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Städtische Exkursion führt diesmal nach Wiesbaden: Spannende Einblicke in die Geheimnisse der Kur

Von Wiesbaden hat mehr zu bieten als nur den Landtag: Das erfuhren Stadtverordnete und Mitarbeiter der Stadtverwaltung bei einem Ausflug, bei dem die Politik außen vor blieb.
Vor dem Wiesbadener Stadtschloss posierten die Ausflügler gut gelaunt fürs Erinnerungsfoto. Vor dem Wiesbadener Stadtschloss posierten die Ausflügler gut gelaunt fürs Erinnerungsfoto.
Mörfelden-Walldorf. 

Mit „Exkursion“ bezeichnet die Stadt Mörfelden-Walldorf eine jährlich wiederkehrende Tagesreise in die zumeist nähere Umgebung. Stadtverordnete und Mitarbeiter der Verwaltung kommen Seite an Seite via Bus an interessante Orte und sich obendrein näher. Frühere Ziele waren beispielsweise Hanau und Bonn, dieses Jahr führte der Weg nach Wiesbaden.

Es sei stets ein kleines Dankeschön an die Eingeladenen, die ihre Lebenspartner mitbringen durften, weil gerade die Ehrenamtsarbeit bedinge, dass Familienangehörige dafür Verständnis aufzubringen haben, entschied der Ältestenrat der Doppelstadt. Mit dem Rundgang „Facettenreiches Wiesbaden – Stadtrundgang zum Kennenlernen“, aufgeteilt in drei Gruppen, startete der diesjährige Ausflug. Großes Staunen entfachte die Besichtigung des Kurhauses. Stadtführer Rainer Niebergall schilderte versiert dessen Geschichte, die mit einer Tradition aus der Römerzeit, nämlich einen Badebetrieb zu etablieren, in Wiesbaden begann. „Noch bis kurz vor dem Ersten Weltkrieg verzeichnete das Wiesbadener Kurhaus 200 000 Kurgäste pro Saison“, sagte Niebergall. Obwohl das heutige große Bauwerk, das zu den prunkvollsten Festbauten des Landes zähle, seit 1907 in neuem Glanz erstrahlte, seien die Besucherzahlen, auch aufgrund der Weltkriege rückläufig gewesen.

Am Tag des Rundgangs nutzten gerade einige Frischvermählte jeden Sonnenstrahl, um sich vor der imposanten Kulisse ablichten zu lassen. „Früher waren Kurstädte wie Wiesbaden regelrechte Heiratsmärkte“, erzählte der Stadtführer und verwies auf damalige „Anstandsregeln“ beim Promenadengang.

Nach einer Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten, inklusive Jahrtausende alter Quellen, war das klassizistische Stadtschloss an der Reihe. Das bis 1841 als Residenz der Herzöge von Nassau genutzte Gebäude ist heute Sitz des Hessischen Landtags. Dort erfuhren die Teilnehmer zum Beispiel, dass die im Wintergarten des Schlosses einst hochgezogenen exotischen Palmen die Grundlage für den Bestand des Frankfurter Palmengartens waren.

Nachdem die Gruppe auch den 2008 neu errichteten Plenarsaal in Augenschein genommen hatte, stand das gemeinsame Abendessen an.

Erster Stadtrat Burkhard Ziegler (Freie Wähler) zog sein Resümee: „Solch ein Ausflug fördert die Kommunikation und kann daher zu einem größeren Verständnis untereinander führen.“ Das meinte auch Georg Germann (SPD), Mitglied des Magistrats und Ehrenstadtrat: „Fraktionsübergreifend sind wir zusammengekommen und haben unsere politischen Einstellungen und die bevorstehende Wahl einmal außen vor gelassen.“ Bereits seit 1989 nimmt Ingetraud Germann beinahe regelmäßig an den Exkursionen teil. Die ehemalige Stadtverordnete ist heute Leiterin des Amtes für Finanzen in der Doppelstadt. „Man kann immer neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen“, sagte sie am Schluss.

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