplant.“

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