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Sprendlinger Norden: Stadtteilzentrum vereint zahlreiche Angebote unter einem Dach

Von Vor gut einem Jahr wurde das Stadtteilzentrum im Sprendlinger Norden eröffnet. Die dortigen Angebote werden von Jung und Alt sehr gut angenommen. Dabei besteht im Haus ein enges Miteinander
Stefan Petzold und Vera Dinter sind sehr zufrieden mit dem ersten Jahr im Stadtteilzentrum im Sprendlinger Norden. Das neue Haus in der Hegelstraße wird von vielen Menschen  genutzt. Stefan Petzold und Vera Dinter sind sehr zufrieden mit dem ersten Jahr im Stadtteilzentrum im Sprendlinger Norden. Das neue Haus in der Hegelstraße wird von vielen Menschen genutzt.
Dreieich. 

Die Sprendlinger mussten lange auf ihr Stadtteilzentrum warten – aber seit es am 29. April 2017 die Pforten geöffnet hat, ist das Gebäude in der Hegelstraße mit Leben gefüllt. Musikgarten für Kleinkinder, Mittagstisch für Senioren, Sprachangebote, ein Bücherschrank, das beliebte Food-Sharing und regelmäßige Treffen der Kinder der Ringe.

Das Haus steht für die Gesellschaft im Quartier des Sprendlinger Nordens. „Wir haben uns das Stadtteilzentrum als einen Ort der Begegnung und der Kommunikation gewünscht. Vor einem Jahr war es noch eine sehr schöne Hülle – heute ist das Haus ein sozialer Mittelpunkt in dem Wohngebiet. Schön, dass es so gelungen ist, die Konzepte in die Praxis umzusetzen“, ist Bürgermeister Dieter Zimmer (SPD) voll des Lobes. Zentrumsleiter Stefan Petzold und seine Kollegin Vera Dinter von der Koordinierungsstelle „Willkommen im Quartier“ bewiesen jeden Tag, mit wie viel Herzblut sie das Haus organisieren.

Viele Konzepte

„Wir leben davon, dass wir als Mehrgenerationenhaus unter dem Titel ,Projekt RaBe’ (Raum der Begegnung) viele Konzepte unter einem Dach zusammenfassen“, erläutert Petzold. Das Familienzentrum der evangelischen Versöhnungsgemeinde gehöre ebenso zu RaBe wie die benachbarte U 3-Kita auf der einen Seite oder das Haus der Nieder-Ramstädter Diakonie auf der anderen Seite. Die städtische Kinder- und Jugendförderung hat ihren Sitz im Stadtteilzentrum und der Verein Forum Sprendlingen Nord habe sich im neuen Stadtteilzentrum inzwischen auch sehr gut eingefunden. Eine Konkurrenz gebe es in den Angeboten nicht, ganz im Gegenteil, das engere Miteinander habe Synergien geschaffen und noch mehr Menschen angelockt. „Das ist zu einem großen Ganzen zusammengeschmolzen, und die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend“, ist Petzold zufrieden.

Breite Zielgruppe

Die Zielgruppe der Besucher sei sehr breit, schon für die Jüngsten gibt es Bewegungs- und Spielangebote, die Senioren treffen sich zum gemeinsamen Spaziergang und einem anschließenden Mittagessen in dem modernen Haus in der Hegelstraße. „Wir können auch sehr spontan und flexibel auf die Wünsche und Anregungen unserer Besucher eingehen“, sagt Vera Dinter. Zuletzt sei gerade der Wunsch nach der Belebung der Terrasse laut geworden, deswegen werde dort bald gemeinsam gegärtnert. Die Besucher werden nicht nur zwei Mal in der Woche bekocht, es gibt einen dritten Mittag, an dem die Gäste selbst füreinander Speisen zubereiten und neue Rezepte ausprobieren. Ein ähnliches Angebot gibt es für einen Café-Nachmittag, bei dem selbst gebackener Kuchen angeboten wird.

Zwei Ausstellungen in den ersten zwölf Monaten beleben auch das kulturelle Angebot im Sprendlinger Norden. „Wir sind selbst überrascht, wie schnell es ging, dass das neue Haus so belebt ist und gut genutzt wird. Schön ist auch, dass ganz viele Menschen mit Ideen und Anregungen hier hereinkommen und sich vieles davon auch umsetzen lässt“, sagt Stefan Petzold. Das Angebot wollen die Verantwortlichen so niedrigschwellig möglich halten. Zu den Kernöffnungszeiten täglich zwischen 10 und 16 Uhr kann jeder in die Räume kommen. In den Sommerferien wird es erstmals in zwei Ferienwochen ein Angebot für die Kinder geben, und alle Nutzer des Hauses freuen sich, dass die Außenanlagen endlich fertig sind und sie auch den wenig vorhandenen Platz rund um das Gebäude nutzen können.

Das Stadtteilzentrum in Sprendlingen ist ein Ergebnis des Projektes „Soziale Stadt“, das zwischen 2007 und 2016 im Stadtteil Hirschsprung-Breitensee verankert war. Diese zentrale Anlaufstelle im Wohngebiet mit stadtteilorientiertem Angebot, Platz für Begegnung und lokalem Engagement war das große Ziel des Bundesprogramms. Die Stadt Dreieich hat knapp 1,35 Millionen Euro in das Stadtteilzentrum investiert. 680 000 Euro hat davon das Land Hessen aus dem Fördertopf „Soziale Stadt“ übernommen.

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