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Ausstellung in Langen: Stare und Sternchen in der Natur

Der Star ist der Vogel des Jahres. Doch die Bestände der Vögel nehmen kontinuierlich ab. Eine Ausstellung in der Stadtbücherei informiert rund um das Federvieh und die Natur.
Er macht seinem Namen alle Ehre: Der Star ist Vogel des Jahres 2018. Er macht seinem Namen alle Ehre: Der Star ist Vogel des Jahres 2018.
Langen. 

Was haben Grasfrosch, Star, Esskastanie und Taglilie gemeinsam? Alle wurden vom Naturschutzbund (Nabu) Deutschland als Art des Jahres 2018 ausgezeichnet. Über Vorkommen, Lebensräume und Besonderheiten der tierischen und pflanzlichen Würdenträger informiert jetzt eine Ausstellung der Langener Umweltberatung in der Stadtbücherei in der Südlichen Ringstraße 77. Bis Samstag, 3. Februar, hängen die bunten Bildtafeln im Lesetempel. Zusätzlich laden Kinder- und Sachbücher rund um die Natur zum Schmökern ein.

Die Auszeichnungen, die der Nabu mit verschiedenen Partnerorganisationen vergibt, sind in zahlreichen Kategorien wie Bäume, Blumen, Gemüse, Gift- und Heilpflanzen, Insekten, Moose, Pilze, Schmetterlinge, Spinnen, Stauden, Streuobstsorten, Vögel oder Wildtiere auf-geteilt. „Damit soll auf die Besonderheiten der jeweiligen Tier- und Pflanzenarten aufmerksam gemacht und für den Erhalt und Schutz ihrer Lebensräume sensibilisiert werden“, erklärt Sandra Trinkaus von der Umweltberatung.

Perfekter Nachahmer

„Viele der 2018 gewählten Arten sind auch in Langen und Umgebung heimisch“, sagt die Fachfrau aus dem Rathaus. Der Vogel des Jahres – der schillernd-gefiederte Star – sei in Langen häufig zu beobachten und auch zu hören. Sein herausragendes Stimmtalent macht es möglich, dass der Piepmatz andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmt. Sogar Handyklingeltöne, Hundegebell oder Alarmsignale meistert der Star, der auch für seine atemberaubenden Schwarmformationen in riesigen schwarzen Wolken bekannt ist, mit links. Nur wenige wissen: Ihr Bestand nimmt seit Jahren kontinuierlich ab, so dass der Star auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Tierarten gelandet ist.

„Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht von der industriellen Landwirtschaft“, erklärt Trinkaus. Zum Brüten benötigte der Star Baumhöhlen und kurz gehaltene Wiesen, wo er Würmer und Insekten findet – die könnten Haus- und Grundbesitzer dem kleinen gescheckten Flieger auch im heimischen Garten bieten.

„Ruhm aus Kelsterbach“

Gemeinsam mit dem Star haben es folgende Tiere auf das Treppchen geschafft: die Europäische Wildkatze, der Große Fuchs (Schmetterling), die Zwerglibelle, der Dreistachlige Stichling (Fisch), die Fettspinne, das Altwürttemberger Pferd (Nutztierrasse) oder die Gemeine Skorpionsfliege (Insekt), der Schwarze Schnurfüßer (Höhlentier) und die Gelbbindige Furchenbiene (Wildbiene). Zum Baum des Jahres hat das Kuratorium die Esskastanie gekürt. Sie findet sich in Langen am Waldrand, auf Streuobstwiesen und in Gärten.

Weitere Pflanzen des Jahres 2018 sind der Langblättrige Ehrenpreis (Blume), das Torfmoos-Knabenkraut (Orchidee), die Steckrübe (Gemüse), Taglilie (Staude), der Ingwer (Heilpflanze), der Rizinusbaum (Giftpflanze), das Echte Apfelmoos (Moos), die Fransen-Nebelflechte (Flechte), die Apfelsorte „Ruhm aus Kelsterbach“ (die oft auf hessischen Streuobstwiesen vorkommt), der Wiesen-Champignon (Pilz) sowie der Andorn (Arzneipflanze). Zum Waldgebiet des Jahres wurde der Wermsdorfer Wald in Sachsen erklärt. Die Lippe hat es zur Flusslandschaft des Jahres geschafft.

Wer mehr wissen möchte, ist auf www.nabu.de richtig.

(red)

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