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400 Bilder der SG: Sticker-Album: Ganz Egelsbach im Sammelrausch

Von WM-Sticker von Manuel Neuer, Marco Reus oder Mesut Özil sammeln? Das kann ja jedes Kind. Wie aber wäre es, wenn Nachwuchskicker und Amateure zu Stars und begehrten Sammelobjekten würden? Für die Fußballer der SG Egelsbach ist dieser Traum jetzt in Erfüllung gegangen. Für andere Sportler des Vereins soll er es bald.
Bei einer Tauschbörse im Rewe-Center ergattern Heike Fiedler (von links), ihr Sohn Niklas und SG-Jugendtrainerin Lea Legenmayer die letzten noch fehlenden Sammelbilder.  Foto/Repros: Michael Forst Bei einer Tauschbörse im Rewe-Center ergattern Heike Fiedler (von links), ihr Sohn Niklas und SG-Jugendtrainerin Lea Legenmayer die letzten noch fehlenden Sammelbilder. Foto/Repros: Michael Forst
Egelsbach. 

Niklas Fiedler ist ein cooler Typ mit einem zweistufigen Karriereplan: Zum FC Bayern München wechseln, dort Torwart Manuel Neuer beerben, dann der Sprung in die deutsche Fußballnationalmannschaft. Momentan hütet der Elfjährige allerdings noch den Kasten bei den D2-Junioren des SG Egelsbach. Doch auch wenn der fußballerische Durchbruch noch vor ihm liegt – immerhin wechselt er mit der neuen Saison schon mal zu den D1-Junioren –, weiß Niklas jetzt schon, wie es sich anfühlt, ein kleiner Star und ein begehrtes Sammelobjekt zu sein; als Aufkleber auf Seite 38, links unten.

Der leidenschaftliche Nachwuchskicker und Neuer-Fan saß am Samstag bei der zweiten Tauschbörse im Rewe-Center in Egelsbach, um im Tausch mit anderen Sammelbegeisterten sein Album zu komplettieren. Er ist einer von knapp 400 Fußballern, Trainern, Helfern und Vorstände der Sportgemeinschaft, denen das örtliche Rewe-Center ein eigenes Sammelheft (Stückzahl: 480) mit den in kleinen Tütchen an der Kasse zu erwerbenden Porträtbildern gewidmet hat.

Teamgeist stärken

Nicht nur die Fußballer werden so gewürdigt, auch die Athleten anderer Sportarten sollen folgen: Nach den Sommerferien gibt es ein Album mit den Hallensportlern des Vereins. Damit wolle, so Marktmanager Stefan Zizek, der Supermarkt die Vereinsarbeit der SG Egelsbach unterstützen. „Die Stickeralben stärken den Teamgeist und die Identifikation mit dem Verein und dem Heimatort“. Die Aktion soll dem Verein aber nicht nur Ehre und Ruhm bescheren, sondern auch Geld in die Kassen spülen: Den Erlös der verkauften Sticker „im hohen vierstelligen Bereich“, so Zizek, spendet das Rewe-Center Egelsbach anschließend an die SG.

Der Verein wiederum hatte freie Hand bei der inhaltlichen und kreativen Umsetzung des Albums mit dem Berliner Unternehmen Stickerstars. „Wir haben ganz bewusst und geschlechterübergreifend alle Sportler einbezogen,“ berichtet Günther de las Heras, Zweiter Vereinsvorsitzender und Motor bei der SG für das besondere Projekt. „Von den ganz Kleinen bis zu den ganz Großen sollten sich alle im Album wiederfinden und damit identifizieren können.“ So sähen die Großeltern dort voller Stolz ihre Enkel und sammelten begeistert die Bilder, während die jungen Sportler nicht nur sich selber, sondern auch den älteren Bruder oder den Vater im Album entdecken.

Einzigartige Aktion

Die in der Region einzigartige Aktion hat ganz Egelsbach in einen kollektiven Sammelrausch versetzt, wie Niklas’ Mutter, Heike Fiedler, und die G-Jugendtrainerin Lea Legenmayer berichten, die zur zweiten Tauschbörse in den Supermarkt gekommen sind. „Getauscht wird überall“, sagt Heike Fiedler: „Hier, auf den Schulhöfen und Fußballplätzen, über WhatsApp- und Facebook-Gruppen. Die Betreuer der Wilhelm-Leuschner-Grundschule haben sogar zwei Tauschnachmittage eingerichtet, um die Sammelwut der Kinder in geordnete Bahnen zu lenken.“ Auch Lea Legenmayer ist begeistert und nennt das Album „eine runde Sache. Nicht nur die Spieler und Trainer sind drin, auch die Sportstätten und die Geschichte der SG Egelsbach. Da fühle ich mich als Mitglied mitgenommen und auch ein bisschen stolz.“

Gerade hat sie mit ihrer G-Jugend, den sechs- und siebenjährigen Nachwuchskickern, eine erfolgreiche Runde hingelegt („Acht Spiele gewonnen und nur eins verloren!“) und gerät ins Schwärmen, wenn sie von ihrem ehrenamtlichen Trainerjob erzählt: „Als ich vor zweieinhalb Jahren anfing, haben die Kinder noch nicht mal den Ball getroffen – heute sind es alle kleine Zidanes.“

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