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Bauprojekt: Spatenstich für Sozialwohnungen in Mörfelden-Walldorf

Bis Ende 2018 sollen auf dem Festplatz in Mörfelden 30 neue Sozialwohnungen entstehen. Das Projekt war politisch umstritten, konnte aber inzwischen mit einer Reduzierung der Wohneinheiten entschärft werden.
Bürgermeister Becker (links) freut sich, dass er gestern mit den Projektbeteiligten und Stadtrat Steffen Seinsche (rechts) den Spatenstich für 30 neue Sozialwohnungen vornehmen konnte. Bürgermeister Becker (links) freut sich, dass er gestern mit den Projektbeteiligten und Stadtrat Steffen Seinsche (rechts) den Spatenstich für 30 neue Sozialwohnungen vornehmen konnte.
Mörfelden-Walldorf. 

Der enorme Siedlungsdruck im Rhein-Main-Gebiet lässt die Nachfrage nach Wohnraum beständig steigen. Mörfelden-Walldorf liegt mitten in dieser Zuzugsregion und ist daher von der Problematik stark betroffen. Die hohe Nachfrage führt zu wachsenden Mietpreisen, bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. Menschen mit geringen und mittleren Einkommen geraten so in erhebliche Nöte bei der Wohnungssuche. „Der Siedlungsdruck ist da. Die Stadt muss daher im Rahmen ihrer Möglichkeiten gegensteuern“, so Bürgermeister Becker (SPD).

Der inzwischen überwiegend als Parkplatz genutzte rund 6.000 qm große Festplatz in Mörfelden, der normalerweise nur bei großen Veranstaltungen der Sport- und Kulturvereinigung (SKV) Mörfelden voll ausgelastet ist, wurde von Bürgermeister Becker als geeigneter Standort für neue Sozialwohnungen angesehen. Seine ursprüngliche Hauptfunktion als Platz für die Kerb in Mörfelden verlor er, als diese an den Dalles verlagert wurde. Doch die ursprünglich anvisierte Bebauung mit 60 bis 70 Wohneinheiten auf dem Festplatz stieß in den zuständigen politischen Gremien, bei der nahe gelegenen SKV und Anwohnern der Umgebung auf Kritik. „Wir haben einen guten Kompromiss gefunden“, so Bürgermeister Becker beim Spatenstich am gestrigen Mittwoch. Die Anzahl der Wohneinheiten wurde halbiert. Den Kritikern des Bauvorhabens ist die Stadt damit deutlich entgegengekommen. Das führte schließlich dazu, dass die Bebauung in der Stadtverordnetenversammlung eine breite Mehrheit fand. Neben den regierenden Fraktionen SPD, Freie Wähler und FDP stimmten auch die oppositionellen CDU und Grüne zu. Lediglich die DKP/LL enthielt sich der Stimme, da sie bei der Bebauung des Festplatzes Bedenken hatte, dass die Interessen der SKV verletzt werden könnten.

Die Bedeutung des Themas „bezahlbarer Wohnraum“ bzw. „sozialer Wohnungsbau“ wird auch daran deutlich, dass Bürgermeister Becker persönlich zum Spatenstich gekommen war. Er konnte somit zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten symbolisch den Startschuss für ein Projekt im Bereich des sozialen Wohnungsbaus in der Doppelstadt geben, nachdem Ende Juli am Schlichter mit dem Neubau von neun Sozialwohnungen begonnen worden war. Auf insgesamt 1800 qm entsteht auf dem Festplatz ein Mix aus Wohnungen aus ein bis vier Zimmern in drei Gebäudeblöcken. „Am Festplatz legen wir den Schwerpunkt auf kleine Wohnungen mit ein bis zwei Zimmern, denn hier ist die größte Nachfrage“, so der Bürgermeister in seiner Ansprache. Der Entwurf der beauftragten Architekten Wagner und Ewald aus Trebur zeichnet sich dadurch aus, dass sich die Gebäude in die bestehende Umgebung einfügen und kompakte Baukörper sein sollen. Alle Erdgeschosswohnungen sind barrierefrei, auf einen Keller wurde verzichtet. Über die zentrale Nahwärmeversorgung soll der Wärmebedarf gedeckt werden. Auf den Flachdächern der drei neuen Gebäudeblöcke werden Fotovoltaik-Anlagen angebracht. Auch die Vorrüstung für Ladesäulen für E-Autos und E-Bikes ist vorgesehen. Die 45 nachzuweisenden Stellplätze werden auf dem Festplatz angeordnet. Der Bezug der mietgünstigen Wohnungen soll bis Ende 2018 möglich sein. Der Bedarf ist zweifellos da, denn im Durchschnitt haben in der Doppelstadt 275 wohnungssuchende Bürger, die Berechtigung auf eine Sozialwohnung haben, einen diesbezüglichen Antrag gestellt. Das Projekt hat ein Budget in Höhe von rund vier Millionen Euro. Das Bauvorhaben kann aber zu mehr als 3,2 Millionen Euro über das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) des Landes Hessen mit einem zinslosen Darlehen finanziert werden, den Restbetrag muss die Stadt aufbringen.

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